Archiv der Kategorie: Sch_ach

Scham

Der Lockdown ist die Zeit, in der es keine Polizeistunde gibt; da alles viel früher schliesst – jetzt, am Abend, am Tag, im Monat und – dem Gefühl nach – schon das ganze Jahr über.

Ich gehe mit dem Hund spazieren. Er ist mein Zeuge. Die Strassen sind leer. Aus den Restaurants dringt nicht einmal Licht.

Es ist kein Dröhnen von Flugzeug-Motoren in der Luft. Zum guten Glück nicht. Es herrscht nicht Krieg. Es herrscht eine andere Atmosphäre. Es ist Friede. Für viele zu viel Friede. Sie möchten auf die Strasse und in die Gaststätten, Boutiquen und Konzertschuppen gehen.

Die wenigen Leute, die auf den schamlos leeren Abendstrassen anzutreffen sind, weichen einander aus – als ob Krieg wäre und der Feind überall.

Der Winter ist es nicht, der die Leute aus den Gaststätten treibt, auch wenn Kristalle vom Himmel fallen, klein wie diese Dinger, die niemand sieht und jeder meidet, so gut er kann.

Unverschämt ist es, wie sich die Stadt zeigt. In dieser Auszeit des gesellschaftlichen Lebens sieht es danach aus, als wolle niemand seine Nase draussen zeigen, sondern diese eingehüllt und eingepackt in einem eigenen Zuhause, der Maske, zurückbehalten, damit sie nichts von diesem Virus erschmeckt. Ja, hinter dem Hygienestoff versteckt sich das Gesicht der Menschen.

Das ist es: Bei den Gaststätten ist es genau umgekehrt. Beizen und Spunten halten ihre Läden dicht, damit niemand sieht, dass niemand in ihnen ist. Sie tun es unverhüllt, makellos und ohne Licht.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Sch_ach

Die Totenraten retten die Medien

Makabres! Das ist kein Zauberwort. Wie etwa Abrakadabra oder Avatar kedavra.

Makaber sind zuweilen die Inhalte, welche die Medien verbreiten. Die Inhalte sind Stoffe der Kriminalliteratur: Leichenteile überall – Abgerissener Fuss gefunden – Kopf abgetrennt – neue Vorrichtungen für den Abschuss von Falschfahrern auf Autobahnen – Frau von herabstürzendem Flugzeugteil erschlagen – Mann mit Smartphone Kabel erwürgt: ein Verbrechen? Das ist die Frage.

Die Zeitungen sind voll solcher Nachrichten, die Eines verbindet: Tote. Covid, das Virus, bedeutet nun für viele Zeitungen selber den Tod.

Der Blätterwald wird dünner, auch die Blätter selber. Nicht weil Covid in ihnen steckt, sondern weil zunehmen die Werbung ausbleibt. Und Zeitungen und Zeitschriften immer weniger als Träger von Werbung dienen.

Die Lockdowns schwächen die Wirtschaft: Sie wirbt nicht mehr. Die Partytempel sind geschlossen: Sie schalten keine Werbung in den Medien. Die Medienträger werden dünner.

Und nun eilen die Toten herbei. Als ob sie geweckt würden und aus den Gräbern stiegen, um den Lebenden zu helfen. Jetzt, in dieser Covidzeit, wird viel gestorben.

Makaber aber wahr: Wo sonst Werbeflächen mit Würsten, Ferienhotels, sanitären Dienstangeboten oder Kreditofferten gefüllt sind, zieren jetzt Reihen Verstorbener, in schwarzen Rahmen zusammengefasste Erinnerungen an die geliebten Gegangenen doppelseitig meine Zeitung, so dass sie sich über Wasser halten kann und das Wasser nicht über ihr zusammenschlägt.

Sie kann finanziell weiter bestehen und die Freiheit der Medien, das Banner der Gemeinschaft der Toten hochaltend, verteidigen und nicht besiegeln.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Sch_ach

Kunst Kultur und Verkehrsknatsch?

Ein Stück Strasse kleidet sich in Kunst

oder ist es doch nur ein Unfall und somit ein kultureller Reinfall?

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Sch_ach

Christo in the street?

Unfall, Kunst oder Regenschutz?

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Sch_ach

Unfall, gut parkiert oder Kunstwerk?

Das ist hier die Frage.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Sch_ach

Kunst-Parallelwelt

Verschobene Linien und Perspektiven ergeben

 

eine verschrobene Wahrnehmung der Welt und vermitteln das Gefühl von Unsicherheit und Irritation. Die Kunst entfaltet ihre Macht.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Sch_ach

Kuss der Muse

Der Spuk ist vorbei. Die Welt atmet auf. Der Zyklus des Kunstzirkus beginnt von vorn.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Sch_ach

Sicht aufs jenseitig Unterbewusste

Als Meisterstück tiefenpsychologischen Einsinkens in die Untiefen des Bewusstseins alles Lebens erweist sich der Blick unter die Oberfläche des Wassers. Jeder Mensch hat schon über einen Seespiegel oder aufs Meer hinaus geschaut und sich dabei gefragt, was sich in der Unterwasserwirklichkeit stiller oder wilder Gewässer verbirgt.

© Georges Scherrer

Das Wasser, als Träger seiner Geheimnisse, fliesst unverzichtbar auch durch den Körper des Menschen, tagaus, tagein, als Bier, als Elixier, als lebenserhaltender Nährstoff, als ungiftiges Dihydrogenmonoxid, und greift so in das Unterbewusstsein ein, trägt aus seinen Tiefen Bilder in dieses hinein, die das menschliche Sein seit den Ursprüngen begleiten.

Traumbilder regieren die Welt des Menschen, die seit Menschen Ermessen aus Untiefen und auch Tiefen des Wassers an die Erdoberfläche gefunden haben. Wenn der Schwan mit seinem Kopf durch das Gewebe kickt, welches als Oberfläche das in den Seen und Meeren gesammelte Wasser von der oben aufliegenden Luft trennt, dann schaut der weissleuchtende Vogel in die Unterwasserwelt und sieht, was sie enthält.

Was aus der Sicht jener von oben auf dem Seeboden als Unkraut erscheint, entpuppt sich beim genaueren Hinsehen als ein paradiesisches Gebilde aus Farbe und Bewegung. Schlingpflanzen, welche das Unterbewusste umfangen und zu sich niederziehen, und Fische, deren Formen Angst einjagen, erscheinen als Teil einer wunderschöne Fauna und Flora, welche die Seen und Meere durchziehen und im Unterbewussten des Menschen ihre vitalen Spuren hinterlassen.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Sch_ach

Das Klima

Turnabout the world

from #996 to #537

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Sch_ach

Garantiert ungiftig

Dieses Pilzgericht basiert auf Kartoffel und Geschnetzeltem an einer pilzfreien Sauce und kann darum ohne Fliegenpilzfeeling genossen werden.

IMG_1731

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Sch_ach