sch-ach-zzs-Nahed

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sch-ach-zzr-legt

zzr legt

 

Oh, doch! Er kommt nimmer zur Ruh.

Dreht und dreht und dreht seine Runden, Runde um Runde. Ganz so wie unsere beiden skurrilen Streithähne sich anhaltend im Kreise drehen, ohne ihre Auseinandersetzung zu einem Ende zu bringen.

Und er will noch immer.

Der Würfel hat nicht den festen Stand einer Schachfigur, die in alle Ewigkeit ihr Feld hütet – wie ein Schaf, das sein Feld nicht verlässt.

Kabar und Welm bestätigen sich als Allzeitkreiseltänzer.

Der Würfel gleicht dem Kreisel, der nicht aufhört zu drehen.

Er kommt nicht zur Ruh. Keine Zeit für Ausgleich.

Er dreht fleissig seinen Körper und will einfach nicht zur Sechs. Das wird vermutlich daran liegen, dass die Sechs nicht ein Teiler der Vierundsechzig ist und der Würfel sich darum nicht besonnen in unsere allesheiligende Zahl einbindet.

Der Zufall hat überall seine Finger im Spiel, sogar in der Präzision, welche die Zahlenreihen vorgeben. Der Zufall hantelt verwegen mit diesen Zahlen und wirft sie so aus, dass es danach aussieht, als folgten sie einer gewissen Logik und als würden sie Ordnung schaffen.

Schaffen, sagst du? Der Würfel steckt dahinter. Er mischt fleissig mit. Er mischt fleissig auf. Das ist die Schwäche aller Regeln, wie fest sie der Mensch auch gesetzt hat und seien sie auch Gott gewollt oder Gott genannt.

Meinetwegen, für die von den Menschen geschaffenen Regeln soll solches gelten, was ihr sagt. Aber nicht für die Wissenschaft. Die schafft keine Regeln, sondern liest von der Natur ab, was sie definiert, von allem, was uns umgibt und was wir sind. Die Wissenschaftler beobachten genau, was die Welt auf jener Klaviatur spielt, die macht, dass die Welt überhaupt ist, sein kann. Das nenne ich Wissenschaft. Beim Schach kann von einem solchen intellektuellen Einsatz nicht die Rede sein. Wenn ihr mir das nicht glaubt, dann fall ich von meinem Stuhl, und euch kommt die schwierige Aufgabe zu, mich wieder auf diesen zu setzen, soll der Anblick des Gefallenen nicht jenen draussen missfallen und dieses Lokal in Misskredit ziehen.

Fortsetzung

 

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sch-ach-zzq-zerstoert

zzq zerstört

 

Nicht einmal meinen Hintern geb ich für den Friedensschlag her.

An deinem Hintern?

Welches Problem?

Was braucht’s für den Friedensschluss: den Hintern oder die Hand?

Schafft keines, wo keines ist.

Lacht nur über meinen Hintern. Er geht euch nicht zur Hand. Und weiter hinauf als mein Gesäss steigt auch nicht meine Hilfsbereitschaft. Sie sitzt gut auf ihrem Stuhl und dort soll sie auch bleiben.

Sitz ich auf meinem Stuhl, stolpere ich nicht.

Welm stolpert über Pizzas, Wände und Ruhm und jetzt auch noch über das Schach. Es wird ihm zum Stehplatz, der nicht guten Sitz verlangt, sondern einen sichern Stand. Fehlt die Standfestigkeit, spurt der Stolperer nicht.

Ihr habt gut lachen. Meinen Sitz wahre ich.

Das Schach besitzt an seinem Brett klare Ränder. Ebenso die Pizza in ihrem Rund. Unser Tisch hingegen birgt keine solch groben Gefahren. Er hat zwar Ecken, und derer nur drei. Ansonsten sitzen wir gelassen und friedvoll den drei Tischkanten bieder und brav wie Ziegen, die gefuttert werden, entlang und schauen, dass sie Welm nicht verletzten. Die drei Achsen der Tischplatte sind so arglos wie die Ränder einer Pizza

Und die wird unseren Welm nicht zu Fall bringen.

Ihm nicht in die Seite treten.

Und auch nicht nach den Stuhlbeinen kicken.

Weder ein Tischbein noch ein anderes Stück aus dem Inventar dieser Bar schlagen.

Eine Tischflanke ist kein Pizzafladen, den man jemandem ins Gesicht schmeissen kann.

Ist viel zu schwer.

Unser Tisch ist stabil.

Die Schwierigkeit verbirgt sich vielmehr in den Regeln, welche die Menschen schachgewandt schaffen und welchen sie als Siegel der Verschwiegenheit ihren Speichel als Kuss der Wahrheit aufdrücken.

Siegel ist statthaft, solange keine Pizza durch die Luft schwirrt und als unerwünschtes Flugobjekt die Wahrheit siegelhaft quittiert.

Keine aller Regeln ist die Allesbestimmende, auch wenn sich zufälligerweise zwei menschliche Bereiche in der Vierundsechzig verknüpfen.

Der Würfel hat es vermutlich so gewollt.

Jetzt ist der Würfel an allem schuld! Wenn Herr Schnepfensskorn sich der Versöhnung mit dem Schach sperrt, kann doch der Würfel nichts dafür.

Fortsetzung

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sch-ach-zzp-die

zzp die

 

Welms Stuhl gerät erneut bedenklich ins Wanken. Nadja stützt ihn. Wollt ihr mich zu Fall bringen? Mir meine Wissenschaft nehmen?

Tunichtgut! Du bleibst auf deinem Stuhl. Niemand kippt. Für solches sind wir nicht hierher gekommen. Wir stehen mit beiden Füssen auf dem Boden, sagen wir Frauen durcheinander.

Stimmt! Denken und Wissenschaft sollen sich versöhnen und vertragen und nicht als Kabar und Welm in ständiger Zickigkeit übereinander her fallen.

Und mit Pizzen nach sich schlagen.

Die beiden verstehen sich doch ausgezeichnet, auch wenn sie immer wieder aneinander geraten.

Welch zauberhaft schönes Bild: Kabar und Welm reichen sich die Hand und fügen Schach und Wissenschaft zu einem Atom zusammen. Das gäbe wahrlich eine wunderschöne Ikone ab.

Ihr Frauen tut nichts anderes, als wie Katzen durch die Zeilen streichen, um mir als Maus an den Kragen fahren.

Eine Maus so gross wie ein Elefant. Da beisst keine Katze an.

Ja, sie finden immer wieder zueinander, wie heute Abend. Auch wenn für einmal nicht Pizza aufgetischt wird, die sie als Schlachtplatte durch die Luft schmeissen können.

Na, dann sollen die beiden sich mal versöhnen und glücklich sein. Der Fladen einer Pizza kann sie hier nicht in Rage bringen. Das Gitternetz des Spielfelds der Schachfiguren und jenes des Periodensystems der chemischen Elemente vereinen sich zu einem tragfähigen Gewebe für ein trautes Stelldichein, um mit dem Dessert als Kalumet auf ihre gemeinsame Zukunft im Geiste anzuessen.

Auf den Indianer sind wir auch noch gekommen. Der Abend ufert aus. Das verspreche ich euch und sag es ebenfalls voraus: Mit dem Rauchen wird nichts, meiner Leber bekommt es nicht.

Wer spricht von Friedenspfeife. Vertragen sollt ihr euch auch ohne Rauch.

Der Vertrag hät‘ nicht mehr Stabilität und Originalität als eine Pizza.

Und was es mit der Pizza als fliegendes Schlagstockargument auf sich hat, das wissen wir zu best.

Darum, wohlauf, und voll auf den einenden Handschlag.

Auch Pizzen sind Schall und Rauch.

Wir wollen uns nicht mit Pizzas die Hand geben.

Wo liegt das Problem?

 

Fortsetzung

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sch-ach-zzo-wendend

zzl wendend

 

Die Katze, um beim Stichwort zu bleiben, bildet das Scharnierstück zwischen dem statischen Schach und der dynamischen DNA, die allem Leben Gestalt verleiht. Manchmal erwirkt diese DNA schöne Gestalten, manchmal solche, die allem anderen Leben widerlich und abhold erscheinen. Die Katze kann lauern, liegen, warten und passen und plötzlich schlägt sie zu und treibt mit der Maus, die sie gefangen hat, ihr Spiel, so lange, wie es der Laune des Katzentiers passt. Die DNA treibt es noch schlimmer als unsere häusliche Miezekatze, ist einfallsreicher. Die molekulare Erbsubstanz von Tier, Mensch und Gemüse setzt auf die Vierundsechzig und baut auf dieser Zahl auf, variiert die Möglichkeiten um ein Vielfaches, als dem Schach gegeben ist. Das Schach kommt immer wieder auf sich selbst zurück, auf die Ausgangsstellung. Eine umgepolte, entwicklungsfähige und somit weiter führende Entwicklung ist auf dieser Basis nicht möglich. Das Schach verfügt zudem nicht über die Geduld, die dem Leben gegeben ist, das immer wieder neu wird und sich dabei unheimlich viel Zeit gibt. Die unendlich bescheidene Zahl der Züge im Schachspiel, verglichen zur Unendlichkeit, der das Leben gehorcht, stösst auf diese Weise irgendeinmal schnell an Grenzen. Die Ursache liegt darin, dass das Schach mit seinem von Menschen geschaffenen Regelwerk als Fussangel doch recht statisch da steht. Das Erbgut des Lebens hingegen unterliegt einer dynamischen Entwicklung, die sich aus dem Vorhergegangenen löst, indem die Regeln keinem rigiden Entwicklungskatalog folgen, sondern Raum für das Experiment schaffen und Fehlentwicklungen zu lassen, die etwa zum naturgegebenen oder menschenverursachten Aussterben von Arten führen, gleichzeitig aber Raum für neue Möglichkeiten öffnen. Dem Schach mangelt es an solcher Fähigkeit. Der Mensch ist nur einer von vielen Faktoren, die in die Gesetzmässigkeiten der Natur hinein mischen und diesen nach Belieben neue Richtungen vermitteln. Beim Schach mischt nur der Mensch mit. Die Fehler sind beim Schach von anderer Natur als im Leben. Das Schach vermag sich nicht selber zu korrigieren und neue Spielformen zu generieren. Der Menschen ändert des Schachs Regeln nicht. Die Natur macht, was will.

Und beide haben die Zahl Vierundsechzig gemeinsam. Auf dieser gemeinsamen Basis lässt sich etwas aufbauen, auch wenn die statischen und dynamischen Auswirkungen auseinander gehen. In diesem wesentlichen Unterschied, seiner Erkenntnis, seiner Wahrnehmung, liegt die Kraft für einen neuen Aufbruch. Das bezeichne ich als das untrügliche Markenzeichen einer gediegenen Ordnung, die nicht, wie ein überladener Karren, im Dreck stecken bleibt. Ordnung muss immer etwas Raum lassen für das, was ich jetzt mal mit Begehren bezeichne. Ich bin durchaus auch der Ansicht, dass diese entwicklungsfördernde Bewegungsfreiheit dem Schach abhanden kommt. Dynamik steht für den Willen, etwas aufzubauen und gemeinschaftlich auf die Beine zu stellen. Das entspricht der Kraft unserer Runde. Wir vermählen Statik und Dynamik, damit etwas Festes wird. Das Werden ist das Ziel. Darauf sollten wir anstossen. Wir sollten diese Erkenntnis feiern.

Was ihr da beschreibt, repräsentiert nichts anderes als den Siegeszug der Radikalen, die euren Ionen im Gehirn gehörig zugesetzt haben. Diese haben ein Gemetzel angezettelt, das bei weitem jenes Massaker übersteigt, welches ein Fressschach auf einem Schachbrett zu inszenieren vermag.

 

Fortsetzung

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sch-ach-zzn-Weise

zzn Weise

 

Halt dein Wasser zurück. Kraft brauchst du dazu nicht. Dein fleischbefreites Becken, Tote, fasst keinen Harn. Du hast keine Macht. Nicht über den Tisch, nicht über dich, nicht über mich. Der Tisch lachte nur, wenn er von deinen Drohungen wüsste. Dein Vermächtnis, das ist keines. Es ist nirgends nieder geschrieben. Das, was du nie nieder geschrieben hast, kann es nicht geben. Es hat es nie gegeben.

Schweig! Mein Reden ist mein Vermächtnis. Auch wenn niemand es hört. Es ist mein Nachlass. Es wird alle einholen. Meine Rache ist mein. Ich will Genugtuung. Sie liessen mich fallen. Ich lasse sie nicht fallen. Des sei du gewiss.

Deine Vergeltung bleibt dein. Weiter geht sie nicht. Gehört oder ungehört. Sie haben nicht die Ohren, um das zu hören, was dein lippenabgetragener Schädel verkünden möchte. Er ist ohne Mund und kann nicht reden.

Grosse Ehre und viel Kraft münzt du mir nicht zu. Du bist ein Abgestorbener. Ein Toter. Gleich mir. Gleich ihnen. Sie werden enden. Warum sitz ich neben dir? Warum vertu ich meine Zeit, in der wir nicht mehr sind? Mit dir? Von dir kommt kein schwungvoll heilender Schneid. Wie von denen am Tisch damals. Als ich von ihnen gehen musste. Der Dicke mich gehen hiess. Ich sollte dich mit meiner Zigarette auslöschen. Ich mache dich nieder. Ich verbrenne dich. Ich mache dich zu Asche.

Rapunzel, Rapunzel, du windest der Geschichte mit deinen ewigen Worten langes Haar. Verlängerst künstlich mit deinem Gerede von nichts und über nichts den unendlich lang wirkenden Abend. Geh, setzt deine Zigarette an das Haar, damit es verbrennt und es deine letzte Kraft zunichte macht. Die Zigarette ist das Einzige, was an dir noch brennt, Aschenwesen. Ich, aus diesem Werk verbannter Erzähler, verbreite nicht mehr Leuchtkraft. Nicht mehr gibt deine Zigarette her. In dieser erloschenen Leuchtkraft treffen wir uns.

Streu Asche auf dein Haupt und geh in dich. Geh ein.

*

Was tanzt ihr da lange herum! Die Antwort liegt auf der Hand.

Na, dann mach sie auf und lass den Spatz fliegen. Die Katz wird ihm schon nach jagen und etwas Kluges aus dem machen, was er hinter lässt.

Fortsetzung

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zzm glückbringende

 

Ich will keine Zettel. Keine Ketten. Nichts von Herz. Will keine Ordnung. Nur noch Rache! Rache, Glungks, umwirbt das Chaos. Rache putzt die Ordnung weg. Kehr die Ordnung auf den Kopf. Köpf, die Fleisch noch an den Knochen tragen und nach Dessert gierig harren. Wirf der Dessert-Runde Glieder in die Hexen-Wanne. Kipp die Pfanne obenauf und untendurch. Des Desserts Platte knalle mit hinein. In die Kiste misch die Silberplatte ein. Patz die Sache nicht. Kapp der Lebenden Kraft. Klipp und klar. Die Mulde werd ihr Grab. Klappre wacker. Kos den Tod. Schlag mal zu, mal laut, mal leise. Kriechend, hüpfend, springend, stolpernd geht der Knochen Gang. Ich hör Trompeten nach den letzten Toten rufen. Knochensplitter wonnig klappern. Knirschend in die Glieder jener fahren, die kreischend streitend kuschen, als ob sie noch am Leben wären. Die feschen keuschen Hexen – gerädert und geerdet – will ich keuchend kesseln hören. Krachen auch der Männer kalt zerstossenes Gerippe. Im Kessel soll die Meute kochen. Auf dem Tisch, da kann nichts werden. Der Tisch ist out. Den hast‘ versaut, Glungks! Gurr du nur. Knochenverächter. Ins Gesicht schmeiss ich dir’s, Gedanke: Auf dem Tisch waltet unbeirrt die Ordnung. Du machst mir Schwierigkeiten. Stehst nicht auf meiner Seite. An meiner Seite. Mir zur Seite. Auf den Tisch will ich dich verbannen. Den Tisch hast du erfunden. Ihn in diesen Raum gesetzt. Und die Fünfzehn darum herum gewindet. Gekleckst hast du. Gekleckst hast du und mehr nicht. Den Tisch hast du scheppernd in meine Knochen gestürzt. Im Gerippe, das zu dir spricht, steht ein Tisch. Du bist ein Scheusal. Du heiligst meine Überreste nicht. Ehrst sie nicht. Wirfst sie den Leuten hin. Sie sollen sich an mir bedienen. Gleich Hunden.

Mehr hast du nicht zu sagen? Mehr hast du nicht verdient. Verzottelte Raucherin. Von unserem Sitz aus fehlt uns der Zugriff auf alles, was uns bewegt. Was regst du dich also auf? Geschichten prägen das Geschehen. Geschichten, die kommen und gehen. Niemand weiss woher. Niemand weiss wohin. Geschichten, märchenhaft, fabelhaft. Du kannst sie in deinem losen Schädel nicht fassen. Sie nicht zum Schweigen bringen. Geschichten sind eine Brise, die das Leben auffrischt. Reden, reden über Geschichten. Geschichten reden. Nur deine Zunge, verfault, vom Tode aufgefressen, spricht nicht, vermag keinem Wort mehr Kraft zu geben. Du bist, Tote, zum Schweigen verdammt. Das Dessert wirst du ihnen nicht weg reden, nehmen können.

Äftze nur Glungks. Plumps. Mein Kiefer klappt schon wieder runter. Kocht sein eigenes Süppchen. Dieses kommt ohne Dessert aus. Kocht, und köchelt ohne Spass und Sehnen, ohne Muskeln, ohne Fleisch und ohne Geist und dennoch kraftvoll. Raue Rache heisst mein Mahl. Mein Biss beisst ohne Zähne. Beisst trotzdem. Verdaut ohne Magen. Ohne Blase. Bepisst die Vermaledeiten. Dein Dreieckstisch wird sie nicht schützen.

Fortsetzung

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sch-ach-zzl-ueberraschende

zzl überraschende

 

Bring Ordnung in die Büchse.

Steigere unser Begehren und mehre unser Wissen.

Nach mehr Leben.

Nach mehr Wissen.

Oh, so viel des Begehrens auf einmal! Das sind zu viele Wünsche. Mit der Antwort kann es nur schief gehen.

Es wird sicher eine lustige Sache mit dem Antworten werden. Heute Abend haben wir schon manch Lehrreiches vernommen. Was wir hören werden, wird uns als ultimativer Zuckerguss das Dessert veredeln.

Es wird Zeit, dass die Antwort den vielen Sprüchen folgt. Wir hocken schon lange auf unserem Dessert. Wenn es noch lange so fort dauert mit dem Reden, wird es uns noch verkommen.

Das Dessert wird mir noch fad, dauert dieses Gerede noch bis zur Dämmerung an, von der man aufgrund unserer endlosen Gespräche nun nicht mehr weiss, ob sie in den Morgen oder wieder in die Nacht mündet. Der Überblick über die Zeit ist mir abhanden gekommen. Wir sollten das Fenster öffnen und nachschauen, ob nicht bald Tag wird oder Nacht schon wieder ist.

Draussen hat’s Publikum. Wir wollen die Antwort hören.

Am Fenster drücken sie sich die Nasen ein.

Sie wollen mehr von Chromosomen und Codons hören, die als Kordeln um Schach und Wissenschaft liegen und den Tanz der Freundschaft in wildem Zahlengelage vollführen.

Die Gier nach Klatsch ist nicht aufhaltbar.

Also, bevor die das Fenster eindrücken, muss die Antwort her.

Sonst reisst die Kordel und Schach und Wissenschaft sind wieder getrennt und wir im schlimmsten Fall auch noch getrennt von unserem Dessert.

*

Ja! Lass die Meute rein. Sie wird die Tischrunde elend zerdrücken. Madengleich. Die Masse bringt den Klugen zum Schweigen. Wir zwei werden die Fünfzehn in ihren Desserts aufeinander beigen. Sie sollen sich gegenseitig in die süsse Masse hinein drücken, tief hinein zu den Muldenmaden. An all dem Zucker ersticken, den du ihnen aufgetischt hast, Glungks.

Du, Herzlose, die du weder über Herzklappen noch Gaumen verfügst, wie willst du sie in Dessertleichen verwandeln? Zahnlose, ohne Sehnen! Dein Sehnen erstickt sich an deiner masslosen Überschätzung, gedachter Knochen, der du nur noch bist. Die Scheibe wird halten. Verzettle nur deine Rache. Ihr ist jede Ordnung abgekommen.

Fortsetzung

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zzk niederschmetternde

 

Toll erzählt. Die Wissenschaft wird zur Geisel des Schachs und dessen Figuren zu Geisseln, welche uns Forschern den Marsch schlagen.

Nicht doch! Noch ist nicht alles gesagt. Schwach sind des Schachs Regeln, denn mit ihnen lässt sich nicht gewaltig wie ein Vulkan spielen. Stark hingegen jene des Erbgutes, auch wenn sie nur durch vierundsechzig Einheiten repräsentiert werden, die jedoch für einen äusserst nachhaltigen Schub in den Zellen sorgen, so dass diese wachsen und sich entwickeln und schliesslich zu einer Blume ausformen –  die knallhart und erbarmungslos von einer Kuh gefressen wird, welcher sich dann der Metzger mit ebensolcher Sachlichkeit annimmt. Das ist der harte Alltag der Zellteilung, die der Mensch erkannt hat. Und all dies fusst auf dieser Vierundsechzig, die auch für die Anzahl der Felder im Schach steht.

Wenn diese Zahl so stark ist, wo liegt dann die Schwäche des Schachs, das diese Zahl mit der Wissenschaft teilt, meine liebe Freundin?

Keine Schwäche! Sie teilen diese Zahl. Sie teilen sie jedoch nicht, so dass sie auseinander fällt und zur Zweiunddreissig wird. Sie teilen die Zahl vielmehr auf jene Weise, welche die Vierundsechzig nicht auseinander nimmt, sondern bestehen bleibt. Nicht dividieren, sondern partizipieren, heisst die Devise. Dieses Zusammenspiel macht die Sinnlichkeit dieser Freundschaft aus. Doch Freunde bestehen nicht aus zwei sich vollkommen gleichen Teilen. Vielmehr hat jeder dieser Teile seine Eigenheiten, welche, sich vermengend, zum Erhalt der Freundschaft beitragen. So verhält es sich auch mit dem Schach und der Wissenschaft. Über allem ruht die Ordnung, die sich mit der Vierundsechzig misst.

Diese kluge Beobachtung entpuppt sich nicht als besonders weise Erkenntnis. Sie kommt in sehr kurzen Hosen daher und will auf diese Weise nur den Menschen verführen.

Hotpants für eine plakative Philosophie.

Wenn der kleine Unterschied nicht wäre.

Und er lautet?

Ah!

Lass die Katze aus dem Sack

Auch Katzengold glänzt.

Fahr in die Wand, so dass Klarheit herrscht.

Öffne die weisse Schatulle.

Wir wollen keine Büchse.

Zerstöre unser Paradies nicht.

Wir wollen nicht die Pandora erjagen.

Bring Ordnung in die Papiere.

 

Fortsetzung

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zzj heimtückische

 

Eine derart blasierte Aussage ist mir schon lange nicht mehr über den Weg gelaufen, wettert Wilhelm. Lasst die Finger von meiner Wissenschaft oder ich schlag euch mit dem Schachbrett über den Kopf.

Sobald dir das Wesen von Wissenschaft und Schach vollends aufgegangen sein wird, wirst du in unseren Gesang einstimmen, flötet Kunigunde munter weiter.

Der Dicke, ich meine Wilhelm, rutscht unruhig auf seinem Stuhl hin und her. Der Tisch sorgt jedoch für Stabilität, so dass der Stuhl nicht ins Wanken gerät.

Wir Frauen stimmen den Abgesang des Abends an. Den Takt gibt der Würfel an. Es soll vorwärts gehen. Der Abend ist bereits weit fort geschritten. An Aufbruch wird zwar noch nicht gedacht. Der Anlass zieht sich schon tief in die Nacht hinein. Von Polizeistunde scheint hier niemand etwas zu wissen. Sie ist ein bisher nicht gehörtes Wort. Kunststück, ist es doch der erste Tag, an welchem das Lokal geöffnet hat. Die draussen stehen nach wie vor Spalier – als ob es ein Hineinkommen gäbe.

Meine Lieben, und ganz besonders all jene, die nichts von alledem verstehen, was Wilhelm so meisterlich in seiner wissenschaftlichen Tätigkeit als sein trautes Tagwerk denkerisch verrichtet, das sage ich euch: Was wir Frauen euch darlegen wollen, befasst sich mit dem Beginn des Lebens. Zur Entschlüsselung dessen, was da abgeht, hat auch der Katzenmensch Schrödinger ein wichtiges Glied bereitgestellt, aber nicht das, welches dem Mann von Natur wegen angewachsen ist und er uns Frauen darbietet. Vielmehr liess unser Katzendenker seinen Geist ausfahren. Er prägte den technischen Begriff – oder besser gesagt: die beiden Wortkoppelungen hereditary code-script und chromose code. Diese Worte beschreiben nichts anderes als die elementare Struktur des genetischen Codes, von dem wir bekanntlich alle allerbestens wissen, dass er allen werdenden Lebewesen vorgibt, wie sie zu wachsen haben. Wir alle wissen zudem auch, dass dieses Script mit seinen vierundsechzig Codons all jene Informationen bereit hält und an die Zellen weiter gibt, die diese benötigen, um sich zu Teilen eines Menschen, eines Frosches, einer Blume, einer Made, eines Virus, gar einer Mikrobe oder eines Geisseltierchens zu formen. In letzterem Falle bildet die Zelle das Ganze. Die vierundsechzig Codons enthalten jene Informationen, welche es überhaupt ermöglichen, dass im molekularen Bereich, der Basis alles Lebens, aus einer Zelle viele Zellen werden und damit Formen entstehen, welche die bunte Palette ausmachen, welche die Natur uns Menschen, selber Teil dieser Natur, präsentiert. Und diese ganze Ordnung basiert auf der Zahl, die auch dem Schach zu Grunde liegt.

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