Ente mit Begleiterin strandet in einem veganen Beet

Pünktlich zum Wochenbeginn offeriere ich euch eine erlesene Krone. Die Geheiminformationen zu diesem Farbenstrauss lauten: Foie gras de canard mit eigener Terrine in einem veganen Beet. Diesmal als „special guest“: Der Gruss aus Schottland.

 

Nicht nur über die Farben spricht diese Zusammenstellung an. Sie ist auch vom Geschmack her äusserst ansprechend.

Als Beilage empfehle ich einen einfachen Blattsalat, garniert mit frisch geknackten Baumnüssen. Das Tüpfchen auf dem „i“ bei dieser Beilage stammt aus dem Werk „Der perfekte Nussmord“. Niemand will eine Nuss lange leiden lassen. Darum ist es sinnvoll, den Nussknacker klug anzuwenden. Langes Drücken auf die Nuss und vorheriges Herumfuchteln mit dem Knacker birgt keine Vorteile. Das eine erhöht den Schmerz, das andere die Furcht. Solcherart an die Nuss gegangen führt zur Aussage: „Der perfide Nussmord“. Darum den Rat: Den Nussbrecher schnell ansetzen und kurz und fest drücken. Aber nicht zu fest, sonst zerstört beim Aufbrechen der Schale der Druck auch den Kern. Am Schönsten wirkt er, wenn er als ganzes Stück. als „Racks de noix“ sozusagen, über der Salatanordnung liegt.

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Die Vegan-Schnecke

Im Bild: Ein Rudel Veganschnecken in freier Natur.

Veganschnecken im Rudel ©

Und weil diese Tiere so schön und niedlich anzuschauen sind, hier grad noch einen Schnappsschuss von ihnen. Diesmal sind sie in Begleitung zweier Schutzleute:

Veganschnecken im Rudel mit Schutzleuten ©

 

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Ein Stück Erde

Diese Erde ist garantiert vegan, enthält keine Tiere, die dem Gemüse an die Wurzeln gehen. Bio, das die Chemie abwehrt, ist alter Haferkäse, verglichen mit diesem Feld, aus dem alle Würmer, Mäuse, Grillen, Raupen und Motten, Hasen und Rehe entfernt wurden, welche Elementarspuren in Produkten, die aus diesem Humus heraus wachsen, hinterlassen.

Garantiert Tierfrei ©

Dieses Gelände wurde erfolgreich denaturiert, so dass selbst Vögel nicht mehr über den Ort fliegen und somit auch nicht mehr ihren Kot, Nahrung gebend, über diesem Gelände ablassen. Hier liegt also die Erde, der jedes Tierische abhanden gekommen ist und auf der das Gemüse mit dem Siegel absolut tierfrei wachsen kann.

Garantiert Tierfrei ©

Solches freut die Wohlstandskinder, welche in den Betonwüsten der Städte von einer unbeschadeten Natur mit dem Siegel „Nur kein Tier“ träumen.

Die hier vorgestellte Erde ist die Garantie dafür, dass sich in allem, was auf ihr wächst, keine Spurenelemente irgendeiner Fauna befindet.

Aber die Welt kennt durchaus vernünftige Leute. Auf seine solche Person sei darum mit Nachdruck hingewiesen. Die ist wirklich Megan:

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Die Venedig-Kopenhagen-Harmonie

Der Gotthardpass – in diesem Menü symbolisch als kleiner Berg in Form des Schweizer Kreuzes dargestellt – ist seit jeher eine äusserst wichtige Nahtstelle zwischen Nord und Süd. Der Pass verbindet in dieser Speiseanordnung auf ganz klassische Weise die Meeresfrüchte des Nordens mit jenen des Südens und stellt auf diese Art eine Symbiose verschiedener Lebensformen dar. Das vegane Beiwerk fördert den Eindruck lieblicher Vollkommenheit dieser geographisch-kulinarischen Komposition, bei welcher als Grundton und somit tragendes Element das bezaubernde Blau der Europäischen Union hineinleuchtet.

Die Venedig-Kopenhagen-Harmonie ©

Dieser Teller würdigt auf eindrückliche Art den grossen Schweizer Pass – nicht jenen, den man in die Hosentasche steckt und der einfach nicht zum Blau der EU passen will. Der passt auch nicht recht als Beilage in ein gastronomisches Menü. Der Gotthard hingegen bildet einen Kreuzungspunkt verschiedener Kulturen, auch wenn er, wie im vorliegenden Fall, unter exotischem Fremdeinfluss steht. Der Granatapfel zeigt aber mit seinem knalligen Rot im Wappen der Schweiz, dass das Land doch recht offen ist für Neuerungen und kulturelle Einspielungen von Aussen. Der Teller beweist: Aufgrund der Aufgeschlossenheit, für welche der Pass steht, ist er das Zentrum Europas.

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Die giftige Note des Herbstes

Nun wird es bitter ernst: Der Herbst sendet seine giftigen Grüsse. Der Sommer ist weit weg. Bis er wieder kommt, dauert es noch eine ganze Ewigkeit. Trauern nützt nichts. Da kann man nur noch in Pilze beissen.

Manch einer hat den Biss in den Pilz nicht überlebt und verschied vor Winteranfang.

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Aufstrebendes Gemüse

Ein Blumentopf ist schon was Wunderbares. Meinen Füller habe ich zwischen die Pflanzen gesteckt und über Nacht sind mir daraufhin neue Ideen für meinen Blog erwachsen. Seitdem benütze ich den Blumentopf als Inspirationsquelle. Ein Hexenkessel ist rein gar nichts dagegen.

Heute Abend werde ich mein Laptop zwischen die Blumen quetschen. Mal sehen, was der Topf mir in diesem Fall an neuen Ideen zustecken wird.

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Lass dich nicht vom Mensch verführen

Leckerbissen für einen Karnivoren – nur nicht wegschauen! Krude Kost ist eine Wirklichkeit, der sich der Mensch nicht entziehen kann – seit Jahrtausenden. Mit dieser ist er geworden, was er ist. Der Mensch ist kein Produkt aus Blättern und Wurzeln. Er ist ein Produkt der Vielfalt. Dies kann zum Teil bitter anmuten.

Vor Hundertausenden von Jahren beschloss der Mensch, gescheiter zu werden. Er fing damit an, das Fleisch, das er erjagte, zu braten, kochen und sieden. Das Naturprodukt wurde bekömmlicher und, was besonders wichtig für die Entwicklung des Menschen war, leichter verdaulich. Der Körper benötigte weniger, um die Kost zu verdauen. Energie wurde frei. Diese kam der Entwicklung des Hirns zu Gute.

Das war ein kluger Schachzug. Der Mensch setzte sich vom Tier ab und wurde intelligent. Heute hat der Mensch, oder wenigstens ein Teil der Menschheit, vor dem eigenen Mut Angst. Er will auf den Fleischverzehr verzichten. In der Folge einer ökologischen Gehirnwäsche hat er dem Tier den Krieg erklärt und will es nicht mehr essen. Gewissen Leute wollen der Natur einen Teil ihrer Natur wegnehmen.

Gut versorgt mit fleischbefreiten Produkten aus den Massengemüsezuchten, gekauft im Supermarkt, bewegt sich der Mensch zurück in die Vor-Vorzeit des Fleischgarens. Der Mensch ist auf dem besten Weg, sich wieder zum Affen zu machen. Da lob ich mir den Hund, der nach wie vor dem Fleisch nicht aus dem Wege geht. Seinen Fang gönne ich ihm. Aber! Den wünsch ich mir nicht auf meinem Teller, weder geschüttelt, noch gekocht.

Kulinarisches geht über den Tod. Das vergessen alle, die sich über die Nahrungsmittelindustrie versorgen und missachten, dass eine Rippe mit dem ganzen Sammelsurium an Nerven, Sehnen, Fettgeweben und Muskeln, die dafür sorgen, dass sich das Tier bewegen kann, einmal ein Fell um sich hatte. Das Tier hat seine Würde. Es kann aber nun einmal nicht aus dem Nahrungskreislauf genommen werden, den die Natur dem Menschen vorgibt. Darum sei dem Hund gesagt: Lass dich nicht vom Mensch verführen – und ihm als Teilveganer, der auch mal ein Stück Fleisch ist, gewünscht: Guten Appetit!

 

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Parkierte Muscheln kalt gegessen

Parkierte Muscheln kalt gegessen, erwärmen das Herz.

Der lebende Beweis, dass diese „Moules parquées“ wirklich kalt gegessen wurden:

Im Gegensatz zu allen anderen Muschelgerichten werden diese Muscheln vor dem Verzehr nicht gekocht… Serviert wird dieses Gericht in Belgien. Schmeckt vorzüglich. Es ist von Vorteil, wenn man bei der Zubereitung wirklich frische Muscheln verwendet. Der Magen bedankt sich mit Wohlergehen dafür.

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Sisyphos at work

Dieser Hund heisst zwar Dädalus. Er verrichtet aber die Arbeit des Sysiphos.

Für alle, die nicht wissen, wer Sysiphos war, sei auf diese Stelle verwiesen. Sie vermittelt einen ersten Einblick von Sysiphos‘  Schaffen, das von keinem Erfolg gekrönt wird. Zum guten Glück ist der Grieche ein Einzelfall, der keine Entsprechung in der heutigen Zeit findet – ausser eben beim Hund Dädalus, der gerne etwas erreichen möchte, aber einfach nicht des Wassers Herr wird. Sein Namensgeber Dädalus hatte wenigstens noch ein Ziel. Welcher von den beiden Dädalus besser in die aktuelle Arbeitswelt passt, beantwortet der Hund mit seiner Aktivität gleich selber.

 

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Nachtgedanken

Die lange Sommerabende können bis tief in die Nacht hinein führen. Sobald die Sonne untergegangen ist, gehen neue Lichter an. Ihr Schein weist die die physische Strahlkraft jenes Sterns auf, der die Erde im Tagestakt aus dem Dunkel ins Helle herausholt und ins Schwarze wieder hinab senkt.

Hier ist die Rede von einem Licht, das für den Menschen gleichbedeutend scheint wie die Sonne. Der Mensch wäre ohne all das, was er spricht und schreibt, nichts mehr als eine Blume oder ein Tier, das ohne Erinnerung vor sich hin lebt und bei Bedarf weg gesteckt werden kann.

Da lobt sich das Klügste aller Geschöpfe seines Griffels, der ihn durch die Nachtstunden begleitet und aufschreibt, was den Tag erleuchtet – heller als die Sonne, die manchmal nur trübe in das Gemüt des Menschen strahlt, wenn er für einmal wieder in Schwermut sinkt.

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