Die Spargel einmal anders

Zu Wochenbeginn als Appetizer die Spargel einmal anders. Ganz unverfänglich als Begleiterin eines Huhns – oder mit anderen Worten gesagt: Das Huhn irrt durch den Spargelwald. Schmeckt sehr gut und ist absolut nachahmenswert. Dieser Ansicht ist in diesem Fall auch das Huhn selber.

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Absoluter Frühlings-Hochgenuss – nicht zu überbieten

Der absolute Frühlingsgenuss: Brennesselsuppe mit Ei und Spargel, verziert mit Hasenohren – so was gibt’s frisch nur im Mai. Diese Speise ist an symbolischen Elementen, welche auf kleinem Raum zusammen gezogen sind, nicht zu überbieten. Brennessel und Spargel stehen für die Frühlingsreinigung des Körpers, der Spargel vertritt zudem gemeinsam mit dem Ei und dem Hasen die Fruchtbarkeit, welche im Monat Mai ihre Triebe nach allen Seiten ausbreitet:

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Spargelentgiftung im Frühling

Spargelüberdruss gibt es nicht. Heute schlagen die Leute zu, wenn es um Spargel geht. Dieses Frühlingsgemüse ist köstlich und bekömmlich. Die Zubereitung findet in zahlreichen Variationen statt. Meist gibt es Weisswein dazu. Aber Vorsicht!

Es kann zu einer Spargelvergiftung kommen, wenn man zu viel von diesem wunderbaren Stück Natur isst. Zu viel an Spargel kann die Gicht fördern. Der Gefahr, die aus diesem Stängel kommt, kann entgegengewirkt werden, wenn man dem Wasser-Effekt des Krauts etwas entgegensetzt. Als besonders geeignet erweisen sich in diesem Zusammenhang fettige Würste, die sich, in Ringe geschnitten, ästhetisch wunderbar an die Form der Spargel anschmiegen. Fett und Gemüse schaffen gemeinsam einen gesunden Ausgleich. Der Körper verwässert nicht.

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Schokolade-Osterhasen sind nicht vegan

Dieser Schokolade-Osterhase

ist solidarisch mit dem Kaninchen Gustav beim Metzger Murr, denn auch er ist nicht vegan.

 

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Vegan Cocktail

Gehört in jede Bar:

Der Vegan-Cocktail

Vegan Cocktail | © Georges Scherrer

 

Er pflichtete wortreich bei. Den Blumenkohl und die Broccoli nehme er aus Gewissensüberzeugung vom Verzehr aus, denn eines oder beides zu essen und dieses gelte für beides, käme einem Mord gleich.

 

Der Vegan-Cocktail (in diesem Fall: Himmbeer, Limette) passt hervorragend zu Bio-Wurst und Vegan-Burger.

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Vegan Drink – gerührt und nicht geschüttelt

Zum Montag: Der Drink der Woche

Vegi Drink – gerührt und nicht geschüttelt

Vegan drink – stirren,  not shaked

Für alle, die James Bond 007 nicht kennen:
James Bond requested that his Martini be „shaken not stirred“? Would it make any difference?

 

 

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Träume, die wahr werden

Aus aktuellem Anlass drängt sich die folgende Erweiterung im Teil sch-ach-tm-Hand auf:

 

„Heute geht er in die Reithalle. Träume, die den Kopf verdrehen, werden manchmal wahr. Gespenster, die den Menschen verfolgen, gehen. Plätze schreiben die Geschichte neu. Als hätten sie den Ruf von Boy Cott gehört, der sich immer wieder als Rufer in der Wüste sieht, auf einmal aber erhört wird. Das Tragen des Namens lohnt sich. Die Markthalle, deretwegen er den Namen trug, wird wieder eröffnet. Der gesellschaftsfeindliche Investor fiel auf die Nase. Das Gastrecht der Gastfreundschaft hält wieder Einzug in dem wunderbaren Ort. Solches Geschehen erinnert an ein Märchen, das in Erfüllung geht.“

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Der Präsident und sein Volk

Aus aktuellem Anlass sei auf eine Textstelle in Sch_ach hingewiesen, die leicht erweitert wurde. Es geht um den Streit zwischen Jan Böhmermann und einer Gestalt, die hier nicht namentlich genannt werden soll. Nicht das Recht, aber der Anstand verbietet es.

 

Schafe für den Schlachthof | pixabay vbidasoro CC0

 

„Die aus einem Text gestrichenen Wörter nehmen einem Roman seine Schlagkraft und betrügen die Menschheit um ihre Geschichte. Die Puristen klittern sie um. Die Sklaverei kann von neuem beginnen.

Heute sind wir wieder so weit, dass Namen lebender Politiker unter Denkmalschutz gestellt werden, sodass sie der harschen und bissigen Kritik der Satire entzogen werden. Die Sprache wird ihrer Tiefgründigkeit beraubt und auf die einfache Oberfläche der Scheinheiligkeit gehievt, auf die Ebene diplomatischer Sprache zu Lasten der Menschenrechte einzelner Individuen und Völker. Wer die Sprache ihrer verschiedenen Ebenen beraubt und Kunst und Literatur ihrer Möglichkeiten entmündigt, ebnet Diktatoren den Weg. Das Verbot des ‚Schmähgedichts‘, seine Indexierung durch westliche Demokratien, als wären sie selber die vatikanische Zensurbehörde in Person, bildet nicht den roten Faden eines konsequent politisch freiheitlichen Handelns, sondern das Auslegen eines roten Teppichs für eine Person, die man wahrlich nicht ‚Präsident‘ nennen kann, sondern die sich als Wolf am liebsten ein Volk aus Schafen hält.“

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sch-ach-zzzzct-Schluss

Hiermit endet Sch_ach, das mit den Sätzen beginnt:

Unter dem Tisch suchte er nach der Figur. Sie war nicht zerbrochen. Dessen war er sich sicher. So schlecht konnte der Zug nicht gewesen sein.

 

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sch-ach-zzzzcs-als

zzzzcs als

 

So stolziert der Pfau durch die Zeiten. Doch dein Werk ist eingebunden in eine Zeit. Darum beende es. Höre auf den Pfau. Schau auf die Zeit, die vor dir steht. Übergib ihr dein Werk. Hör auf. Wenig redegewandt und variierend in den Worten rat ich dir: Dein Werk ist zu Ende geschafft. Der Pfau, der durch die Zeiten in diese Zeilen gefunden hat, wird weiter schreiten. Dein Werk wird bleiben. Das Werk des Pfaus ist kein Kram, nicht kraus; kein Kranz, der sich kopieren lässt. Dennoch gleichen sich der Pfau, der sich nicht selber geschaffen hat, und das Werk, das der Schreiber geschaffen hat. Wir sind beide vollendet. Spreiz nach getaner Leistung die Finger aus. Lehne dich zurück. Beginne das Buch zu schliessen. Aller Anfang ist schwer. Auch jener vom Ende. Mit meinen farbigen Federn, die ich als breiten Busch vor die aufrichte und so über den ganzen Horizont und über diesen hinaus entfalte, den du in deinem Blickfeld ausmachen kannst, zeige ich dir den Endpunkt. Lass dich durch dieses einmalige Mirakel inspirieren. Bewundere das Schauspiel, dass sich aus all meinem Federn wie ein glitzernder Wasserfall mit deinen Zeilen zu einer wunderbaren Schöpfung vereinigt. Vereint blicken meine hundert Augen mit tausend Menschenaugen in eine Zeit, die vorbei ist, die kommen wird. Nicht trennend weitet sich unser gemeinsamer Mantel aus. In dieser Welt wird dem Menschen so vieles unter verschiedenen Deckmäntelchen hingeworfen, die als Denkmäntelchen das Leben schwer machen wie einen niederdrückenden Ballast, unter dessen Joch Tausende leiden. Unser Mantel ist jedoch ein wunderbar schwebender Regenbogen, der sich immer wieder wieder holt, ein Augenblick, der niemals vergeht. Das Bild steht. Was willst du daran noch ändern? Halt ein. Bremse dein Wirken und geniesse als vollendet, was vor dir steht wie die Liebe, die sich erfüllt. Lass dich überwältigen vom Abschluss deines Schaffens. Es befindet sich im Zustand des Wesens, das sich für die Anderen ausgibt als eine Vielfalt von leuchtenden Augen, welche sich gleich deinem Werk mit meinen Augen vereinigen. Wir stehen für einen Traum, den du nur durch dein Weiterschreiben zerstören kannst. Die Liebe will, dass du bei einem bestimmten Punkt einhältst und sie gewähren lässt. Sie lässt sich nicht steigern. Tausend Augen schauen und wünschen, dass des Pfauens Pracht sich über die ganze Welt ausbreitet und alle bösen Augen ausblendet, die Zwist und Schlimmeres in diese hinein legen; wünschen, dass Frau und Mann, Pracht des Werdens, Männer mit Männern, Frauen mit Frauen, alles was lebt, was einfach leben will, in unserem Prachtkleid Herberge findet. Der Verbindungen sind viele. Wir zwei, du und ich, meine Federn, dein Opus, bleiben unbegreifbare Werte; Bauteile, Beispiele für eine auf Hoffnung und Vertrauen gebaute Welt. Mehr werden wir nicht sein. Mehr können wir nicht sein. Hör auf den Pfau, der alle Zeiten besteht und deinen Stift ehrt im Wissen, dass dein Werk nicht aufgeputzt daher kommt wie ein Pfau, sondern selber ein Pfau ist.

Solchen Worten ausgesetzt, legt der Schreiber aus der Hand die Feder, voller Respekt für das packende Federspiel, das der Pfau ihm entgegen hält und dann, kurzerhand, unbeeindruckt, wieder langsam schliesst. Der Pfau geht einen Schritt weiter. Bleibt stehen.

Der Pfau öffnet noch einmal das Rad, sein Rad, ein letztes Mal, bevor das Werk schliesst und dieses den Weg ebnet für alles, was nach ihm kommt, für alles Kommende.

Komm, Ende!

Oh! Matt! Das Spiel ist aus. Der Spieler grüsst, dreht sich um und verlässt den Platz. Stoppt, blickt zurück. Das Schach ist bereit für das nächste Spiel. Das letzte Blatt ist beschrieben. Der Spieler verlässt endgültig den Ort.

Die Zeit geht, das Vergessen tritt ein. Das Einzige was bleibt, ist die Ordnung, die niemand versteht.

***Ende***

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