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Der Pfau, schliesslich, hebt ob solchen Redens nur den Kopf und setzt an zum Schlussstrich, der den roten Faden kappt, bändigt auf diese Weise die Lust des Schreibers am herum fabulierenden Zeilenziehen zu Ehren des Geschöpfs, das vor ihm sein buntes Wesen treibt, indem er frisch und fröhlich sein natürlich und ungekünstelt gewachsenes Kostüm, Ausdruck ungetrübter Schöpferkraft, anschaulich, unreserviert und ohne Tarnung der staunend ihn umgebenden Gesellschaft darbietet. Ja, da steht er in all seiner Pracht. Bildausfüllend vor seinem Publikum. Kein Rufer in der Wüste, sondern ein Meister, der Wald und Welt mit viel Grazie, Wohlgestalt, Stattlichkeit, Pracht, Pomp und Prunk für sich einnimmt.

So stellt der Pfau sich zur Schau. Ein Blendwerk, das der Schreiber ausstechen, geradezu überwinden will. Doch der Pfau zwinkert mit all seinen Augen und sagt, mit seinem kurzen, monotonen Schrei seine Rede einleitend: Einmal ist Schluss, das Ziel erreicht. Schau mich an, der Schönheit treffendst vollendeter Beweis. Soll ich weiter wachsen, noch mehr gedeihen, anders werden? Meine Harmonie zerstören? Einmal ist Schluss, das Ziel erreicht, der Strich gezogen. Dein Werk ist vollendet. Lehne dich zurück und breit die Seiten aus zum Federwerk, das dem meinen gleicht. Dein Werk ist vollendet, lehne dich zurück und geniesse, was du geschrieben, wie ich das Federkleid geniesse, das ich für uns öffne. Lege deine Blätter aus als Mantel, über welchen die Blicke all jener streichen können, die deine Worte bewundern. Wer den Pfau nicht versteht, sich seinen Reizen nicht aus zu setzen weiss, wird nicht hinblicken und der Schönheit, die das Auge erfasst, wohlwollen. Unsere tausend Augen vermögen an solcher Stelle nichts. Überspring darum den Ort und öffne wie einen Fächer, über dessen Ränder dein Auge zum Leser schaut, den Mantel deiner Schrift. Er wird jene schützen, die dein Werk verstehen. Alle anderen sollen an ihm vorbei gehen wie auch all jene, welche meine Schönheit nicht zu schätzen wissen, sie nicht schätzen können. Damit du aber den Mantel überhaupt öffnen kannst, musst du ihn fertig stellen. Darum sage ich dir: Beende dein Werk. Schreib die letzten Zeilen. Geniesse ihren Anblick. Erst das vollendete Werk vermag seine Schönheit vollends zu entfalten. Halt ein in deinem Lauf. Lasse das Flicken an deinen Ideen. Öffne die Zeilen nun zum weiten, vollendeten Fachwerk, das all deine Sätze meinen Federn gleich zu einer Paradenummer zusammen fasst und sich aus Eckpfeilern, Bögen und Sparren zusammen fügt. Werde meinem Balg gleich. Verpass nur nicht den Endpunkt. Entlass dein Glanzstück in die Welt. Lass die Finger von deinem Prachtstück. Tu deinen Griffel weg, lege ihn bei Seite. Meine Worte wiederholen sich wie die Farben in meinem Kleid, das nicht als kunterbuntes Feuerwerk von Unbeständigkeit daher kommt, sondern für Beständigkeit steht. Dein Mantel bildet als eine ungeheure Vielfalt an verschiedensten Ideen ein geschlossenes Werk. Schliesse nun dein Werk. Es wird ohne dich weiter gehen. Verabschiede dich von ihm. Miss dich am Pfau, der sein Federwerk öffnet, nicht, um es neu zu gestalten, sondern lediglich um es immer wieder neu zu präsentieren als ein Präsent an alle, die sich in der Zeit bewegen; aufmacht für Bewunderung und auch Kritik. Es gibt Leute, die mögen keine Pfauenfedern. Denn sie kitzeln diesen zu sehr an der Nase. Das hassen diese eitlen Leute.

 

Fortsetzung

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