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zwk Konsumenten

 

Für jene namenlose Schicksalsgemeinschaft im hohen Norden des europäischen Festlands bedeutete dieser epochemachende Schritt eine schillernde Revolution. Das leder-, stoff- und fellbekleidete Erdenwesen hat vor sechstausend Jahren in Carnac viel gelernt und mit einem stattlichen Heer von massigschweren Steinen eine solch beeindruckenden Vielfalt dargestellt, die noch heute die ungebrochene Faszination jenes fernen Winkels am Rande Europas ausmacht.

Mit jener singulären Leistung könnten wir Geisteswissenschaftler, Konsumenten, Volkswirtschaftler, Betriebswirtschaftler, Landvermesser und Landarbeiter von heute uns messen und auf eine ebenbürtige Ebene hieven, wenn es uns gelänge, anstatt des sattsam bekannten Geldes ein neues System zu entwickeln, dass diese pekunäre und kreditkartenlastige Bezahlungsart überflüssig macht. Bis jetzt wurde kein valabler Ersatz für das allgegenwärtige Zahlungsmittel gefunden, kein gerechteres System für den Waren- und Leistungsaustausch als das omnipotente und omnipräsente Geld und die davon abgeleiteten Zahlungsvarianten wie bargeldloses Zahlen. Gelänge eine solch epochale, geschichtsverändernde Entdeckung, könnte diese gleichberechtigt neben die exquisiten Alignements von Carnac gestellt werden.

Eine solche Öffnung konnte in den vergangenen Jahrtausenden nicht erreicht werden. Ein weltwirtschaftlich bedeutendes, ökonomisches Carnac steht heutzutage noch aus.

Damals, in jener urzeitlichen Wildnis am unermesslichen Ozean, hatte man sich in einer neuen Ordnung gefunden. Man stand nicht mehr eng beieinander wie im Kreis, eng, um Geschlossenheit zu demonstrieren, zog sich nicht in die eigenen vier Wände aus verdichtetem Erdreich, festgeklopftem Lehm, gebündeltem Schilf und zusammen genähten Fellen zurück. Carnac bedeutet vor allem eine gewaltige Öffnung des eigenen Geistes.

Man stand auch nicht in engen Linien nebeneinander, um sich Schulter an Schulter gegenseitig vermeintlichen Schutz und notwendigen Mut gegen einen drohenden Feind zu geben. Die straffen Linien halten vielmehr grosse Abstände zueinander, die grosszügig Durchlass gewähren – geistig für Neues. Nicht Verteidigung ist angesagt, sondern Neugier.

Die breiten Abstände, die offensichtliche Öffnung machen den unverwechselbaren Reiz des historischen Carnacs aus. Die spektakulären Steine stehen nicht dicht an dicht. Der Zukunft will keine klumpenhaften Dolmen und verschlossenen Cairns. Denken will Freiheit und Luft.

 

Fortsetzung

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