sch-ach-zwl-billig

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Ein ganz kühner Gedanke sei hier noch präsentiert, auch wenn gewisse Spötter daraufhin den Kopf schütteln werden: Falls unsereins seine genetischen Wurzeln und somit seinen Ursprung wirklich vor Hunderttausenden vor Jahren in Afrika hat – was der Fall ist – und über Asien und womöglich später auch über die Strasse von Gibraltar nach Europa vorgedrungen ist, dann bildete Carnac am nordwestlichen Zipfel des europäischen Festlandes einen absoluten Endpunkt der bis dahin endlos wirkenden Wanderungen. Nach Carnac, das verglichen zum hohen Norden noch milde klimatische Verhältnisse bietet, folgt das heutige französische Departement Finistère, das dem Atlantik und seinen winterlichen Widrigkeiten vollständig ausgeliefert ist. Dort geht es nicht weiter. Das Gebiet wird auf drei Seiten von der unendlich gross wirkenden Meermasse umschlossen. Gegen Westen hin kommt nichts mehr, das der wenig seetüchtige Landbewohner zu jener Zeit ergehen konnte. Nur noch die Sonne, die jeden Tag im Atlantik untergeht.

Setzten diesem allabendlichen naturgegebenen Untergang die damaligen Stämme eine eigene, neue übergeordnete Denkweise des aufstrebenden Aufgangs entgegen, des geistigen Erwachens? Sicher, es wäre anmassend zu erklären, dass im steinzeitlichen Carnac das systematische Denken begann. Das Denken setzte weit früher ein. Carnac steht aber für das resolute Bemühen, mit einem methodischen Überlegen, das nicht aus dem hohlen Bauch heraus wächst, ein grandioses Unternehmen anzugehen. Allerhand tiefgründige Gedankenarbeit wurde mit brillantem Einsatz in jener geschichtsvergessenen Zeit geleistet, um diese neue Ordnung zu ebnen, dieser quasi mit einer sichtbaren, alle alten Weisheiten niederstampfenden Dampfwalze einen nachhaltigen Weg in die bevorstehende Zukunft zu bahnen.

Als konkrete Bahnen zeigen die kristallklaren Steinsetzungen geleiseartig den entschiedenen Kurs hin auf eine neue, abstrakte Ordnung, welche nicht die nahrungsgebenden Meeresfische in die sicheren Fallen der heimtückischen Reuse treibt oder das scheue Wild in die todbringenden Speersperren gut organisierter Jägermeuten führt, sondern in die geistig aufleuchtenden Sphären entsperrter, durchlässiger, neuer Dimensionen gedanklicher Feinarbeit.

Dort, wo heute die Sonne im strahlenden Teiche untergeht, wie einer der berühmtesten griechischen Dichter vor bald dreitausend Jahren sang, jenseits des Atlantiks, erhebt sich ein markantes Spiegelbild dessen, was diesseits des grossen Meeres steht. New York nimmt mit seinen hohen und dann wieder weniger aufragenden Häuserzeilen die überraschende Architektur der exzeptionellen Stätte an der fabelhaften Bai im französischen Departement Morbihan auf.

 

Fortsetzung

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