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Das würde auch für unsere Runde gelten, wenn sich unter uns Personen befänden, die nicht den Schönheitsvorstellungen der einladenden Inhaber dieses Etablissement entsprächen, bemerkt Vladidir.

Schöne Menschen dürfen reklamieren und fordern, verkündet Janie.

Unter uns ist nun niemand nicht nicht schön. Das bringt unseren Herrn Schuster in eine arge Zwickmühle. Er kann einfach nicht ausweichen und sich hinter dem Tresen verstecken, sondern muss unsere Reklamationen anhören, ernst und sachlich nehmen. Und die Sache hat einen Namen: Dessert! Wo bleibt das Dessert? Diese Frage gibt Fussg mit strengem Ton vor.

Es muss auf den Tisch und zwar frisch und nicht aufgewärmt oder nachgewärmt, weil es unbeachtet und vernachlässigt in einer Ecke stand und nicht aufgetischt wurde. Wir warten bereits lange, hält meine beste Freundin fest.

Es kann schon mal jemand auf seinem Smartphone nachschlagen, ob in der Gegend eine Konditorei geöffnet hat, wo wir eine Süssspeise auftreiben können, die wir uns selber als Dessert hinstellen. Diese Unfreundlichkeit kommt von Wladimir.

Ich schliesse mich an.

Wir bestimmen eine Delegation, die sich auf den Weg macht, meint die dicke Nadja.

Das Schreiten und auch das Streiten ist meine Sache nicht. Das Dessert aber schon. Um mich diesem nicht in den Weg zu stellen, halte ich es für richtig, dass ich mich für den Einzug Anderer als mich in diese Delegation ausspreche. Ich schliesse mich also als Mitglieder einer solchen aus und muss es auch tun, weil mir Bewegung im Moment und darüber hinaus nicht gut bekommt. Das Fett will seine Ruhe haben und die Muskeln wollen es darum nicht tragen, meint Welm dick und breit.

So kommen wir natürlich nicht weiter. Das von uns so sehr begehrte Naschwerk entfernt sich immer mehr, wenn alle den Kopf einziehen und sich auf diesem durch Kurt herum treten lassen. Wenn sich niemand auf die Strasse wagt, um nach einer süssen Verführung zu suchen, bleibt uns nichts anderes, als kulinarisch zu verzagen. Kurt führt uns ein weiteres Mal vor, so wie er es mit der Maroni bereits getan hat, warnt Kaspar.

Also, wenn sich niemand dazu entschliesst, diese Delegation zu bilden, dann können wir ja beschliessen, das Sahneteigkonfekt nach Sankt Nimmerlein zu schicken und es so endgültig unserem Zugriff zu entziehen. So würden klare Verhältnisse herrschen. Oder anders gesagt: Das Dessert rettet sein Haut, uns schrumpft die Haut, weil das Fleisch nicht mit Süssem nachgestopft wird und eingeht.

Fortsetzung

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