sch-ach-zeq-Arbeitsopfer

zeq Arbeitsopfer

 

Das Gespenst, das an uns vorbei in die Tiefe gestiegen ist, zeigt Klasse.

Bevor wir dazu kommen, unser Erstaunen darüber zu äussern, was wir eben gesehen haben; in Worte zu fassen, was uns widerfährt; uns tief in die Augen zu schauen, um auf diese Weise zu prüfen, ob das, was wir geschaut haben, Wirklichkeit ist oder ob wir alle irr sind und an unseren Sinnen zweifeln sollen – bevor wir also das alles tun und vollbringen, geht es hinter der Theke erneut mit Geräuschen los.

Wiederum taucht Kurt Schuster auf, diesmal nicht die Schuhe voran, aber als erstes sein Kopf. Er grinst uns an und tritt strahlend hinter der Theke hervor. Drei Flaschen im Arm. Er stockt und bemerkt: Ach, der Wein ist schon serviert. Ich stelle diesen in die Reserve zurück.

Als ob er vergessen hätte, dass er eben solchen bereits mit dem Lift zu uns nieder gelassen hat. Es wird sich wohl kaum eine weitere Person droben befinden.

 

Das Donnerwetter

 

Herr Kurt Schuster! Was Sie sich da leisten – Sie wissen genau, was ich meine! Nicht dieses ganze Auf und Ab! – Wilhelm ist ganz plötzlich und mit ungeheurer Geschwindigkeit hochgefahren. Eine solche Behändigkeit hätte ich ihm nicht zugetraut. Sein Stuhl liegt am Boden. Wilhelm donnert mit hochrotem Kopf Kurt an, der ihn mit den warnenden Worten zu unterbrechen versucht: Herr Schnepfensskorn, nur nicht aufregen! Denken Sie an Ihren Blutdruck!

Wilhelm achtet der gut gemeinten Worte nicht: Sie sind unverschämt! Was Sie sich da leisten, ist ein ganz besonderes Stück Unverfrorenheit! Das ist ja allerhand, was Sie sich da gestatten!

Ich dachte nur, wendete Kurt ein. Jetzt halten Sie aber gewaltig still! Es gehört sich, dass ich Ihnen diese Gans mit ihrem ganzen Inhalt an Ihren dummen Kopf werfe und zwar mit einem gewaltigen Schwung und mit ihrem Fett Ihr Hirn knete, so dass darin etwas Leben aufkommt. Ich muss mich setzen, sonst krach ich zusammen. Die Last, die ich mit Ihnen habe, ist einfach zu schwer für mich. Nadja, hilf mir, hol mir den Stuhl rauf, bevor sich dieser Taugenichts noch einmischt. Er mischt sich immer in die Dinge ein und auch dort, wo er gar nicht soll. Dem gehören die Ohren lang gezogen.

Fortsetzung

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