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Aber nur ein Drittel, sonst fällt der Zweidrittel-Vorsatz ins Wasser.

Wir zwei werden uns ganz sicher nicht mit einem Stück Ragout, einer Marone und einer Broccoliknospe zufrieden geben. Da muss schon mehr auf den Teller, damit wir beide überhaupt zugreifen.

Nun, bei dem Teller wird voraussichtlich das Zwei-Drittel-Prinzip berücksichtigt werden: Ein Teil Fleisch, eine tolle Knolle und ein Häppchen Gemüse. Ist also kein Grund, nicht zuzuschlagen, auch wenn wir über die Grösse der Portion noch gar nicht gesprochen haben.

Beipiellos klein. An einer Marone ist noch niemand satt geworden.

Maronenpüree, gut vermantscht und durchgekocht! Das nährt. Ich als überzeugter Plektarier stehe auf solche Küche.

Was ist denn das?

Im Hinblick auf die Marone müssen bei der Essenszubereitung alle Möglichkeiten an Varianten –

Abarten.

– der Nahrungsverarbeitung ausgelotet werden.

Ich stehe nicht auf Frischnahrung, wie etwa die Kuh.

Eher wie das Schwein: Je durchgekochter, desto schmackhafter.

Ich stehe auch nicht auf Garküche. Äpfel, Salat, gedämpfter Blumenkohl, du meine Güte, so etwas esse ich nicht. Das ist völlig ungesund, auch gegartes Fleisch. Frisch gepresster Fruchtsaft! Da stehe ich Kopf! Solches quillt aus den Poren. Hände weg davon. Gar gebratenes Fleisch! Davon schrumpft meine Nase und ich kriege Krämpfe. Und erst Käse! Wenn man in diesen hinein beisst, dann drückt er zwischen den Zähnen hindurch wieder hinaus. Davon kriege ich ganz einfach Backendrücken und Bauchgrimmen.

Was isst du denn dann, wenn du dir alles verbietest?

Weiche Spaghetti, verkochte Saucen, einen Crèmehaufen, in Vanille gezogen Mus, einfach alles, was tausendfach verarbeitet ist. Leckerbissen, aus denen alle Natur heraus gepresst ist. So gehe ich als Plektarier kontinuierlich den Würmern in den Früchten konsequent aus dem Weg. Marmelade, zuckersüss, Brot, nein. Im Brot ist das Getreide noch viel zu stark präsent und mit dem Geruchssinn greifbar. Durchgewalkte und durchgepresste Maronenpüree mit Preiselbeergeschmack verfremdet hingegen, daneben noch etwas gesüssten und geschlagenen Rahm, dem das Fliessen ganz eindeutig abhandengekommen ist, das muss wahrlich köstlich schmecken. Und oben auf die liebliche Montage Glykosesirup und als krönenden Abschluss einen Lolli! Solches führt zum Höchsten der Gefühle. Ich lobe in mir den Plektarier.

Hör auf, sonst vergeht uns noch der Appetit.

Unsereins hat es da viel einfacher. Wir mogeln nicht mit den Zahlen, indem wir uns als Eindrittel oder Zweidrittel-Vegetarier ausgeben, sondern stehen dazu, dass wir einheitlich durchgestaltete Nahrung zu uns nehmen.

Bist du ein Veganer?

Fortsetzung

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