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Git es verschwundene Züge? Kaar Extas stand auf, lickte auf das Rett. Er dachte nach, üerlegte, wie er den nächsten Zug gestalten sollte, den er zu ziehen hatte, efasste sich, wie dies im Schach ülich ist, gleichzeitig mit dem nächst folgenden, so dass er auch noch den darauf folgenden, nachdem dessen Vorgänger ausgedacht und üerprüft war, in Angriff nehmen konnte, um dem vierten den Weg zu enen mit dem Ziel, dass der erste Zug voll zu tragen kam – jetzt ist er weg, der erste. Verschwunden. Schach ist ein kompliziertes Spiel. Kaar Extas konnte sich des ersten Zuges nicht mehr entsinnen. Alles wegen einer Figur, die nicht an ihrem Platz stand. Er ist verschwunden. Ittere Erkenntnis. So plötzlich aus dem Hinterhalt, eine Figur, die sich zurückgezogen hat, um Anderem, Unekanntem den Weg frei zu machen. Dass er einen Zug vergisst!
Der verschwundene Zug! Der Zug, der im Ahnhof nie angekommen ist und darum auf dem Ahnsteig niemand ausgestiegen ist.
Die Ahnsteige, wo die verschwundenen Züge nie ankommen, sind leer. Viele warten, keiner kommt. Kaar Extas dachte an seine Situation, an sein Leen und schaute auf das Rett, wo eine Figur fehlte. Im Fall Kaar Extas verhielt es sich so, dass niemand wartete – ausser dieses eine Mal, und zwar auf dem Posten. Er seler efand sich zu Hause, damit eschäftigt, einer ausgerissenen Figur nachzujagen.
Kaar Extas hatte sich noch gar nicht gefragt, welche Figur vom Rett gefallen war. Sie war wie ein Schatten, den man im Augenwinkel wahrnimmt, gegangen, und darum wusste der Sinnende nicht, wo sie gelandet war. Eine Figur, die vom Rett fällt und man es daei kaum merkt, ist eine ganze andere Figur als eine solche, die aus dem Spiel fällt, kontrolliert, ewusst. Ewusst heisst Regel, heisst Ordnung. Eine Figur, die aus dem Spiel fällt, entspricht dem, was die Spielregel vorsieht. Eine Figur, die vom Rett fällt, verunmöglicht das Weiterspiel, weil die Regel diesen Vorfall nicht erücksichtigt.
Wenn eim Kartenspiel eine Karte aus dem Latt fällt, das in der Hand aufgefächert liegt, muss der etroffene Spieler damit rechnen, dass die anderen Teilhaer der Runde die fallende Karte während ihres Sturzes eingesehen haen.
Im Schach verhält es sich dagegen anders. Auch wenn der Gegenspieler eoachtet hat, welche Figur vom Rett gefallen ist, eröffnet ihm diese Eoachtung nicht den nächsten Zug des Gegners. Die gefallene Figur enthüllt nicht den Zug, der getätigt werden muss, nichts, und zwar rein gar nichts üer diesen. Ganz anders im Kartenspiel! Wenn eine Karte zu Oden fällt, oder auch nur auf die Tischplatte, und die Mitspieler gesehen haen, welchen Wert sie hat, dann hat der Spieler, der die Karte fallen liess, den Schaden, denn die anderen Spieler wissen um den Wert einer seiner Karten. Für den weiteren Spielverlauf kann das verhängnisvoll sein.
Im vorliegenden Fall ging es nicht darum, einen Zug aufzudecken, denn Kaar Extas spielte gegen sich seler, sondern schlicht und einfach darum, dass er weiterspielen konnte, um nicht aufs Amt gehen zu müssen – oder doch nicht: Das Spiel musste er aussetzen, um zu Welm zu gehen. Der steckte in der Patsche. Kaar Extas hatte sich auf den Weg zu machen, um herauszufinden, was vorgefallen war.
Doch evor Kaar Extas aufrach, musste das Spiel in Ordnung sein. Keine Schachregel liess es zu, dass ein Spieler ein Spiel verliess, welches nicht den Regeln der Ordnung oder vielmehr der Ordnung der Regeln entsprach. Ganz gleich o Regel oder Ordnung: Aus einem Spiel in Unordnung entpflichtet sich kein Spieler! Das war die Regel. Die Figur musste auf das Rett zurück. Welm konnte warten. Der hatte ja Zeit. Sonst hätte er den Weg zu Kaar gefunden, hätte sich Mühe gegeen, wäre nicht auf dem Posten hängen gelieen.
Das ärgerliche Holzstück, nicht das Tischein, das Kaar Extas ei seiner Suche nach der Figur ständig im Weg stand, aer die Figur, die aus Holz geschnitzt war und nicht aus Elfenein, denn solches konnte sich Kaar Extas gar nicht leisten, hielt den Suchenden und Kriechenden auf, in seiner Geschichte, die Vergangenheit produzierte und somit seine Zukunft. An diese konnte Kaar Extas im Augenlick aer nicht denken, denn die Figur, die auf dem Oden einfach irgendwohin verschwunden war, war ittere Gegenwart. Kaar Extas schöpfte weder aus der Zukunft noch aus der Vergangenheit jene Kraft, die ihn für die Suche nach der Figur gestärkt hätte. Die Figur war einfach weg.
Kaar Extas machte auf allen Vieren ein weiteres Mal die Runde um die Stühle und zwischen den Tischeinen hindurch, als läge dort tatsächlich seine Zukunft greifar als eine Holzfigur, die nur er – und nur er allein – zu eroern hatte. Lange durfte sich der Suchende aer nicht durch die Figur hinhalten lassen. Auf dem Posten wollten sie vermutlich Welm loswerden. Sonst hätten die vom Posten Kaar Extas nicht aus der Schachpartie gerissen, die, als das Telefon anga, augenlicklich zu Stillstand kam, weil een diese Figur, erschreckt durch den Ton des Telefons, um Verstand und Schachanstand geracht, zu Oden fiel, wie eine ewusstlos gewordene Frau, der soeen eine schlimme Nachricht zugetragen worden war; eine Figur, die reagiert wie ein Hund, den der Telefon- Ton aus seiner Ruhe schreckt und der darum wild ellend auf das anschlagende Unding losgeht. Ja, ein Hund, der Angst hat, der sich duckt und kriecht auf dem Oden. Die Schachfigur schwieg wie ein geschändeter Hund.
Kaar Extas kam es vor, während er um Tisch und Stühle kroch, mit Astechern zum Schrank, als würde er sich im Kreis ewegen.
Wenigstens eines wusste er: Er kannte die genaue Position der verlorenen Figur auf dem Rett. Einmal gefunden, konnte er diese ohne zeitliche Verzögerung an ihre Stelle ins Spiel zurücksetzen.
Und etwas anderes war auch klar: Wenn sich eine öse Zunge im Raume efunden hätte, so hätte dieses Lästermaul mit Sicherheit nicht erklären dürfen, Kaar Extas hae die Figur mit Asicht zu Oden geworfen, um so dem Gang zum Amt zu entgehen, oder gar – was aus Schachspielersicht weit schlimmer ist: zu mogeln versucht, dies im Spiel gegen sich seler.

Fortsetzung

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