Archiv der Kategorie: Sch_ach

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Schmal und zierlich wie der spitze Schnabel des Vogels steht sie feinschenkelig und brustbetont im Zentrum der Liveband, die ihre Lieder abspielt, im Kreis der phosphorizierenden, zuckenden und glitzernden Lichter, und artikuliert jene Worte, die sie melodienreich in die Runde der Verzauberten wirft.

Die exhibitionistisch zwitschernde, flötende und raunende Lieblingsdame des Publikums legt ihre Stimme um sich wie der Pfau seinen Federnkranz, bannt aller Augen auf sich. Beide stehen auf ihre Art in einem Rahmen voller Farbe, Glanz und Geschmack. Sie geben sich von ihrer besten Seite, den Blick voll nach vorn gerichtet, aufreizend offensiv und doch besonnen, um die Gestalten, die sie betrachten, einzunehmen.

Im gleichen Atemzug gewähren sie als einzigartiger Wasserfall an Schönheit dem Gucken der Gecken geiler Gier Gelegenheit zur Luststeigerung und Gastrecht; nähren der Gärenden ungestillten Brand nach süsslüsternen Lustbarkeiten und löschen diesen nicht; sondern schüren ihn in der Lichtschau ohne Lichtscheu noch mehr.

 

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Der Pfau schlägt sein Rad über der Beiden schutzbefohlene Körper. Schadenersatz wollen natürlich von dem Vogel all jene Soldaten, die auf Frauenfreuden, Männerglück, Liebesbefriedigung verzichten müssen, welche der Pfau schützt, stattdessen in zeitverschwendendem Dienst nur Eisen, Schinderei und Schuhfett als alternative Pfauenfedern erhalten. Diese triefen lediglich vor Pech, Schweiss, Filz und Mief. Dem Pfau wird Übles angetan.

Ganz anders ergeht es den Loverboys: Diese Sommervögel erfüllen bei den Damen in Plüschpolstern, umgeben von einem gediegenen Ambiente, ihrerseits ihren radeprächtigen Dienst: Charmant, zuvorkommend, geschmückt mit dem besten Trumpf des Pfaus, dessen bunter Strauss überdies mit schönen Worten aufgemacht, umgarnen die Lustknaben die Verehrte. Freudenvoll und farbenfroh zelebrieren sie die Liebeskunst, gewürzt mit einem Schuss Aufdringlichkeit.

Ihren Strauss an Pfau breitet im blitzenden Licht der Bühne auch die Sängerin aus; wenn sie an den Rampenrand tritt, mit weicher Stimme ihren Körper einlullt und schützt; ihre femininen Formen den bewundernd blickenden, hörenden Zuschauern und Zuschauerinnen offeriert.

 

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sch-ach-zzzzca-der

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Der Pfau, wenn er nach seiner Art geschlechtlich weit die Pracht seines Gefieders öffnet und in seine Federnblüte keck wie eine Lanze Hals und Kopf stramm und stark in das Bild setzt, bereit für den Liebestanz und dem anschliessenden Liebesakt – eh, ja, der Mann hebt Schultern und Brust und grüsst vom Tisch, die Frau zurück. Er traf ihren Blick, der, umrandet von einem wunderbaren Kranz aus feinem Haar, zu ihm fand. Oder verhält es sich umgekehrt? Hebt der Mann, gleich dem Pfau, dieser Hals und Haupt, er Schultern und Brust, grüsst vom Tisch die Frau zurück, bar aller Wunden, vertrauensvoll und herausfordernd?

Bezauberndes Spiel des Pfaus. Sein Rad ein Gruss. Reine Schönheit. Süsse Verwirrung der Sprache. Pfauenstark. Zerbrechlich wie eine Feder des Pfauenrads ist zuweilen die Sprache. Auch wenn ein neuer Kontakt zwischen zwei Menschen entsteht.

Der Anblick des Pfaus entfacht grosse Sprengkraft, entstandene Bilder zerstieben sehr schnell, die Inspirationen erhält aus dem Federnmeer frische Eingebungen und die Aufmerksamkeit wendet sich neuen Gebieten zu, so zum Beispiel Aktivitäten, die allerlei Kurzweil versprechen: Eine Strasse ist ins trübe Licht einer schwach rot leuchtenden Laterne getränkt. Der Weg führt zu einer Bar. Dieser nähern sich der gefreite Freie und die gefeierte Konkubine und nehmen sich für die Liebe einer kurzen Nacht auf.

 

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sch-ach-zzzzbz-Dummheit

zzzzbz Dummheit

 

Etliche Blüten gehen auf, weiten ihre Blätter. Andere ballen sich zusammen und formen einen Kolben. Stängel biegen sich leicht weg, der Flor an deren Spitze geht mit. Was sich zu einer Spitze geformt hat, stösst auf einmal vor, hinein in den Kelch, den die andere Blüte bildet. Diese, empfangsbereit, zuckt vor und wieder zurück und fordert, auf diese Weise lockend, der Auserwählten phallisch zugespitzte Blütenlippen zum Liebesspiel heraus.

Derart aufgeweckt stösst der erregte Stil steif und steil wie ein Pfeil in die offene Scheide. Feuerrot. Diese angegriffen, geht selber zur Tat über, umschlingt die Blüte, die sticht, noch einmal, immer noch, eng umschlungen, beide vom Begehren beseelt, von der Begierde geleitet, Leben zu wecken – oh vieldeutige Gültigkeit. Leben teilen heisst Lust fördern.

Des Pfaus erhabener Kopf, vor dem wippenden, gespreizten Federnbett stolz erhoben, zahlt der Schönheit der mit lustgefüllten Leibern, sich anmutig bekämpfenden Blüten Tribut. Jede Feder des Pfauenbusches grüsst als Ebenbild vollkommener Harmonie die ringenden Liebesleiber, die sinnliches Wohlgefühl austauschen und stärken. Gewinnt der eine, gewährt der siegende Körper die Oberhand, um unterlegen neue Kraft zu schöpfen, zu geniessen, was Leben heisst, erneut zu starten. Die Lust weitet Leib und Fleisch und umschliesst die fünf Sinne und den Verstand. Wer liebt, will leben und dass gelebt wird.

 

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Die Blumen stehen in zwei Reihen, einander gegenüber gestellt. Als ein Doppel-Spalier. Wie zum Paartanz bereit. Der auf Berührung basiert. Körper zu Körper. Körper an Körper. Jede Faser gespannt. Die Sehnen sehnen sich auf die Vereinigung in der Bewegung. Tanz, der verbindet. Die rotgelippten Blütenkelche blicken sich erwartungsvoll an. In einer Farbintensität, Anspannung, Majestät, die nur der Federring des Pfaus wiedergeben kann.

Eine der beiden Blumenreihen beginnt sich zu rühren. Auftakt zur Begegnung. Die schmalen, nackten Stängel nähern sich tänzelnd der anderen Reihe, beginnen die wartenden Stöcke zart anzustossen, beschwingter zu berühren, in schlüpfriger Absicht zu umschlingen.

Des Pfaus farbenfrohes Kleid nimmt auf seine Art die nuancenreichen roten, gelben und grünen Tönungen des beginnenden Reigens auf. Die Begeisterung der einander sich umfassenden und wieder trennenden Paare steigt, die Gier steigert sich. Die Liebesgespanne geraten aneinander, ineinander.

 

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zzzzbx gegen

 

Ein Feuerwerk, das eine ungeheuer reich kolorierte, mannigfaltig Pracht über die Leinwand legt. Leinen, besprengt mit ungezählten Eindrücken und ebenso vielen flimmernden Schönheitssporen, ein Rausch der Sinne.

Der Pfau, nicht ein Abbild des Waldes, sondern eine Wiedergabe der Welt, der Gesellschaft, der blauen Nacht, aus der tausend Pupillen schauen, alles ausfüllend wie das Sternen gefüllte Rad des eindämmernden Firmaments, nachdem die Sonne hinter dem Horizont verschwindet; überwältigend wie eine bunte Blumenpracht, die sich aus einer Rabatte erhebt, aufsteigt, aufragt, steil, lustvoll.

Ein weiteres Bild: Der Pfau bleibt vor einem Blumenbeet stehen. In samtenem Grün schimmern die Pflanzenstängel. Die Blüten blitzen in vielerlei Rot. Keck reckt der Pfau den Kopf vor seinem gewittergrünen Federbausch hoch und tut, ins Beet blickend, mit einer kurzen, leicht schlängelnden Bewegung des vollblau leuchtenden Halses so, als gäbe er ein Zeichen.

 

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zzzbw Kampf

 

Wie eine riesenhafte Muschel gespreizt das Kleid, ihr an Erhabenheit jedoch nicht ebenbürtig, sondern diese weit übertrumpfend mit dem klaren, vielmustrigen Gefieder, ragt der Pfau als Wand auf. Ein wunderbares Gemälde öffnet sich: Erstarrt blickt ein Schlangenkopf in den Federnring, gebannt durch die zahlreichen Augen, welche ihn aus den zart gebauten Wedeln anstarren.

Am Perlmutt beisst sich die Schlange die Zähne aus. Am Gewand, das der Pfau vor ihr öffnet, scheitert schon vor dem Angriff der Mut. Aus tausend Schönheitssplittern setzt sich der Federschmuck zu einem gebogenen Ganzen zusammen, zu einem mächtigen Schild von aussergewöhnlichem Liebreiz. Der Schlange Kopf weicht zurück und taucht weg.

Wer mit huldvoller Achtsamkeit in dieses Schutzschild hinein schaut, dem stockt der Atem. Jede Feder eine Botschaft. Ein Blendwerk mitten ins Gesicht. Ein Rauschen geht durch den Wald. Aus den Federn des Pfaus springen tausend Augen, sprengen das Bild, das in alle Richtungen davon fliegt. Ein Fächer aus Farben. Ein Fach, das keine Schublade, keinen Knoten, keinen Knorks kennt. Sondern Explosionen.

 

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zzzzbw Der

 

Wenn der Pfau sein Gefieder weitet und kühn und stolz durch sein Geviert schreitet, nachts und tags, sticht er die Spinne glatt aus. Diese, verhockt und verborgen mit ihrem Netz, reicht dem Pfau nicht den Strauss. Er entfacht ein Gewerk, entfaltet es zu einem gewaltigen, breit ausfahrenden Gewebe. Wird auf diese Weise zu Farbe. Kein Geflecht aus Fäden, sondern das gezogene Glückslos erlauchter Erlesenheit geht durch den Wald vorbei an Bäumen, die den dahin Schlendernden nicht zurück halten.

In grösster Selbstverständlichkeit zieht er sein mantelgrosses, untadeliges Federwerk hinter sich her, hebt als ein vielellenlanges Gebilde vom Boden ab und setzt sich, fliegend hinauf wie ein von einem unsichtbaren Bogen geschossenen, fabelhaft kolorierten, magischen Pfeil, auf einen Ast. Bleibt trotz seiner Fülle an keiner Dorne, keiner Staude hängen.

Der Pfau trat seinen Siegeszug in Urzeit an. Ungeachtet des unbequemen Geschlepps hat er alle Zeiten überlebt. Durch alle Netze hat er sich trotz seines überschäumenden Pomps unbeschadet hindurch bewegt und steht da und öffnet seinen Federbusch.

 

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zzzzbu Pourshajari

 

Die Ordnung, welche die Seefahrer erstmals um die Erde führte, war zu ihrer Zeit massgebend. Sie brachen die Logik von der flachen Erde auf und machten sich auf hinaus aufs Meer. Sie folgten der Logik, die damals zum Erfolg führte. Der Pfau dagegen schreitet durch die Welt, als ob es die Logik nicht gäbe.

Er putzt sich auf und zieht durch den Wald, entfacht seine Herrlichkeit, entfaltet sein Gefieder und nichts vermag ihm etwas anzuhaben. Jahrtausende hat er überstanden und mit seinem Federkleid die Gefahr geblendet.

Unpraktisch und überbreit, jeden Zoll der überbordenden Grazie anheim gegeben, stolziert er bar seiner Feinde über Wurzelgewirk und durch Weidwerk in der Nacht blaue Geborgenheit hinein, den Morgen selber als Strahlenmeer begrüssend, den Blick hin zur Sonne gerichtet.

 

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zzzzbt Reza

 

Der Pfau wandelt durch die Welt als unlösbares Rätsel, das die Zeitalter unbeschadet übersteht, obwohl die Natur diesen sonderbaren Vogel solcherart ausstaffiert, dass er aufgrund seiner Federfülle in jedem Netz hängen bleiben müsste, sobald er sein Gefieder aufmacht.

Viele schöne, wunderbarfarbige Federn spreizt der Pfau auf und zeichnet damit ein grandioses Gemälde. Stolz und schön im Gegensatz zur Spinne, die heimtückisch ihr unheimliches Netzwerk an unbescholtenen Orten auslegt.

Der Pfau entfaltet Pracht, während sich die Spinne im Überlebenskampf übt und arglistig tarnt. Welch ein Kontrast zwischen Spinne und Pfau. Beide haben die immerwährenden Angriffe nach allen Seiten, welche das Dasein prägen, überlebt. Auf ganz unterschiedliche Weise. Die Ordnung, welcher die Spinne folgt, ist bekannt. Welcher Ordnung folgt der Pfau?

 

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