Ab in den Kübel

Manchmal wirken Gerichte, als hätten diese direkt von der Gasse in die Gosse gefunden und würden erst danach als Speise auf den Tisch gesetzt. Beim vorliegenden Fall entsteht jedenfalls dieser Eindruck. Wenn ich all das Gewürm seh, das auf dieser Speiseplatte frisch und fröhlich herum kriecht, dann kann ich nur noch das Gesicht verziehen. Ich verstehe, warum viele Leute ihre Finger von von Fisch und Fleisch lassen und kulinarisch zölibatär leben.

Ehrlich gesagt! All dieses Getier, das glitzernd, grün oder gelb daher kommt und sich unordentlich in den Tellern platziert, als seien diese nichts anderes als Kehrrichteimer, in welche man einkehrt, nachdem man die Nacht durchgezecht hat, erweckt wenig Appetit und fördert die Hungerstillung nicht. So ungefähr kommt mir diese Komposition vor.

Man weiss gar nicht, ob das nun Fleisch, Fisch oder Vogel ist. All dieses Gezücht! Es ist nicht ersehbar, ob sich da Engerlinge und Fischeier in die Masse hinein gestohlen haben oder ganz einfach nur die vulgäre Made in den Haufen gekrochen ist.

Das Ganze wirkt so, als seien die vorgesehenen Speisen unkontrolliert in die Anrichte geraten und danach mit spitzen Fingern, Messer und Gabel vorsichtig über die verschiedenen Teller und Platten verteilt worden.

Als hätte der Miesefisch beim Einkauf zugebissen, sodass er von den Fingerbeeren nicht mehr abgeschüttelt werden konnte und so auf den Teller fand.

Aber, Hand aufs Herz, so schlimm wirkt dieses Gericht nicht, wenn man es im richtigen Licht betrachtet:

 

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Eingeordnet unter Kulinarium

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