Lass dich nicht vom Mensch verführen

Leckerbissen für einen Karnivoren – nur nicht wegschauen! Krude Kost ist eine Wirklichkeit, der sich der Mensch nicht entziehen kann – seit Jahrtausenden. Mit dieser ist er geworden, was er ist. Der Mensch ist kein Produkt aus Blättern und Wurzeln. Er ist ein Produkt der Vielfalt. Dies kann zum Teil bitter anmuten.

Vor Hundertausenden von Jahren beschloss der Mensch, gescheiter zu werden. Er fing damit an, das Fleisch, das er erjagte, zu braten, kochen und sieden. Das Naturprodukt wurde bekömmlicher und, was besonders wichtig für die Entwicklung des Menschen war, leichter verdaulich. Der Körper benötigte weniger, um die Kost zu verdauen. Energie wurde frei. Diese kam der Entwicklung des Hirns zu Gute.

Das war ein kluger Schachzug. Der Mensch setzte sich vom Tier ab und wurde intelligent. Heute hat der Mensch, oder wenigstens ein Teil der Menschheit, vor dem eigenen Mut Angst. Er will auf den Fleischverzehr verzichten. In der Folge einer ökologischen Gehirnwäsche hat er dem Tier den Krieg erklärt und will es nicht mehr essen. Gewissen Leute wollen der Natur einen Teil ihrer Natur wegnehmen.

Gut versorgt mit fleischbefreiten Produkten aus den Massengemüsezuchten, gekauft im Supermarkt, bewegt sich der Mensch zurück in die Vor-Vorzeit des Fleischgarens. Der Mensch ist auf dem besten Weg, sich wieder zum Affen zu machen. Da lob ich mir den Hund, der nach wie vor dem Fleisch nicht aus dem Wege geht. Seinen Fang gönne ich ihm. Aber! Den wünsch ich mir nicht auf meinem Teller, weder geschüttelt, noch gekocht.

Kulinarisches geht über den Tod. Das vergessen alle, die sich über die Nahrungsmittelindustrie versorgen und missachten, dass eine Rippe mit dem ganzen Sammelsurium an Nerven, Sehnen, Fettgeweben und Muskeln, die dafür sorgen, dass sich das Tier bewegen kann, einmal ein Fell um sich hatte. Das Tier hat seine Würde. Es kann aber nun einmal nicht aus dem Nahrungskreislauf genommen werden, den die Natur dem Menschen vorgibt. Darum sei dem Hund gesagt: Lass dich nicht vom Mensch verführen – und ihm als Teilveganer, der auch mal ein Stück Fleisch ist, gewünscht: Guten Appetit!

 

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