sch-ach-zzzzbo-Meinungsfreiheit

zzzzbo Meinungsfreiheit

 

Er schummelt. Was grau und braun auf dem Waldboden liegt, betört, schimmert zuweilen als Blendwerk, solange es noch als Blattwerk an den Ästen hängt. Dann spielen die Blätter, windgerührt, mit dem Sonnenlicht, das sie auffangen und als unzählige, kleine Spiegel in ganz verschiedene Richtungen auswerfen. Das zuverlässig anmutende, sommers ewig grüne Blattwerk zeigt sich dann auf einmal kokett als ein hell flimmerndes, dichtes Girlandenspiel, das in den Bäumen hängt und silberne Lichtstrahlen in die Gesichter der Betrachtenden wirft.

Kein Kunststück also, dass alles, was sich im Wald bewegt, den ausgelegten Fängen nicht entgeht. Das Netz wird dem Einen zum Netz, der selber Netze legt. Was wundert’s, dass sich die Netze ineinander verfangen, gegenseitig behindern und schwer auf alles legen, was lebt.

Gesellschaft, Wald, das Ich, sein Selbst, alles verbindet sich zum Netz, das sich, von tausendfach Knoten gehalten, zerlegt und selber wieder weitere Netze anknüpft. Vernetzt nennt sich der Mensch; verfangen hält er sich an Netzen, deren Herr er nicht ist. Netze, die nach ihm greifen, Meister im Umschlingen eines jeden, der ins Netz fällt.

 

Fortsetzung

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