sch-ach-zzzzbc-Fatemeh

zzzzbc Fatemeh

 

Vermeintlich meint der Mensch, er kontrolliere gleich der Spinne das Netz, das er gelegt. Das Netz ist jedoch nach ihm ausgeworfen. Der Mensch schuf für sich selber das Schachbrett und somit ein Netz, in dessen Maschen und Muster er sich tummeln kann. Gleich einer Spinne schiebt er sich durch die Regeln, die er geschaffen hat. Folgt der Ordnung, die er aufgestellt und schaut nach Opfern aus. Jede Schachfigur ist eine potentielle Beute, die sich allein, so lange sie noch auf dem Brett steht, der Angriffe der Spinne zu erwehren vermag.

Ganz wie der Mensch im Netz, das er über den Erdball gesponnen und gelegt hat. Hungrig nach den Anderen breitet er seine Begehren, Sehnsüchte und Schweinigkeiten digital aus, um gleich der biederen Hausspinne, der schwarzen Witwe, der beissgefährlichen Dornfingerspinne oder der brandgefährlichen Sydneytrichternetztarantel elektronisch nach einer physisch, fleischlich oder geistig verwertbaren Mahlzeit zu suchen und die Kontrolle über die fremde, unbekannte Art zu erlangen. Der Mensch frisst seinesgleichen. Wo lauert die Spinne am Netz, das der Mensch gelegt hat?

Zuweilen vergisst der Homo sapiens, dass nicht nur er selber Schlingen auslegt, sondern ein ganzes Heer sich am Aufbau beteiligt. Der Einzelne weiss dann gar nicht mehr, wo überall die Spinnen auf der Lauer liegen, vor denen er sich immer weniger fürchtet und zunehmend weniger in Acht nimmt.

 

Fortsetzung

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