sch-ach-zzzzam-Schibanowa

zzzzam Schibanowa

 

Der Gang durch den Wald gedeiht zu einer ausführlichen Geschichte. Der Gang zunächst einmal, der sich zwischen den eng und weniger eng zueinander stehenden Stämmen öffnet und unter den Wipfeln einer langen Galerie gleich Raum frei lässt; ein Weg, der kristallklar durch den Waldesraum führt. Eine weitläufig Flur, die sich Luft getränkt zwischen den hoch hinauf ragenden Baumriesen weithin als Landstrich ins dichtbewachsene Terrain erstreckt. Die offene Wegfläche gestattet es, seine Zeit auf wunderbare Weise grosszügig zu vertun und endlos im Duft sich wandelnder, naturreiner Räume zu dümpeln.

Dann der federnde Gang über den dichtreinen Waldboden. Wurzeln legen Unebenheiten in die Erdoberfläche. Gräser streichen über die Schuhe. Gerten von Sträuchern, Äste am Niederstamm schlagen an die Beine jener, die Abkürzungen suchen und diese auch nehmen oder nach neuen Zielen Ausschau halten und schliesslich, ihrer Intuition und Neugier folgend, eine ganz andere Richtung als jene nehmen, die der Weg vorgibt.

Der letzte Gang, bei dem man ein letztes Mal durch den Wald geht, begleitet von Stichen im Herzen, um Abschied von ihm zu nehmen, weil man weiss, dass man ihn nie mehr betreten wird. Sei’s, weil man die Gegend verlässt, um sich anderswo nieder zu lassen. Sei’s, weil man weiss, dass die Kräfte dem Alter ihren Tribut genug gezahlt haben und nicht mehr dazu reichen werden, einen Spaziergang in den Wald an zu treten.

 

Fortsetzung

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