sch-ach-zzzzah-Freiheit

zzzzah Freiheit

 

Ein Werk, das lediglich noch für sich steht, vor sich hinplätschert wir ein fischleeres Gewässer, ohne Gestalten, nur mit Worten angereichert, die mit schönen Mustern Sätze klöppeln, befriedigt bloss den Schreiber. Was! Jammern! Ich erwische mich an der Nasenspitze. Bevor ich selber in ein Netz falle, gilt es weitere Netze aus zu werfen, in welchen sich neue Figuren verfangen, mit denen ich meine Geschichte weiter spinnen kann.

Die alten Kleider werde ich ihnen nicht überziehen. Nicht die Sätze, die meiner Geschichten und Gedanken Kleider lediglich nur mehr sind. Meine ehemaligen Mitspielerinnen und Mitspieler haben sich neuen Horizonten zugewandt, solchen, von denen ich gar nicht weiss, dass es sie überhaupt gibt. Die früheren Gespielinnen und Gespielen haben ihre Gewänder abgelegt und schreiten in anderer Garderobe weiter.

Ist die Literatur ein Kleiderschrank, in welchen nach geleisteter Arbeit die Shorts, Mäntel, Jacken, Hemden, Socken und Schuhe der Figuren gesteckt werden? Der Leser ein Kleiderausbürster? Die Leserin eine Wäscheschrankausmisterin? Die Literaturkritik ein Dresscode? Das ganze Schankinventar Motten und Spinnen ausgesetzt, die zwickend und zwackend zwischen die Kleider fahren und ein Netz auslegen, das alle Zukunft fernhält, über alle Stoffe mit der Zeit ein Laken zieht, unter welchem die Kostümgalerie langsam verschwindet und dem Staub verfällt?

 

Fortsetzung

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