sch-ach-zzzzag-die

zzzzag die

 

Der Netze einnehmende Gestalt wirkt als klar vorgesetzte Struktur, obwohl diese Geräte oft der Tarnung dienen. Sie sollen etwas verstecken, das nicht geortet werden darf, wollen selber aber nicht gesehen werden. Unsichtbar machen sollen sie die Fallen, die ausgelegt wurden, um an Opfer und somit Nahrung, Stoff, heranzukommen, der den eigenen Heisshunger befriedigt, sei dieser nun durch den Magen gefördert, den wissensdurstigen Geist oder das kalkulierte Machtstreben.

Auch die Sprache ist ein Netz voller Fallstricke. Fallen, die sich zu einem Gitter dicht verschmelzen, bis es fest und engmaschig kein Durchkommen mehr gewährt und jener, der reden will, sich auf einmal und mit der Zeit immer mehr wie ein Falter vorkommt, der, gefangen gesetzt, der umnetzten Umgebung nicht mehr entkommt. Falter, der wie in einem schlechten Traum langsam den Raum füllt, bis er schwarz wird und zuletzt nichts mehr zu sehen ist.

Alle Figuren, die mich begleitet haben, sind gegangen, lassen mich draussen stehen. Schwärze ist um mich. Wo soll ich hin greifen von der Gewissheit geführt, dass ich nicht ein Netz tuschiere, welches mich urplötzlich einnimmt wie ein Hai, der nach mir schnappt? Meine Figuren haben mich gehen lassen, als ob sie die Nase voll hätten von meiner Geschichte und mir. Wo halte ich mich fest?

 

Fortsetzung

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