sch-ach-zzzo-Gefaengnis

zzzo Gefängnis

 

Keine Angst, meine werte Nadja. Ich werde mich zurück halten und kein Werkzeug dieser Bande werden und in keines dieser Desserts schlagen. Ich werde aber mein ganzes Gewicht, und das ist, moralisch und physisch gesehen, nicht wenig, auf diese Leute werfen, sollten sie auf ihr Ansinnen zurück kommen, so dass sie – und nicht das Dessert – erschlagen darnieder liegen, verteilt um den Tisch und nicht als fleischige Masse auf der Tischplatte selber; derart erschlagen und nieder geschmettert, dass ihnen derartige Einfältigkeiten nicht mehr in den Sinn kommen. Denen muss man ganz einfach ihre schrecklichen Flausen austreiben. Dazu ist mir, Nadja, jedes Mittel recht. Mein Ziel wird es dann zudem auch sein, dass wir, durch meinen Tatendrang und mein Gewicht von all diesen Unflaten befreit, uns, du und ich, Nadja, das ganze Dessert einverleiben werden können, ohne dass diese Gestalten auch nur einen Finger nach ihm strecken, geschweige denn einen einzigen Finger rühren, um uns an unserem kulinarischen Einsatz zu hindern. Meine Liebe, ich werde nie zulassen, dass hier eine Schachdiktatur selbstherrlich Ordnung in unsere Desserts quetscht. Das erledigen wir schon selber. Wie könnte ich zulassen, dass die schachgesteuerte Ordnung vorfährt und krass und krach über unsere süssen Naschwerke hinweg fährt, so dass aus ihnen eine klebrige Masse entsteht, die stark an eine Pizzamasse erinnert, einen Klumpen, der an Käse, Teig und Tomaten erstickt; an ausrangierten Schachfiguren, die neben dem Brett stehen. Eher reisse ich dem Tisch alle Beine aus und schlage alle tot, die sich unserem Konfekt in den Weg stellen, als dass ich einen Sitz von der Verteidigung unseres Zuckerberges zurück weiche.

Welm, ich weiss, dass du zu solchem fähig bist. Du bist stark, nicht wie diese Weicheier, die aus unseren Leckerbissen mit einem Rundumschlag Matsch machen wollen.

Wir zwei werden uns selbstlos an dem, was uns rechtens zusteht, halten und diesen kostbaren Schmaus wohlverdient in uns hinein schlagen, ohne dabei auf ein weiteres Für und Wider zu achten, dass uns daran hindert zu zu schlagen.

Oh, Welm, in diesem Kampf hast du meine feste Unterstützung. Dein Kampfgeist überzeugt mich, ich erkenne dich wieder als jenen berühmten Mann, der sich für seine Wissenschaft wehrt und all jener entledigt, die sie schmähen, und sich nicht unterkriegen lässt. Auch ich werde mein ganzes Fettgewicht gegen diese frechen Weiber einsetzen, so dass sie beim Verzehr des Desserts uns nicht in die Quere kommen, stattdessen unter unseren Massen auf dem Boden liegen und uns überlassen, was oben auf den Tisch liegt. Wir werden auf ihnen sitzen und so gewaltig auf und ab hopsen, dass sie sich nicht mehr rühren können. Nicht einmal den kleinsten Finger sollen sie nach unseren Keksen strecken. Wir werden auch diese heldenmütig mit unserem ganzen Gewicht verteidigen, so dass wir zum Schluss aufgrund unseres Einsatzes wirklich verdient haben, alles auf zu essen, ohne dass uns irgendjemand irgendetwas streitig machen kann.

 

Fortsetzung

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