sch-ach-zzzl-Ilham

zzzl Ilham

 

Von meiner Maronenfleischterrine erhältst du rein gar nichts. Das, was ihr tut, ist gegen alle Regel. Dieser Einspruch stammt von Kurt.

Ein Teil meines Gewürzbrotes sei dir gewiss. Dieses Versprechen stammt von Gründer. Das Brot soll die Ehre dieses Hauses als ein Haus der Gastfreundschaft aufrecht erhalten und zementieren.

Selbstverständlich wird dir ein guter Streifen meines Gugelhopfes zuteil werden, meldet Fussg an.

Auch ich werde mich von einem Teil meines Windbeutels trennen, erklärt Janie.

Ich werde nicht beiseite stehen und die beleidigte Leberwurst spielen, von der man einen Teil ihres Desserts nimmt, sondern frisch und frank von meinem Cocktail ein gutes Etwas für dienen Teller geben, erklärt Kaspar.

Auch mein Fruchtsalat wird zu dir finden, sagt Arigia.

Nadja zeigt sich äusserst gerührt und den Tränen nah. Nur mit Mühe hält sie diese zurück, snifft zwei, drei Mal, hält sich aber sonst tapfer unter Kontrolle.

Sobald das alles auf deinem Teller zusammen getragen ist, meine liebe Nadja, werde ich mein Bier nehmen und es über die ganze, neue Komposition leeren, verkündet nun Kabar.

Ihr seid Scheusale! So ein Durcheinander kann man gar nicht mehr essen. Bier über mein geliebtes Dessert. Da kann man den Teller direkt ins Abwaschwasser schmeissen. Das stinkt dann alles nur noch nach Bier! Jetzt heult Nadja wirklich.

Sie fühlt sich vermutlich vorgeführt und allein gelassen. Sie weint noch mehr.

Sie hat völlig recht. Das, was ihr zu tun beabsichtigt, verstösst gegen alle Regeln des Anstandes und der guten Sitte und darf nicht umgesetzt werden. Meine Meinung sei darum kund getan: Kurt bemüht sich wacker, wieder Ordnung in diesen Laden zu bringen und ihr stellt euch quer. Das, was ihr eben in die Wege leitet, ist nur mit Zahlen vereinbar, aber doch nicht mit einem Dessert dieser Güte. Zahlen kann man addieren und subtrahieren, nach Herzenslust, und auch korrigieren. Aber nicht ein Dessert! Meine Damen und Herren, nehmt Vernunft und Verstand an. Verhindern und verhütend auftreten könnte ich gegen euer Ansinnen als Mit-Herr dieses Hauses. Aber ich weiss: Ihr seid verständige Leute. So etwas wie das, was ihr verkündet habt, werdet ihr nicht zur Ausführung bringen wollen. Nicht zuletzt, weil euch nichts daran liegt, das Haus Wasser, Wein und Frucht in Schimpf, Schande und Schmach zu stürzen. Mit eurem Vorschlag bringt ihr alleine unseren lieben Kurt auf die Palme. Das war vermutlich auch das einzige Ziel eures Vorschlags. Anderes nicht. Denn, was sollen die Leute draussen und erst unsere Lieferanten von einer solchen Sitte denken, die, neu eingeführt, derart mit dem Dessert verfährt. Würdet ihr solches Ansinnen umsetzen wollen, gehörte sich, euch allen der Würfel an den Kopf geworfen und ihr alle durch den Fleischwolf gedreht! Solches müsste ich mit euch eigentlich tun, schon rein deswegen, weil ihr einen derartigen Gedanken wie den eben geschilderten Umgang, vielmehr Unfug mit dem Dessert überhaupt zu äussern und zu unterstützen gewagt habt. Dieses Haus will den Abend verschönern und nicht verwüsten. Euer Vorschlag ist nichts anderes als ein Anschlag auf unseren Tisch. Wenn ihr eure Absicht umsetzen würdet, würde er seine Ecken biegen, so dass er am Schluss rund da stände. Tätet ihr solches in eurem Innersten auch nur denken und erwägen, ihr gehörtet weg vom Tisch und mir das ganze Dessert.

So weit wird es noch kommen!

 

Fortsetzung

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