sch-ach-zzzg-Karikatur

zzzg Karikatur

 

Frau Arigia Wolgmut! Das ist Erpressung und darf nicht zugelassen werden.

Aber eine süsse Erpressung, denn es geht ums Dessert. Herr Schuster, keine Panik, das Dessert geht nicht, es bleibt, tauscht nur die Plätze.

Nadja, willst du mein Bierdessert, fragt Kabar.

Ich werfe die süsse Verführung und die süsse Versöhnung ins Spiel.

Bier auf Wein, dass lass ich nicht sein.

Wenn ihr schon alles durcheinander werft, dann können wir auch die Bierwurst ins Rennen werfen.

Im Bierdunst können wir Versöhnung betreiben und alles mischen: Schach, Dessert, Wissenschaft, Frauen und Männer. Das wird eine krachende Versöhnung geben, besser als jedes Feuerwerk!

Was wird da noch verhandelt? Das Triumvirat ist noch nicht einberufen worden, das sich auf meine Seite stellt.

Stimmt, ein solches wird sich auch nie finden.

Es sieht so aus, als seid ihr in Streit. Was krabbelt denn an Begehrlichkeiten in unserer kleinen Herde so herum, dass ihr derart in Rage geratet?

Uns gelingt einfach nicht, so sehe ich das, Wissenschaft, Bier, Schach, Würfel, Dessert, Fett in eine Ordnung und auf diese Weise unter einen Hut zu bringen.

Unter eine Haube zu bringen.

Und auch noch die inklusive Sprache politisch korrekt.

Am einfachsten wird es sein, wenn wir die Vierundsechzig zurück holen und wieder neu ins Spiel bringen. Diese Zahl haben wir schon beinahe vergessen.

Die Zahl ist matt gesetzt. Die Zahlen sind matt gesetzt. Wir wollen das Dessert.

Die Versöhnung war patt, nun glänzt sie wieder stärker auf.

Die Versöhnung, stimmt, das ist unsere neuste Begehrlichkeit.

Das Wort Begehrlichkeit bildet an und für sich mit seinen vier schlecht zusammen passenden Silben eine scheussliche Konstruktion.

Für diese Ungeheuer von einem Wort existieren sicher schönere Bezeichnungen.

Es will vieles und nichts heissen.

Was haben wir nicht schon alles an Begehrlichkeiten durch diskutiert.

So viel, dass wir gar nicht mehr wissen, wonach unsere Begehrlichkeit steht.

Ist die Versöhnung auch eine Begehrlichkeit?

Mein Allerliebster: Die Verhöhnung all dessen, was uns lieb ist und an diesem Abend schon mehrmals genannt wurde und ich darum nicht ein weiteres Mal nenne, ist eine Begehrlichkeit.

Beim genauen Hinsehen entpuppt sich der Ausdruck Begehrlichkeit als eine recht verfilzte Sache, von der man nicht so recht weiss, was eigentlich in ihr steckt.

Fortsetzung

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