sch-ach-zzzd-Leben

zzzd Leben

Das Nichts versprüht keine Energie. Dessen Nähe ist eine ständige Ahnung. Es lauert um die Ecke hinter dem nächsten Unglück. Wen es sich holt, der fällt arglos in dieses hinein. Die Vergegenständlichung des Nichts ist nicht möglich. Es ist nicht Gegenstand unseres Denkens. Darum uns derart fremd. Die Hände, die nach ihm tasten, fassen ins Leere. Das Nichts lässt den Menschen leer laufen, so oft er nach ihm greift, um seiner habhaft zu werden und zu erfassen, was in ihm, dem Menschen, dem Nichts, steckt.

 

*

 

Endlich sind alle Desserts an den Mann gebracht.

Die Frau!

Also, jetzt! Bitte!

Stimmt! Diese inklusive Sprache geht mir schon längst auf den Wecker. Sie ist naturwissenschaftlich nicht abgestützt.

Ja, mein lieber Schnückerl. Du hast recht. Wir wollen es aber mit der Sprache nicht wie mit dem Schach und der Wissenschaft halten, die hier einen Versöhnungsschub benötigen, damit wir eins werden, was die Aussöhnung betrifft, und das Dessert in grosser Eintracht verzehren können.

Mann und Frau – in der Beziehung haben wir uns nicht auseinander dividiert.

Den Frauen all meinen Respekt, auch wenn sie nicht unserer beider Fall sind. Aber mit euch lässt es sich gut unterhalten.

Dieses verflixte Dessert mit seinem Taktstockwürfel hat uns genug Zeit für gehobene Unterhaltung gelassen. Wir haben sattsam Worte geraspelt und ganze Ohrwurmkörbe mit Schönreden gefüllt und Redeperioden mit Lobhuddelei vertrödelt und sollten uns endlich uneingeschränkt dem Konkreten zu wenden. Wenn wir länger zuwarten und nur Geist aufnehmen, werden wir beim Fett abnehmen und bald, zu Ballerinen geworden, schick auf dem Tisch an den Desserts vorbei tanzen, die wir uns einverleiben sollten. Wir wollen aber nicht am Dessert vorbei gehen, sondern uns der Herausforderung stellen und den Kampf direkt mit dem aufnehmen, was der Würfel uns zugeschanzt hat.

Oh, übertreib es nicht. Das Huhn hat uns nicht derart entfettet, dass das Dessert nun unsere Form wieder aufstocken muss.

Ich muss zu meinem Fall doch bemerken: Hätte die Gans, als Wachtel getarnt, alles dafür getan, dass das Fett ganz von mir gegangen wäre, hätte diese Marone, die nun vor mir liegt als eine Beleidigung der Portion, die sich für ein anständiges Dessert gehört, in Nichts etwas dazu beigetragen, um bei mir das abgetragene Fett wieder wett zu machen.

Du hast das wunderbar gesagt, meine liebe Nadja. Das Fett an dir möchte ich nicht missen. Es hat jedenfalls mehr Gehalt als dieses dämliche Schach und ganze abendliche Gerede um dieses herum.

Wer will eine Portion Fett gegen mein Dessert austauschen!

Ich biete einen Schachzug als Tauschwährung an.

 

Fortsetzung

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