sch-ach-zzy-nur

zzy nur

 

Glungks, deine Worte treffen mich nicht. Schweig, unterbrich mich nicht, ich, die deiner Geschichte den Garaus mache. Dir bereitet es Spass, an ihr unterzugehen. Mir auch. Doch, stimmt das! Ich war eine von ihnen. Du hast sie kreiert. Mich auch. Du willst mein Aus. Du zerstörst uns, deine Kreaturen. Wie will ich da nicht ein Klagelied anstimmen? Wie soll ich da nicht ein Klagelied anstimmen! Der Rache das Siegel meines Zorns aufsetzen! Mir selber? Falsche Heuchelei vortäuschen, damit die Anderen fallen! Ich nicht. Ein grosses Betrauern ansetzen im Bewusstsein meines sehnlichsten Wunsches: Keine keime von diesem Tisch wieder auf. Sie sollen alle fad werden, untergehen. Schneller als dieser Abend lang ist. Kurz und doch zu lang war diese Zeit. Alles ist aus. Mein Begehren drang in ihre Ordnung ein. Du bist meiner Ordnung gefolgt und erfüllst meinen dringlichsten Wunsch: Die Vernichtung derer, die den Tisch umlagern. Deinen Kreaturen setzt du ein Ende. Mir auch. Süsse Vernichtung meiner selbst, wenn alle mit fallen. Gedanklich kastriert kehren wir alle in das Nichts, aus dem du uns geschaffen hast. Du wirst mit diesen, uns, ein gehen. Nichts von dir bleiben. Nicht einmal dein Name. Nur der Name, den ich für dich kreiert habe, wird vergehen. Keiner der Namen, die du geschaffen hast, die du gesetzt hast, wird in der Ordnung, die alles vernetzt, verfangen. Mit Namen hast du Ordnung geschaffen. Ich nehme dir die Namen. Ich tilge sie aus. Das Blatt wird weiss. Tilt! sagst du. Das Spiel ist aus. Gefallen der letzte Groschen. Der Würfel gefällt.

Die Frau, die einst war, Raucherin, ein Mensch, ein Schädel, noch, der seine Rache knochenkrachend abklappert, Nahrung der Gräber, darin der Würmer, die uns aufnehmen, verdauen, ausdrücken, wesensfremd allem, was Leben ist, Litanei nur mehr von dem, was zu Ende ist. Das Werk ist vollbracht, zu Ende gebracht. Das ist unser ganzer Stolz.

Ich, Erloschenes Ich, uns, der Friedhof keine Herberge mehr, zeitlich Zeit gebend, Schädel noch, vielleicht, für einige Zeit, Asche längst. Wer weiss?

Deine Rache gibt keine Antwort. Reicht nicht weit. Krebsest zurück wie ein gedemütigter Drache. Das, was du Zeit nennst, ist ein Nichts. Schlitzt sich auf, eigen, an dem als was es sich selber definiert.

Die Rache bleibt, so lange noch eine Spur von mir ist. Das Totengericht des drei eckigen Tisches ist bereit. Gift für ihre Zähne, der Zucker. Sie werden nicht mehr beissen können. Schütt Zucker nach. Man muss die Leute vergiften, so lange sie noch am Leben sind; danach ist es zu spät. Der Zucker soll ihr Ende versüssen. Der Zucker, den sie nicht mehr beissen können. Zahnlos ihre Schädel. Uns gleich, die ihren Untergang verkünden. Ihr Gebiss ist weg. Taugt, zahnlose Knochengerüste, nur noch für den knochenlosen Abgesang, auf den wir euch eingestimmt haben, auf das Leben, Dessert genannt.

Fortsetzung

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