sch-ach-zza-erbarmunglos

zza erbarmungslos

 

Ungeheuerlich! Es ist ungeheuerlich, was Sie da sagen, Frau Wolgmut. Aber ich kenne Sie ja bestens von dieser Seite. Und darum erstaunt es mich überhaupt nicht, dass Sie derart wirres Zeugs äussern.

Herr Schuster, beherbergen Sie wieder einmal einen Floh in Ihrem Ohr, der darauf achtet, dass kein kluger Gedanke an Ihr Gehirn heran dringt?

Herr Schnepfensskorn, ich erkenne nicht, was an den Ausführungen von Frau Wolgmut klug sein soll.

Die Chromosomen und Proteine und alles, was dazu gehört, sie Affe! Nicht den Affen, aber die beiden anderen Begriffe werden Sie wohl schon einmal gehört haben. Sie bringen mich wieder einmal so weit, dass ich auf Ihre Palme steige, um Ihnen mit Kokosnüssen was Gescheites ein zu hämmern.

Das Steigen ist meine Sache nicht. Das wissen Sie schon längst, Herr Schnepfensskorn. Ich bleibe lieber auf dem Boden der Realität bei meinen Leisten, meinen Leistungen, ohne mir dabei etwas von einem Chromosom oder sonst etwas in der Sorte vorgeben zu lassen. Ich will unversehrt aus dem Kampf der Leistung heraus kommen und die Bettwäsche von Frau Wolgmut für Fingerübungen und weitere sexualkörperliche Appetenz anderen überlassen.

Kurts gehemmte Bettgeschichten halten den Lauf der Chromosomen nicht auf!

Mein lieber Kurt, Chromosomen stehen nicht für Leistung, sondern für Kampf. Sie entsprechen somit weit mehr einem harten Ausmachspiel als dem egozentrischen Abspulen der eigenen, eingegrenzten Möglichkeiten auf der sanften Matratze der Erotik, die sich auf ein gut ausgeführtes Liebesspiel beschränkt.

Das ist sehr eingegrenzt gesehen, meine Liebe.

Da geb ich dir recht: Liebe ist mehr als Schachspiel.

Womit wir wieder beim Schachspiel sind, erklärt Kabar. Ihr werdet einmal mehr auf meinem Tugendpferd ein schlagen und nach den Vorgaben Welms die Peitsche führen.

Ja, ungefähr in der Art und so hart, wie die Radikalen den Chromosomen zusetzen, wenn sich der vom Mann ausgesandte Same mit dem wartenden Ei vereint. Nur wirkt sich dann das Resultat anders auf das Leben aus, als es die Schachdynamik vorgibt. Nämlich nicht statisch, sondern dynamisch, quasi dynamitisierend. Das ist der Unterschied.

Wesentlicher Unterschied, meint Wladimir tiefsinnig. Jedenfalls legt er diesen Unterton in seine Stimmlage. Vladidir, siehst du, wenn das Dynamit einzieht, dann haben wir beide nichts zu sagen. Wir sind friedvoll. Wir ziehen uns zurück. Wenn die Radikalen triumphierenden Marsches ihren Siegeszug antreten, dann haben wir beide ganz klar nichts zu melden.

Wer ist das? erkundigt sich Gründer.

Es wird sich um eine politische Partei handeln, antwortet Fussg.

Wer einmal an der Politik gerochen hat, kommt von ihr nicht mehr weg, merkt Kaspar an.

Fortsetzung

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Eine Antwort zu “sch-ach-zza-erbarmunglos

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