sch-ach-zyl-anrichtet

zyl anrichtet

 

Alles spricht wieder einmal durcheinander. Der Diskussion über das Begehren gelingt es nicht, Fuss zu fassen und danach breiten Raum ein zu nehmen, so dass sie befruchtend auf die weitere Verteilung der beiden verbleibenden Desserts einwirken kann.

Also, wenn du mich fragst, was das mit den Zahlen und dem Begehren auf sich hat, dann sage ich dir, dass ich meine Liebhaber nicht zähle oder Buch führe. Wir zähmen uns gemäss unserer holden Begehrlichkeiten und damit hat es sich. Das Bett ist lediglich unsere Zahlenklaviatur. Wenn ich gezähmt bin, dann zähle ich nicht mehr. Erst wenn ich wieder wach bin, dann zähle ich wieder, aber nicht Zahlen. Ich zähle mir meine neuen Liebhaber frisch aus.

Du denkst auch immer nur ans Bett. Halte dich für einmal am Brett, das mit den vierundsechzig Feldern ein präzise Zahl vorgibt, an welcher sich das Leben misst.

Lieber ein Bett unter dem Rücken, als ein Brett vor dem Kopf. Von Waschbettbauch auf meinem Bauch gar nicht reden!

Du gibst einfach nicht auf.

Ist ein Teil des Begehrens, von dem wir es jetzt haben. Ich bin voll und ganz mitten in unserem Gespräch, trage aber meinen Standpunkt ein, der sich nun mal nicht an der Vierundsechzig misst.

Und doch ist die Vierundsechzig ein wichtiger Teil von deinem Bett.

Ich schlafe nicht mit Zahlen.

Die Vierundsechzig als Taktzahl des Schachs baut auf gesellschaftlichen Zusammenhängen auf.

Auch, aber ebenso auf dem, wofür Arigias Bett steht.

Jeder braucht ein Bett. Im Unterschied zu diesem gibt das Schach aber einen König vor, der dem gesellschaftlichen Treiben und nicht jenem im Bett vorsteht.

Königin! Bitte! Königin!

Ob König oder Königin, das zu unterscheiden ist bei der Vierundsechzig, die wir meinen, nicht von Belang. Auch der Bauer fällt weg, ebenso die Bäuerin. Unsere Zahl ist nicht machohaft. Der Würfel fällt – auf die Zwei. Das Spiel geht weiter. Das Stück geht weiter, gleich einem Karussell, das ewig dreht.

Die Zahlen sind meine Domäne, wirft Welm ein, und zwar die Domäne der Wissenschaften und nicht Teil der Scharlatanerei, der das Spiel zuzurechnen ist.

Was nicht gilt, wendet Fussg ein. Die Buchhaltung ist genauso ein Spiel und dennoch wird niemand einwerfen, dass der Buchhalter nicht exakt zu rechnen hat. Fehler werden ihm nicht verziehen. Darüber wacht die Generalversammlung. Darum, deine extravaganten Wissenschaften rühmen sich eines Besitzes, der ihnen nicht allein gehört.

Und wer mir kommt und sagt, das Schach sei ein Scharlatanenspiel, der hat rein gar nichts von diesem Spiel verstanden. Das sagt Kabar.

Die Zahl, die wir meinen, vereint Schach und Wissenschaft, erklärt Jette.

Fortsetzung

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Eine Antwort zu “sch-ach-zyl-anrichtet

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