sch-ach-zyb-lebend

zyb lebend

 

Wie ich meine Aufmerksamkeit der Platte in unserer Mitte zu wende, dann sehe ich, dass das Angebot doch nicht so dürftig daher kommt, wie du uns mit deinem Wehklagen weismachen willst.

Na, ihr, Männer, da, einige, eingefleischte Zahlenfresser! Wir könnten euch mit Brüchen auf die Beine helfen, damit ihr wegen der Dreizahl an Desserts nicht ins Wehklagen verfallt. Nicht mit dem Brechen von Beinen, das sei euch gesagt. Aber mit dem Brechen von Zahlen. Mit gebrochenen Beinen würdet ihr nicht mehr vom Tisch aufstehen und mit uns tanzen. Da ist mir klar. Wenn die Beine euch gebrochen wären, könnten wir euch, auch wenn wir Frauen all unsere Kräfte vereinigten, nicht auf die Beine stellen und euch auf diesen halten, so dass der Stand Bestand hätte. Aus diesem Grund soll das Brechen von Beinen kein Thema sein. Wir wollen euch die Beine lassen, wo ihr sie habt, und uns auf die Zahlen einschwören. Ihr sollt ganze Beine behalten, damit ihr gehen könnt, wohin ihr wollt. Wir wollen aber damit nicht sagen, dass ihr gehen sollt. Wir wollen vielmehr, dass ihr Männer versteht, was es mit den Zahlen auf sich hat und der verbindenden Ordnung, der sie angehören. Zahlen verfügen über eine ganze grosse, magische Macht, verkündet Kunigunde und beendet ihre Rede.

Den Männern werden wir Frauen das Zahlenkarussell anwerfen. Es startet nicht mit dem Hexeneinmaleins, das jener berühmte, deutsche Dichter uns über seine Fabelwesen faustdick zukommen liess, noch mit der schwedischen Hochrechnung, dass zwei Mal drei vier ergibt und wird eine Drei hinzugefügt, folgt daraus die Neun. Nein, solche Zahlenspielerein kann ich mir nicht leisten, die ich die Führung eines Verkaufstrendgeschäftes von Tausend verschiedenen Kugelschreibern inne habe. Mit dem Abzählreim komme ich auch nicht weiter. Solches Rechnengehabe wäre der Untergang des ganzen Handels, für den ich verantwortlich zeichne. Meine Herren, abseits von jedem Sex verbindet die Sechs; und höre gut zu, mein lieber Vladidir, es ist nicht dein Gemächte, das du für uns so hübsch eingekleidet hast, welches unser Augenmerk auf sich zieht und unsere Argumentation aussticht und auch nicht die Liebeskunst, die Arigia in die Waagschale legt und wunderbar preist.

Ja, es ist wunderschön, dass du mich lobst. Mein Kurtchen tut das nämlich nie. So gefällt es mir. Nur nimmt es mich wunder, wie du das Zahlenkarussell weiter drehen wirst. Natürlich habe auch ich die drei angeführten Reimstücke widewidewitt bumbum, aus Eins mach Zehn und da waren’s nur noch neun voll im Blut. Mit diesen habe ich rechnen gelernt und bin trotzdem gross geworden. Mich nimmt es darum wunder, wie deine Rechnerei weiter geht.

Während all dieser Gespräche wechselt selbstverständlich der Würfel flink zwischen jenen Dreien hin und her, die sich das verbleibende Dessertangebot noch aufteilen müssen.

Fortsetzung

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Eine Antwort zu “sch-ach-zyb-lebend

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