sch-ach-zya-Abbasi

zya Abbasi

 

Die Jungen bringen eine neue Ordnung. Lassen sich nicht bremsen. Der Jugend Schwung ist gross, trägt weit. Die Jugend saust über den Tod hinweg. Manchmal ist der Tod schneller. Die Jugend spottet der Regeln, die der Tod schreibt. Das Meer ist weit. Aber kein Hindernis. Die Boote sind träge. Sie tragen die Hoffnung in das gelobte Land. Sie bremsen nicht die Masse der Menschen, die zu jenen wollen, die alles haben.

Fluchtbewegungen in grossen Massen. Menschen, die fliehen, hin auf eine bessere Zukunft, ziehen aufs Meer hinaus. An den Gestanden landen immer neue Leute. Zäh, Frei. Vom Willen und Wunsch getragen, ein besseres Leben im Land hinter dem Gestade zu finden. Offen für alles, nicht eingebettet in einer zähmenden Ordnung. Die Ordnung wird über den Haufen geworfen. Neue Boote kommen. Weitere werden heran gespült. Die Flugzeuge bringen Neues. Die alte Ordnung wird aufgerüttelt und aufgebrochen. Durchgeschüttelt und auf der Waage der Gerechtigkeit geprüft. In den Schüttelbecher dringt Unbenanntes ein, mischt sich noch Ruhmloses hinein. Der Cocktail schmeckt der nachfolgenden Generation. Die Alten rümpfen die Nase. Das Greisenhaus schaut verdriesst weg.

Sie sitzen im Inneren und lassen sich von draussen bestaunen. Zum eigenen Schutz das Glas eines Schaufensters. Die Tür bleibt geschlossen. Der Tisch, um den man sitzt, vermittelt Sicherheit. Er trägt Nahrung. Mehr noch: Leckerbissen. Das Dessert als Abschluss des Nachtmahls versüsst den Ausgang. Ausgang? Ja. Welchen? Schöne Doppeldeutigkeit. Dass es endet, ist allen klar – aber nicht, wie es endet. Das Ende kann eine Überraschung bergen.

Im Innern des Raumes schlagen die Wellen der Lustbarkeit immer wieder auf sich selber zurück, weil sie durch das Glas, die geschlossene Tür nicht hinaus können. Kein Schutz schützt im Inneren vor den Wellen, die vom Fenster zurück schlagen. Kein Schutz schützt jene, die nichts haben. Sie kommen immer wieder als weitere Welle heran. Eine Meereswelle, die ans Land will. Die Gischt spritzt über das Ufer hinaus ans Land. Klatscht als Tropfenmacht in Vielzahl an das Schaufenster.

Wie Regentropfen. Niemand will diese hören. Aber ohne Regen verdirbt die Welt. Es klopft! Es klopft! Jene drinnen wollen es nicht hören.

*

Aller guten Dinge sind drei. Die besten Stücke bleiben für das Ende.

Schon wieder so ein dummer Spruch.

Was jetzt noch auf der Platte liegt, ist zum Teil das Würfeln nicht wert.

Wenn ich nur daran denke, dass dieses, ausgerechnet dieses Stück mir zu fallen könnte, dann tut mir geradezu mein Hintern weh, auch wenn er sehr gut gepolstert ist.

Frau muss an jenem Dessert Freude haben, das ihr durch den Würfel beschert wird. Das mag bitter klingen, aber es entspricht der Wahrheit des Abends.

Fortsetzung

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Eine Antwort zu “sch-ach-zya-Abbasi

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