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Wir Frauen könnten in diesen Gesang von euch Männern einstimmen. Denn auch Frauen finden Frauen schön und wir sind, wie es in unserer Demokratie völlig statthaft ist und sich gehört, streng solidarisch mit den Frauen, die noch kein Dessert haben. Das Dessert oder vielmehr jenes, das noch keine Frau gefunden hat, schweisst uns zu einer Einheit zusammen, fest gefügt wie eine Marzipanscholle, auch wenn diese, unseren Abend beleidigend, nichts von einer Marone enthält, verkündet Kunigunde.

Das stellt keine unfreundliche Machtübernahme dar, wie ihr Männer es uns Frauen unterstellen könntet, sondern entspricht einer partnerschaftlichen Absprache gleich gestimmter Interessen, fährt Kunigunde weiter.

Ihr braucht euch gar nicht zu grämen, wenn wir zusammen halten. Ihr habt eure Regeln, wir die unseren. Mit den unseren können wir gut leben, denn sie lassen uns viel Freiheit, verkündet Arigia. Das ist die Regel, der die Frau folgt. Darum: Schach ist nicht das Brett, auf dem wir tanzen.

Stimmt, pflichtet Janie bei. Schach ist nicht das Bett, in welches wir Frauen uns gerne betten. Da halten wir uns schon lieber am Beispiel der Kinder, die sich, wenn sie spielen, übermütig auf einem Spielfeld auslassen. Ich habe Schachfiguren zum Umarmen lieb. Wir Frauen sind nämlich so toll wie Kinder. Wenn man diesen Übermut und diese Erfindungskraft auf ein Schachfeld stellt, mitten unter die Figuren hinein, dann werden wir diese ganz sicher nicht nach den Regeln bewegen, die das strenge Schach uns hierbei bieder vorgibt, sagt meine beste Freundin.

Kinder auf einem Schachbrett, das ist ein Fest.

Feste, die gefeiert werden, bedürfen keiner Regeln.

Richtig! Kinder machen aus einem Schach ein Hurzeldipurzel. Sie stellen die Figuren auf, wie es ihnen passt. Das Schachreglement ist ihnen eine Angelegenheit der Erwachsenen und zwar eine solche, die nur diese angeht. Regeln sind ihnen Schnuppe wie der Schnaps dem Abstinenzler. An diese Regel halten auch wir uns, wenn wir feiern. Kinder sind wir dann und nicht eine kalt schachberechnende Erwachsene.

Wir lassen nicht die Kleider fallen, aber alle Regeln, die man uns gibt.

Wie die Kinder schaffen wir Frauen uns unsere eigenen Gesetze, wenn es um das Festen und Feiern geht.

Kinder, die Feste feiern, stellen alle Regeln des Schachs auf den Kopf, so dass aus ihnen alle Anordnungen heraus fallen. Gespielt wird mit der ungebändigten Kraft der eigenen Imagination.

Fortsetzung

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