sch-ach-zxp-gruessen

zxp grüssen

 

Die Ordnung, die alles in eine gültige Regel stellt. Sie gibt uns das Gespräch vor.

Endlos, endlos, endlos wie das Ende! Du tanzest auf den Buchstaben herum. Im Kreis. Tanzest im Kreis, Kreis, Kreis. Ich singe deinem Ende den Refrain, das als ständig wiederkehrendes Echo wirkt.

*

Meine Lieben, ihr könnt alle das Loblied der uneingeschränkten Demokratie unisono anstimmen und dieses im Chor unendlich durchexerzieren, auf und ab buchstabieren. Aber, und auf das, was ich sage, müsst ihr achten: Damit Demokratie überhaupt funktionieren kann, muss etwas über ihr stehen, das sie lenkt. Sonst fällt die Demokratie schnell unten durch und unser Dessert geht dabei mit.

Oho! Solche Töne haben wir von dir heute Abend noch gar nicht gehört! Das süsse, butterweiche Dessert lässt dir Zähne wachsen. Sie verleihen dir Biss und Schmiss, stellt Kunigunde fest.

Ihr habt ja gut reden. Ihr habt in deutlicher Mehrheit ein Dessert vor euch stehen. Bei mir steht es aus, um es in den Worten des vorwitzigen Kaspars zu sagen.

Nadja, du fährst deine Krallen aus, wenn es ums Essen geht. Ich fahre meine Krallen aus, wenn es um Männer geht. In den Krallen treffen wir uns, die wir in das schlagen, was wir lieben. Wir beide sind rechte Weiber. Wir wissen, was wir wollen.

Du bist, Arigia, nichts anderes als eine bittere Leidesgenossin von mir. Auch du bist bisher nicht mit einem Dessert ausgestattet worden. Du kannst also gemeinsam mit mir in das Klagelied über die Demokratie einstimmen.

Meine liebe Nadja, ich liebe den Wechsel. Ob das nun Demokratie ist, das weiss ich nicht. Auf das Bett kommt es an, in welches sich man mit einem guten Freund bettet.

Also, ich verstehe nicht, was du damit meinst, erklärt Janie. Aber mit deinem Bett bringst du die Demokratie recht durcheinander, Arigia.

Das demokratische Bett ist das selbstbestimmte Bett. Da gehe ich mit Nadja einig. Alles andere ist Vergewaltigung.

Mit eurer Demokratiediskussion treibt ihr es etwas auf die Spitze, meine ich und ich erinnere mich dabei ganz genau, wie ich das Wort Vergewaltigung damals geistig nieder schreib und so für die spätere Niederschrift vorsorglich notierte. Jetzt habe ich das Wort auf das Blatt gelegt.

Stimmt, pflichtet mir Nadja bei, von Vergewaltigung würde ich auch nicht reden, auch wenn es gut ins Bett von Arigia passt. Vielleicht gehört das zur ihren Liebespielen. Das ist jedoch nichts für mich. Meiner Meinung nach steht über der Demokratie nicht etwas wie eine Vergewaltigung, sondern eine ganz präzise Ordnung.

Du wirst uns aber doch nicht alle zum Schachspiel verpflichten wollen, so dass wir die Schachregeln studieren müssen, damit wir über diese der Demokratie eine Regelung überstülpen können, wendet Jette ein.

Fortsetzung

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