sch-ach-zws-Billigprodukte

zws Billigprodukte

 

Kabar stellt dieser Aussage entgegen: In der Ordnung findet die Liebe ihre Erfüllung. Diese duldet keinen Wechsel. Sonst wirkt sie ins Leere. Die Ordnung findet in den Zahlen ihren ausgeprägtesten Ausdruck. Die Zwei bildet die Basis für die Ordnung. König und Königin im Schach stehen für den Wert, der verteidigt werden muss, nicht nur im Schach.

Oh, du meine Güte, von den Bauern hat es ein ganzes Rudel. Sollen sich diese bei Gruppensex vergnügen, und das erst noch gleichgeschlechtlich. Mit von diesem Bund sind die Türme, Läufer und Pferde. Was sollen denn diese tun dürfen und lassen müssen, fragt Wladimir.

Die Grundlage des Schachs ist nicht das Bett, sondern das Brett, auf der sich die Gesellschaft von alters her ein Stelldichein gibt, kontert Kabar.

Ihr diskutiert und debattiert euer Zweierschach auf einem recht seichten Untergrund. Der führt wirklich nicht in die Tiefe.

Von alters her besteht ein Leben wie bei den Tieren so bei den Menschen, das nicht der Ordnung des Schachs folgt. Das Leben orientiert sich nicht am Gegensatz von Schwarz und Weiss und reduziert sich nicht auf den Gegensatz von Mann und Frau. Eine bestimmte Art von Gesellschaft formt diese Gegensätze. Andere Länder, andere Sitten: In verschiedenen Ländern in südlichen Gefilden ist es nicht anstössig, wenn zwei Männer Arm in Arm gehen. Das Schach entspricht einer einschränkenden gesellschaftlichen Ordnung, welche ein ganz bestimmtes Ziel verfolgt: Die Mehrung und Sicherung des eigenen Besitzes, so Wladimir wieder.

Die Zwei spielt dabei aber immer eine Rolle, insistiert Kabar.

Richtig, die Zwei ist ein ganz bemerkenswertes Gebilde im Reich der Ordnung. Quasi ein Zauberwert. Denn wird er mit der Sechs hoch gerechnet, mathematisch gesprochen: zwei hoch sechs, dann ergibt sich daraus die wunderbare Zahl Achtundsechzig, deren Verdammnis uns Fussg eben gesungen hat. Genauso viele Felder umfasst das Schachbrett, doziert Wilhelm und will sogleich weiter fahren, wird jedoch unterbrochen: Du flunkerst! Welm fährt unverdrossen fort: Diese Achtundsechzig eröffnet noch ganz andere Dimensionen, als die massgebende Anzahl der Schachfelder. Wilhelm schliesst mit einem vieldeutigen Augenaufschlag.

Zurück zu Teil 1  oder Weiter in Teil 4

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Sch_ach

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s