sch-ach-zvr-verschuettete

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Wann haben die Bewohner des historischen Carnacs entschieden, einen ersten Stein zu setzen und diesem einen zweiten, einen dritten und weitere folgen zu lassen? Wann hat diese Spezies entschieden, neben den ersten Steinen in einem bestimmten Abstand einen zweiten zu stellen und dann noch weitere, sodass die Steinreihen sich nicht nur in die Länge zogen, sondern auch in die Breite bewegten? Stand dieser Plan von Anfang fest oder ergab er sich im Verlauf der Arbeiten, gewonnen aus entstandenen Überlegungen, gewissenhaften Erörterungen oder kritischem Überdenken der ursprünglichen Zielvorgabe? Ist die Erweiterung der Alignements die Folge eines Lernprozesses, der auf der gründlichen Analyse des bereits Aufgebauten gründete? Welche Reflexionen bewogen die Entscheidungsträger von damals, die Richtung der Menhirereihen zu bestimmen? Nicht gen Norden, sondern nach Osten? War die draufgängerische Neugier, wirklich Neues und überraschende Zusammenhänge zu entdecken, die feste Triebfeder des Handelns, so dass die weitläufigen Reihen der Steinserien sowohl in die Richtung gebende Länge wie in die ebenfalls beeindruckende Breite ausschweiften?

In welcher Form wurde das zielstrebige Gesteingebilde voran getrieben: in die irritierende Länge oder in die feste Breite? Wurden die Steine zuerst nebeneinander oder nacheinander aufgestellt?

Diese erneute Frage und schon rein der Umstand, dass so viele Rückfragen gestellt werden können, zeigt, welche Grösse, welche Bedeutung das Unterfangen „Steine aufrichten“ hatte. Ein riesenhaftes Unternehmen, das fast den Namen „Konzern“ verdient. Möglicherweise muss sogar von einem prähistorischen „Konglomerat“ gesprochen werden, also dem gelingenden Zusammenspiel verschiedener Arbeitsbereiche, die ganz unterschiedliche Arbeitsgebiete abdeckten und unter einem Dach zusammen geführt wurden.

Eine handfeste Planung erwies sich als unabdingbar, um den richtigen Stein zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu haben, so dass er im richtigen Abstand zu den nächsten Steinen bereit gelegt werden konnte. Anschliessend galt es, den steifen Brocken ordnungsgemäss so auf zu richten, dass er sich im Einklang mit den anderen Menhiren befand und mit diesen die uns auch heute noch bekannte Harmonie bildete – und zwar einen anderen Einklang als jenen, den der Kreis vorgibt. Die Einheit der Alignements von Carnac ist durch die Weite geprägt, die Weite des Geistes.

Die Schutz und Geborgenheit versprechende Geschlossenheit des eingerundeten, eingekreisten, grabgedungenen Steinmolochs „Dolmen“ und der Schwung der freimachenden, weittragenden, elegant gezogenen, gediegenen Steinbahn „Alignements“ schliessen sich im Grunde aus, denn sie stehen im Gegensatz zueinander.

Fortsetzung

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