sch-ach-zup-Geiz

zup Geiz

 

In Europa stehen an vielen Orten Dolmen und Tumuli. Wie viele Menschen dort bestattet wurden, ist nicht bekannt. Gemäss der Archäologie soll es sich bei diesen Konstruktionen zum Teil um Mehrfachgräber oder sogar Massengräber handeln. Die Cairns werden zu dieser Gattung gezählt. Heute sprechen wir vornehm von Gemeinschaftsgräbern. Die Gebilde haben jedenfalls Eines gemeinsam mit den Friedhöfen: Sie bilden einen geschlossenen Raum, der durchaus auch die Toten vor den wilden Tieren schützt. In Einem unterschieden sich indes diese Gebilde von Gräberfeldern.

Dieser Unterschied zeigt sich bei Militärfriedhöfen am augenscheinlichsten, unter anderem jenen, die nicht weit von Carnac in der Normandie errichtet werden mussten; jenen Friedhöfen, welche die Toten des Zweiten Weltkrieges aufnahmen; jenen Friedhöfen weiter weg in Belgien, welche die Toten des Ersten Weltkrieges aufgenommen haben. Dort stehen die Kreuze und Stelen streng geordnet in Reih und Glied, jedes Kreuz für sich, jedes Kreuz dem anderen gleich.

Die Leute von Carnac wussten nichts von den Schlächtereien, die an jenen Orten stattgefunden haben und in welchen viel zu viele Soldaten ihr Leben lassen mussten. Vermessen wäre es nicht, aber verwegen, wollte man eine Brücke zwischen den Reihen von Carnac und jenen von Colleville-sur-Mer schlagen. Ein Besuch beider Stätten lohnt sich. Die Gedanken werden Zusammenhänge erstellen. Diesen Zusammenhängen soll in diesem Traktat nicht nachgegangen werden. Nur auf eines sei hingewiesen: Die Reihen in Bayeux, Cintheaux, Ryes, Chouain, St-Desir-de-Lisieux, Henri-Chapelle, Verdun, Ypern, la Cambe vermitteln eine ganz klare Botschaft, die ungehört verhallt. Der Mensch ist beratungsresistent. Der Ausruf „Nie wieder Krieg“ verklingt wie der Klang eines Kieselsteins, der ins Meer geworfen wird.

Doch zurück zum Traktat und seiner Botschaft: Im Gegensatz zu den Gottesackern und ihren klar gezogenen Reihen sind die Dolmen und Cairns vor allem zuerst einmal eins – neben allen anderen Interpretationen: nämlich ganz einfach ein Haufen, der mehr oder weniger geordnet durch Steine gebildet wurde. Ein Friedhof dagegen besitzt die Eigenart, dass er durch seine klaren Linien besticht, die ihm eine strenge Ordnung vermitteln. Den Dolmen und den ihnen anverwandten Tumuli und Cairns mangelt es an einem solch ausgeprägten Ordnungssinn, die sich an klaren Linien orientiert.

Fortsetzung

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