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zue Fahrradproduktion

 

Eine andere Theorie setzt den Menhir von Saint-Michel-en-Grève in einen politischen Zusammenhang. Er, MHTOU1, wie die Ordnungszahl des prähistorischen Monuments lautet, diente damals den Menschen, welche die Gegend am Meeresrand bewohnten und von denen heute kaum weitere Spuren vorhanden sind, als politischer Versammlungsort, wo Recht gesprochen und Entscheide gefällt wurden, welche das Zusammenleben und den Zusammenhalt der Gemeinschaft betrafen. Der Menhir de Toul an Lann, so sein heutiger Name, nahm also die Aufgabe wahr, der zu einem viel späteren Zeitpunkt die Eiche bei den Germanen und anderen Völkern diente.

Noch eine weitere Hypothese wird von verschiedene Wissenschaftlern vorgebracht, welche die Prähistorie erforschen. Die Menhire und somit auch derjenige von Saint-Michel-en-Grève zeugten vom Organisationstalent und somit der Macht, über welche diese frühen menschlichen Gemeinschaften verfügten, wenn es ihnen gelang, einen derartigen steinernen Brocken aufzurichten. Dies nach dem Prinzip: Je grösser der Stein, desto kräftiger die Gemeinschaft, die den Stein verantwortete. Ein Feind, griff er die Sippe an, konnte sich zu allererst einmal mit eigenen Augen davon überzeugen, wem er gegenüber stand. Der Angreifer überlegte sich zwei Mal, ob es angetan sei, an diesem Ort aktiv zu werden und sein Glück zu versuchen. Angesichts des künstlich versetzten und klar aufgerichteten Steins wandte er sich möglicherweise ab. Der Menhir erfüllte auf diese Weise eine Schutzfunktion, die nicht die Götter, aber menschliche Eindringlinge abwehrte.

Könnte sein.

Diese Interpretationen entbehren alle einer gesicherten und somit festen Grundlage, eines erklärenden Schriftbeweises aus der Urzeit und erweisen sich darum nicht wertvoller als jene der Spötter, die den Stein blind zum Leuchtturm erheben.

Damals entstanden Tumuli, also künstliche Erdhügel. Auch Cromlechs, das sind Steinkreise. Ferner Dolmen und Menhire. Zudem Cairns, wie die gemauerten Steinhügel heute heissen. All diese Bauwerke fanden ohne Namen in unsere Zeit. Bereits in dieser namenlos-mythologischen Zeit fragte sich der Mensch wohl, woher das Leben, das Bewusstsein kommt, wohin er selber mit dem Tod geht? Diese Fragen sind nach wie vor nicht beantwortet, auch wenn der Mensch im Lauf seiner Geschichte immer raffiniertere Erklärungsmuster aufbaute, um sein Sein zu begründen. Manche Erklärungsschablonen kommen auch recht plump daher und verbleiben auf sehr niederem Niveau, indem sie ihre Argumentationskraft auf Gut und Böse beschränken. Mit der Antwort auf die immer wiederkehrenden Fragen der Menschheit geht es einfach nicht vorwärts.

Fortsetzung

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