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Du könntest deinen Bauch in diese Dessertansammlung hinein fahren. Würde dir dies ähnliche Befriedigung verschaffen wie damals, als du das Auto in die Mauer fuhrst? Das lädierte Dessert könnte uns im Gegensatz zur Wand, die Stand hielt, Aufschluss darüber geben, was dir damals das Auto in die Wand fahren hiess. Fragen, die unbeantwortet bleiben, brechen immer wieder hervor.

Übertreib nun mal nicht und stelle nicht die Wand dem Dessert gleich? Wenn ein Auto auf eine Wand auffährt, halten alle den Atem an. Wenn hingegen mein Bauch hinein in das Dessert fährt, entrüsten sich alle. Da offenbart sich ein wesentlicher Unterschied.

Wir werden konkreter. Der Tisch gewinnt an Strukturen. Es gibt bereits eine Linie, der wir folgen können. Die Fahrt in die Wand wird greifbarer.

Was nicht der Fall ist und nicht eintrifft, denke ich.

Wenn die Wand eine Struktur gehabt hätte, hättest du dich vielleicht in dieser verfangen und jenen Halt gefunden, den ein Schachbrett den Spielfiguren zu geben vermag, damit sie sich geordnet durch ihre Welt bewegen. Deine Gedanken hätten eine Ordnung gefunden.

Das ist surrealistische Gedankenmalerei, die wirklich keinen Halt gibt, so wenig wie ein Schachbrett oder eine strukturlose Wand.

Im Gegenteil. Du drückst dich vor der Antwort. Der Unterschied zwischen Wand und Schach ist nämlich genau so enorm wie jener zwischen den beiden Sätzen „Die Vasallen fallen ab“ und die „Die Äpfel fallen ab“. Beide Sätze benützen das gleiche Verb. Doch dieses verweist auf verschiedene ethische Wertvorstellungen.

Jetzt wirst du gänzlich surrealistisch. Ich lobe mir die Gans. Diese hatte einen klaren Inhalt und eine klare Aussage: Nämlich hinein in meinen Mund. Wenn man sie gegessen hat, dann weiss man, was man hat. Dein Gerede von Äpfeln und Vasallen ist völlig realitätsentzogen und ohne irgendeinen Zusammenhang zu einem Wagen, der in eine Wand fährt.

Der Apfel, der vom Baum fällt, kann nichts für seinen Fall. Der Baum hat ihn gezeugt und später abgeworfen. Der Vasall, der abfällt, kann wohl etwas für seinen Fall, denn er erklärte sich selber zum Gefolgsmann seines Herrn. Das entspricht zwei ganz verschiedenen Ordnungen. Welcher Ordnung folgtest du, als du in die Wand fuhrst?

Der Apfel, der vom Baum fällt, taugt nur noch als Abfall. Du musst dir selber das Netz schaffen, das die Antwort auffängt. Ob Apfel oder Vasall, ob Wand oder Schach, darauf kommt es nicht an. Du wirst mir noch Lilith und Eva herbei zaubern, um mir zu erklären, warum damals die Wand dem Wagen im Wege stand, als ich auf diese zufuhr.

Kaspar: Wenn es keine Antwort auf die Ursache einer Aktion gibt, dann muss der Zufall seine Hand im Spiel gehabt haben. Im Grunde kommt es auf ein und dasselbe heraus, ob man einen Würfel auf den Tisch wirft oder sich mit einem Auto in eine Wand begibt. Beides ist in den Gedanken ohne Struktur, würdest du als Antwort auf meine Überlegungen anführen.

Fortsetzung

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