sch-ach-ztf-nach

ztf nach

 

Absoluter Schwachsinn eines Wohlstandskindes ohne jeglichen Sachverstand und Geschmackssinn.

Wer sagt das? Wer hat in mein Protokoll dieses Rezept eingefügt? Muss ich mich beim Kragen nehmen oder soll ich jemanden anderen beim Kragen nehmen?

Eine Aufregung! Unsere Runde will nicht aufhören, sich zu entsetzen.

Nicht ausser Rand und Band scheint etwas in meinem Protokoll zu sein, aber doch aus einem gesunden Gleichgewicht gebracht, so dass die Waagschale der Erzählung sich einmal in diese Richtung senkt und dann wieder in die andere. Auf dieses Hin und Her habe ich, die Protokollistin, keinerlei Einfluss. Das macht Angst.

Die Waagschalen werden wie von Geisterhand erzählerisch verschieden beladen, ohne dass ich dazu etwas beitrage. Dieser Vorgang erfüllt mich mit Sorge. Denn das, was ich als Protokollistin aufzuschreiben habe, wird durch diese unverhofften Einschübe, wie eben dieses aus dem Nichts aufgetauchte Rezept ohne Fuss und Boden, in seiner Ausgewogenheit aus dem Lot geworfen. Mein Protokoll verliert die nötige Objektivität, welche notwendig ist, wenn mein Schreiben die allgemeine Anerkennung finden soll.

Im Fall meines Protokolls spielt etwas herein, das ich nicht zu fassen weiss; mischt eine Stimme mit, deren Herkunft ich nicht zu ergründen vermag. Eines bin ich mir sicher: Dieses unbekannte Etwas stammt nicht aus unserer Runde. Niemand von uns Fünfzehn. Kurt, der manchmal zu verschwinden geruht, weilt im Moment unter uns. Er kann nicht der unbekannte Einmischer sein. Diese Stimme trägt die Sechzehn auf ihrem Rücken. Die Sechzehn, wie sie als wegweisende Zahl für das Schachspiel steht. Doch wie Kurt haben auch Kabar und Jette nichts Derartiges wie Kochrezepte geäussert. Im Schach stehen sich zwei Parteien mit je sechzehn Spielfiguren gegenüber. Auf dem Brett, auf welchem sie kämpfen, liegen viermal der Sechzehn der Felder. Unser Tisch, unser Spielfeld bietet aber fünfzehn Personen Platz und nicht einer sechzehnten. Wir sind auch nicht zusammengerückt, um für eine solche Raum frei zu machen.

Fortsetzung

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