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Unser Herr Kurt Schuster eilt zur Eingangstür und begibt sich hinaus zu den beiden Bediensteten des Hauslieferanten, welche vor dem offenen Laderaum ihres Fahrzeugs warten. Die drei Herren kommen ins Gespräch. Kurt gibt anscheinend Anweisungen, klare, kurz und gehalten. Seine Lippen bewegen sich wenig. Seine beiden aufmerksamen Zuhörer blicken zuerst in unsere Richtung, dann auf die Tür. Die Sache scheint geklärt. Der Besuch gilt uns.

Die beiden Herren ziehen aus dem Wagen eine Lade heraus. Sie ist abgedeckt, wie ein Sarg, entfährt es Kaspar.

Nur umgekehrt, seufzt Wladimir hörbar auf: Das dicke Stück ist oben, der Deckel unten.

Auch in den Farben ist keine Übereinstimmung, bemerkt Janie.

Völlig ungeeignet für eine Feuerbestattung, konstatiert Fussg.

Stimmt, auch ich bin dieser Meinung.

Keine Urne, meldet Vladidir.

Die Schüssel befindet sich obenauf, der Deckel bildet den Boden. Der Behälter enthält keine Suppe. Bei einer derartigen Konstellation von Abdeckung und Topf würde die Suppe glatt ausfliessen, schlussfolgert Wladimir.

Woraus der flache Deckel besteht, der sich unten befindet, kann ich nicht ausmachen. Das kräftig gewölbte Stück darüber leuchtet dagegen deutlich in einer blechsilbernen Farbe – nobler ausgedrückt: Chromlack – will also ein Geschirr guter Güte darstellen. Der auf der Karosserie des Fahrzeugs aufgetragene Schriftzug verpflichtet.

Der von den drei Herren geformte Zug setzt sich bedächtig in Bewegung. Kurt schreitet gemessenen Schrittes voran. Die Leute stehen Spalier.

Wir erheben uns alle, sogar Welm – ich möchte fast schreiben, tu es aber nicht: ehrfurchtsvoll – um zu sehen, was da draussen abgeht – muss natürlich heissen: was draussen vor sich geht. Kunststück, dass ich die Worte durcheinander bringe! Wir sind alle, wie wenn wir uns als Kinder auf einer Schulreise befänden und uns kurz vor dem Ziel befänden, das sich alle seit langem so sehr herbei sehnen: Die Wangen rot, vermutlich wegen der Hitze im Raum – oder wegen des genossenen Alkohols. Nein, nicht deswegen! Wir sind Kinder, die vor Aufregung zergehen und, wie man so schön sagt, wie Maikäfer strahlen.

Kurt schlägt zu. Er führt uns wieder einmal vor. Da macht es nichts aus, wenn wir uns allesamt zum Fenster begeben, um besser beschauen zu können, was sich, von vielen Leuten bewundert, durch die Gasse, die das Volk bildet, auf unser Eingangsportal zu bewegt. – Tür genügt nicht, um das aufzunehmen, was uns zukommt! Es muss ein Portal sein.

Fortsetzung

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