sch-ach-zsm-Tote

zsm Tote

 

Arigia, unverfroren und nicht scheu, gibt zurück: Ich kann mich an einem weiteren Vers versuchen, in welchem die Achtundsechzig ihren Platz haben soll. Der Herr Chefbuchhalter wird mich korrigieren, wenn ich mich in den Zahlen vertue: Achtundsechzig durch zwei gibt vierunddreissig. Diese geteilt durch zwei, führt zur Siebzehn.

Diese Rechnerei bildet aber keinen Vers.

Stimmt, das ging daneben, auch wenn richtig abgezählt wurde, pflichtet Wladimir bei. Das war keine Poesie. Wenn ich etwas in diesen Reim einwerfen darf, fährt er fort, dann möchte ich darauf hinweisen, dass die Sechs für Sex steht. Die Acht aber, wenn sie umkippt, bildet das Zeichen für die Unendlichkeit, der Unendlichkeit, die keine Zahl und kein Mensch fassen kann. Vielleicht lässt sich auf diese Zahl einen Reim bildet, der gültig ist.

Kaspar, du bist gefordert, kommt es von Janie.

Wenn ich auf Zahlen reimen soll, dann brauch ich eure Unterstützung.

Fussg, zahlengewandt, schlägt Folgendes vor: Wir teilen nicht, wir multiplizieren. Wir schreiben nicht: die Achtundsechzig geteilt durch zwei ergibt die Vierunddreissig und geteilt durch die Siebzehn die Vier. Wir notieren vielmehr: zwei Mal vierunddreissig gibt achtundsechzig und ebenso vier mal die Siebzehn.

Und was habe wir davon?, moniert Welm.

Zwei und drei sind übersichtlicher als die Siebzehn und die Vierunddreissig. Mit der Zwei und der Vier wird die Achtundsechzig greifbar.

Zwei mal drei und zwei mal vier führt auch zur Achtundsechzig, wendet Vladidir boshaft ein, wobei ich natürlich die Zwei vorziehe. Denn Wladimir und ich bilden zusammen die Zwei. Zu zweit überzeugen wir alle von unserer beider Güte, sofern wir beisammen sind und nicht geteilt durch zwei einzeln vorbei kommen. Sind wir beide getrennt, sind wir nichts anderes als eine Eins.

Was soll die ganze Zahlenakrobatik?

Sind wir jedoch beide beisammen, fährt Vladidir hurtig fort, bilden vierunddreissig von uns achtundsechzig. Bevor es soweit ist, müssen aber unsere Klone gefunden werden. Das dürfte schwierig sein, sind wir zwei doch einzigartig, unersetzbar und unauswechselbar. Gemeinsam mit Arigia und Herr Schuster, die, sich vereinigend, ihren Neunundsechziger durchführen, können wir zwei mit ihnen hingegen einen flotten Vierer formen. Dann braucht man unsere Gruppe nur noch mit siebzehn zu multiplizieren und schon haben wir unseren revolutionären Achtundsechiger. So einfacher ist das mit der Liebe, dem Sex und der Mathematik. Das nennt man das Einmaleins der Triebe. Mehr brauchen wir zwei, Wladimir und ich, nicht.

So ein Unsinn.

Fortsetzung

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