sch-ach-zry-Qualitaet

zry Qualität

 

Der erste Satz dürfte wohl vom geschäftstüchtigen, genau kalkulierenden Geschäftsmann stammen; der zweite, jener mit der Bitte, einen Stossseufzer des besorgten Geschäftsmitinhabers und geforderten, aufmerksamen Buchhalters bilden, der mit seiner Maroneninszenierung bei uns gepunktet hat.

Ich als Chronikerin darf mich natürlich nicht damit hinhalten, mich mit Überlegungen zu beschäftigen, welche Aussage ich wem zuordnen will.

Vielmehr muss ich dem Abend seinen Lauf lassen, ohne ihm den Elan durch chronistische Unsicherheiten und chronisch wiederkehrende Unwegsamkeiten zu entnehmen, die ich dem Erzählfluss in die Wege lege – wie etwa die immer wieder aufgeworfene, persönliche Hinterfragung meines Auftrags für den Abend. Eine einzige Lösung ist nur möglich: Ich muss die Leute reden lassen, ohne mich mit den technisch unverdauten Überlegungen einer überforderten Chronistin ungeeignet in die Gespräche einzumischen.

Solch fabrikmässig ausgefeilte Sätze, wie ich sie eben geboten habe, sind selbstverständlich das untrügliche Zeichen einer Chronistin, die das Geschehen nicht mehr im Griff hat. Ich muss mich auf das Wesentliche konzentrieren und auf diese Weise weiterhin gute Arbeit leisten, so wie ich es bis anhin getan habe. Ich muss Gespräche wiedergeben und nicht Kommentare aufsetzen.

Es wird Zeit, dass das Dessert aufgetischt wird – ich bin wieder mitten in den Diskussionen – und diese dummen Geschichten enden.

Das süsse Dessert wollen wir uns nicht mit politischen Geschichte verderben.

Jetzt kommt wieder Bewegung in unsere Reihen.

Es soll weiter gehen. Die Ruhe ist dahin.

Der müde Haufen ist auferstanden.

Der Ruf nach dem Dessert, das uns den weiteren Abend versüssen soll, wird immer lauter. Gleichzeitig wird aber auch der Wunsch geäussert, dass man sich in einer anderen personellen Zusammenstellung für den Verzehr der Nachspeise an den Tisch setzen möchte. Denn eine solche wird kommen. Solches wurde ganz offiziell „von hinter der Theke“ verkündet. Sitznachbarin und Sitznachbar sollen ändern. Die neue Zusammensetzung würde es ermöglichen, andere Gesichter besser kennen zu lernen und Gespräche nach anderen als den bisherigen Kriterien zu führen.

In dieses Lied stimmen Nadja und Wilhelm nicht ein. Sie wollen ihre Ecke wahren. Vladidir dagegen will seinen Platz wechseln und aus irgendeinem Grund neben Kunigunde sitzen.

Arigia ist bereit, ihren Platz zur Verfügung zu stellen.

Fortsetzung

 

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