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Auch vor den kleinen Ländern, die draussen in der Umgebung oder etwas weiter entfernt liegen, ist man im Verein nicht gefeit. Sie wenden zum Teil die gleichen Regeln wie unsereins an, um zwischen den Grossen zu bestehen und zu überleben. Unser Land bangt um seine Banken, wenn es an die kleinen Länder denkt. Auch sie setzen auf das Geld, das den Reichtum erhält und das dafür weniger in Investition, Entwicklung, Arbeitsplätze und Volksstrukturen fliesst. Unser Land bewährt sich aber trotz aller Widrigkeiten, die von aussen herein brechen oder drohen, ob von gross oder von klein, als Hort namenlos und heimlich deponierter Geldschätze.

Wenn viele kleine Welten mit ihren gut funktionierenden Ordnungen nebeneinander bestehen wollen, dann müssen auch diese kleinen staatlichen Gebilde eine übergeordnete Ordnung finden, welche das Zusammenspiel dieser kleinen Länder regelt. Sonst geraten diese aneinander und es kommt zu Reibereien, die nur über übergeordnete Ordnungen behoben werden können.

Diese Zusammenhänge vergessen in unserem Lande allzu oft verschiedene Vereinsmitglieder. Sie stellen dann, um dem Druck von aussen zu begegnen, die Vereinsordnung über alle anderen Ordnungen und binden sie wie Stahlkugeln an die eigenen Füsse, so dass sich die derart sich Beschwerenden kaum noch bewegen können. Die Bewegungslosigkeit erheben sie zum politischen Credo. Die sich solcherart selbst bändigen Vereinsmitglieder, befreit von allen Bewegungsmöglichkeiten, stimmen dann umso besser und freier lauthals das Lied „Das Boot ist voll“ und „Wir können nicht alle aufnehmen“ an. Manchmal muss der Biertisch aufstehen und denen draussen sagen, wo’s lang geht. Zuweilen über die Stränge zu schlagen, ist erlaubt.

Die Vereinsmitglieder sind ehrlich. Sie sind sich der begrenzten Reichweite ihrer Vereinsordnung bewusst.

Ein Minderwertigkeitsgefühl spielt immer wieder mit.

Ein Gefühl, das sich zuweilen bis zum Komplex ausweitet.

Etwa wenn sich die sprachlichen Minderheiten im Verein an den Rand gedrängt und übervorteilt fühlen.

Etwa wenn die sprachliche Mehrheit im Verein neidisch zum nördlichen Nachbarn hinüber schielt und sich daraufhin angesichts jener Macht, über welche dieser verfügt, als zweitklassig einstuft.

Fortsetzung

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