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Man nimmt sich vom Ausland, was man kann. Geld für die Banken. Manchmal kommt es zu grossen kleinen Skandalen über das Bankgeheimnis, aus denen man eine kleine Sache macht. Solche Skandale werden als pekuniäre Seeräubereien kalt gestellt und zum leicht verzeihbaren Kavaliersdelikt erklärt.

Das erhält den Ordnungssinn.

Die Ordnung ermöglicht es uns, dass wir uns von den anderen da draussen abgrenzen können, die neidisch und neugierig zu uns herein blicken. Wir sind vielleicht etwas eigenbrötlerisch – was unser nördlicher Nachbar als „eigen“ bezeichnet – und darum derart besehenswert. Die Fremden lieben Käse, Kühe, Uhren mit Krone und die Konturen unserer Berge. Nachdem diese Fremden gesehen, genossen, gegessen und gekauft haben, gehen die meisten von ihnen wieder.

Dennoch blicken wir diesen Fremden misstrauisch entgegen

Das will nicht heissen, dass wir uns hier drinnen von denen draussen vor der Tür abgrenzen wollen und unser Tisch in irgendeiner Weise das Spiegelbild unseres kleinen Landes bildet, wo man für sich vor sich hin schlemmt; ein sorgloses Dasein führt; von allem unbeeindruckt, was Grösse zeigt; auserlesen zu einem besonderen Glück. Wir warten zurzeit auf das Dessert.

Die Weltkriege gehen uns nichts an. Über die blicken wir hinweg. Das ist Sache der Anderen. Die Erfahrungen, die aus diesen Katastrophen gezogen wurden, auch. Das kann an uns vorüber gehen. Wir können uns abschotten. Brauchen keine Gemeinschaft der Völker. Gemäss dem Prinzip unserer Ordnung schaut jeder für sich selber. Zuallererst.

Unsere kleine Welt, die sich von den Sorgen der grossen Welt fern hält: Das hat durchaus seinen Scharm.

Lauter beglückte Gesichter wie dann, wenn sich der Fussball-Fan nach einem Match seiner siegreichen Heimmannschaft glücklich und zufrieden in seine Wohnung begibt und den Fernseher anstellt, um die Glücksszene noch einmal in der Retrospektive anzuschauen. Das ist Heimat. Diese vermittelt das Gefühl von Glück.

Im Verein klopft man sich auf die Schultern und ist zufrieden mit sich.

Zum guten Glück bestehen in unserer nächsten Umgebung nicht so viele kleine Länder. Wir könnten uns in unserer Zufriedenheit glatt auf die Füsse treten. Die würden uns freiweg die Banken streitig machen und wir müssten uns wehren, damit wir diese bei uns halten können.

Wir beissen uns durch, damit uns die Banken nicht genommen werden.

Die Grossen achten zudem darauf, dass diese Banken bei uns bleiben. Wir hüten nämlich das Geld der Grossen. Die Grossen passen auch darauf auf, dass diese Banken nicht zu gross werden, so dass sie den Grossen gefährlich werden könnten. Und das ist gut so. Auf diese Weise bleiben wir unter uns.

Fortsetzung

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