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Der Alltag fliegt davon. Uns bewundern jene, die von draussen herein äugen. Es ist ein Privileg, heute Abend an diesem Ort dem Müssiggang zu frönen. Man beneidet uns. Wir sind zu faul, um nach den Leuten draussen zu schauen.

Wir feiern hier in unserem Innern das Lob der Gemächlichkeit. Der Durst ist gestillt und verspürt ihn doch jemand, so nippt er kurz an seinem Glas und blickt dann erneut zur Decke hinauf.

Der Einfall von Geistesblitzen ist eingestellt. Die Redegewitter sind ausgesetzt. Die Chronistin wartet im Halbschlaf auf neue Wortwendungen. Die lassen auf sich warten. Stehen aus. Die Chronistin gleitet mit hinein in das wachsende Wohlgefühl der glücklich ausgelebten Selbstzufriedenheit.

Wir langweilen jene draussen. Sie laufen fast weg. Zu sehen gibt es hier drinnen abgesehen von einigen gut drapierten Seelenphantasten verschiedenen Volumens nicht viel. Der Tisch ist leer geräumt.

Wenn die ganze Mannschaft schier erschöpft und denkfaul darnieder liegt, als sei sie denkkrank, dann ist es wieder einmal Zeit, sich einige Gedanken über die Ordnung zu machen.

 

Ortsbeschrieb in Gedankensplittern

 

Ordnung ist eine Art zu denken. In diesem Zusammenhang von Kunst zu reden, wäre übertrieben.

Ein kleines Land; ein kleines Land gewährt Raum für eine übersichtliche Ordnung.

Wie ein Vereinslokal.

Ein Verein, wie ein vor einiger Zeit verstorbener, weit herum bekannter Schriftsteller über sein Land zu sagen wagte.

Ein Verein, waschecht, maximal frisch und dürr und matt. Voller Widersprüche. Ein Verein, klein und fein.

Andere sind der Meinung, wenn dieses Land aufrüstet, militärisch, dann wird es zur Weltmacht. Mit der besten Armee der Welt wird auch das Kleine gross. Wächst über sich hinzu, über die Mauern des Vereinslokals hinaus.

Wenn man nicht über den eigenen Zaun hinaus schaut, dann ist die Welt in Ordnung. Dann sieht man überall Grenzen. Dann sieht man überall die Grenzen. Dann fühlt man sich gross, auch bei sich in seinem kleinen Zuhause. Das nennt man dann Ordnung. Ordnung ist ein Gefühl, wie etwa Heimat.

Wir steigen gern auf unsere hohen Berge hinauf. Von diesen aus sieht man quasi über das ganze Land hinweg. Nord, Süd, West, Ost: Die Grenzen sind greifbar.

Fortsetzung

 

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