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Es sei nicht gerecht, wenn sie bestraft würden für eine Scheibe, die eingeschlagen wurde, sie aber nicht eingeschlagen haben, man ihnen aber vorwirft, dass sie diese eingeschlagen haben.

Es verwunderte den Richter sehr, wie sie sprachen, und er fragte die Kinder, ob ihnen denn so etwas geschehen sei. Die Kinder sagten ja und der Richter blickte die Eltern streng an. Diese zuckten mit den Schultern und sagten nichts.

Was denn nun mit der alten Frau, so drückten sich die Kinder aus, die sie beschimpft hatte, geschehe, damit den Kindern wenigstens in diesem Fall Gerechtigkeit widerfahre?

Das sei natürlich wie das mit dem Fenster eine sehr komplizierte Sache, sagte der Richter. Die alte Frau habe böse Worte gesagt. Der Vater habe das Wasser geworfen. Wer sei nun im Fehler?

Für die Kinder war es alles andere als einfach, dieser Analyse zu folgen, und sie fragten den Richter darum, was er meine.

Dieser antwortete: Die Frau und der Vater hätten je einen Fehler begangen. Er müsse beide bestrafen. Ob die Kinder ihm einen Rat geben könnten, wie er urteilen solle.

Die Kinder waren total verwirrt und fragten, ob das Gerechtigkeit sei, wenn sie das Urteil fällten.

Nein, sie müssten nicht ein Urteil fällen, ihm aber nur sagen, was sie ihm raten würden.

Sie würden nicht wissen, was sie ihm raten sollen.

Da sagte der Richter, der keine Perücke trug, Gerechtigkeit ist, was in den Gesetzbüchern steht.

Da fragte eines der Kinder: Steht die Sache mit unserem Vater und der alten Frau auch in diesen Gesetzbüchern? Das Kind hatte fast Mühe, dieses schwierige Wort auszusprechen.

In den Gesetzbüchern werde er sicher etwas zu dieser Sache finden, beruhigte der Richter das Kind.

Das Kind, das gut aufgepasst hatte, fragte nun: Gilt das mit der Gerechtigkeit auch für das Gesetzbuch, das vor dem Richter steht?

Der Richter schaute das Kind verdutzt an und antwortete: Natürlich, das gilt auch für dieses Buch. Dieses Gesetzbuch enthält alles zur Gerechtigkeit.

Das Kind fuhr fort: Wenn die Gerechtigkeit in diesem Gesetzbuch ist, – das Kind zeigte auf das Gesetzbuch, das der Richter vor sich liegen hatte – dann schenken wir dieses Buch der alten Frau und dann hat die alte Frau die Gerechtigkeit.

Das fanden die übrigen Kinder eine tolle Idee.

Die Eltern sagten nichts, der Richter schmunzelte und die alte Frau schaute die Kinder böse an.

Doch der Richter, der ein kluger Mann war, sagte, dass das eine sehr gute Idee sei. Er nahm das Buch auf, das vor ihm lag, und gab es der Frau. Er sagte dann noch, der Frau sei damit Gerechtigkeit widerfahren. Es sei ein sehr kluges Buch und sie dürfe es nun lesen. Somit sei alles wieder in Ordnung. Alle Parteien, auch die Kinder wussten, dass sie mit gemeint waren, konnten nun wieder nach Hause gehen.

 

***

Das war in Vorbereitung auf das Dessert eine rechte Puddinggeschichte, quittiert Wilhelm das, was wir gehört haben.

Um dieses Dessert wird hier wie um den heissen Brei herum geredet. Es geht einfach nicht vorwärts.

Und es nicht einmal die Langeweile, die uns bremst.

Hier wird zu viel geredet.

Fortsetzung

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