sch-ach-zqy-genannter

zqy genannter

 

Das ist wirklich ein starkes Stück Philosophie! Diese Gedankenkonstruktion verdient meine Hochachtung. Zunächst müssen wir aber sicher stellen, ob der herbei zitierte Vergleich von Alter und Hunger einer strengen, sober durchdachten und sauber durchgeführten Überprüfung auch standhält. Eine derartige Analyse wird ein akzeptables Resultat gewährleisten, wenn dieses nach allen Regeln der Rhetorik ausgelotet wird

Nein, nur das nicht! Wir haben bisher schon genug Engelsgeduld bewiesen. Mit diesen Worten fährt Jette Kaspar ins Wort. Wir haben nicht reklamiert, sondern haben ausgeharrt und den vielen Ausführungen uneingeschränkt unser Ohr geschenkt. Wir haben bislang für unsere Endlos-Tratscherei mehr Geduld aufgebracht, als es ein Schachgrossmeister für jede Simultanabfertigung von Schachlangweilern tun würde. Darum, keine neuen, ausschweifenden und nicht endenden Analysen!

Also, ich bin der Meinung, wenn auch ich noch meinen Senf zu diesem Schachgrossmeister hinzu fügen soll, dass während eines Simultanschachs grosse Ruhe herrscht. Beim ordentlichen Simultanschach, das wir jetzt für uns mit viel Gerede auf unserem Tisch verbal hingelegt haben, hingegen, herrscht eine ganz andere Stimmung als während jenen Momenten, während der wir uns mit viel Ingrimm über die Ganshuhnwachtel her gemacht haben. Schachfiguren, die hin und her verschoben werden, erzeugen kein solches Schmatzen und Schlürfen, wie sie an diesem Tisch beim Verzehr der ungeheuren Fleischkomposition zu hören waren. Während eines Simultanschachturniers geht es gemächlicher und sittsamer zu und her als bei unserer Schlachterei, die den ganzen Abend beherrscht hat, und die wir jetzt wortreich, die Ordnung sorgfältig zerkauend, fortsetzen. Das ist Wladimir.

Zugegeben, unser Tisch sieht nicht aus wie ein öffentliches Schachfeld, das bei Regenwetter von allen verlassen ist. Die Leute eilen mit Regenmantel und Schirm angetan vorbei und werfen auf den leeren, aber klatschnassen Schachplatz kaum einen Blick, würdigen nicht, dass alle Schachfiguren in dem für sie vorgesehen Schutzkasten versorgt sind. Die Leute sehen nur, dass grosse Regentropfen auf dem Platz platschen, und wollen so schnell wie möglich fort, an einen Ort, der sie vor dem Graus des Gusses von oben sicher und nachhaltig schützt. Unser Tisch hat sicher nichts von diesem wassertriefenden Schachfeld. Er ist aber nach wie vor üppig mit Knochen übersät, die nicht weggeräumt sind.

Fortsetzung

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