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Bauen auf! Wir bauen auf! Auf der Vielfalt der Marone!

Das heisst: schon wieder so eine verschachtelte Angelegenheit, auf welche man wieder ewig wird warten müssen.

Nein, das sicher nicht. Das Dessert könnte verderben, aufweichen, zusammen fallen, in sich zusammen brechen oder gar auftauen. So etwas geht doch nicht.

Also doch ein kräftiges Vorwärts.

Wenn der Zufall es will.

Was soll das wieder heissen?

Auch noch den Zufall. Mit der Ordnung geht es immer weiter auseinander.

Der Zufall wird wohl kaum als Beinschiene dienen können, wenn es darum geht, die auseinander driftenden Beine der Ordnung in ordentliche Bahnen zurück zu bringen und ihr, der Ordnung, so wieder ihre angestammte Macht zurück zu geben.

Es muss also doch wieder das Schach her, das der Ordnung zum Durchbruch verhilft und dem Dessert auf diesen Tisch.

Nach dem ganzen Chaos an diesem Abend wird der Meister doch noch auftreten und ordnend in unsere Reihen einwirken müssen.

Welcher Meister?

Der Schachgrossmeister, der uns angekündigt wurde, um unser beschauliches Treffen wieder auf Vordermann zu bringen.

Quasi als Manitu unseres durch und durch meditierten Abends.

Auf der Suche nach der marodierenden Marone.

Wir haben den Beweis erbracht: Meditation geht durch den Magen.

Alles andere ist Askese.

Ich schaue mir den Berg an Knochen auf diesem Tisch an und stelle fest: Er bietet den Beweis unserer Askese. Denn wie bei einem Asketen ist an diesen Knochen wirklich kein Fleisch mehr dran. In unserer Askese haben wir uns an alle Regeln der Kunst asketisch gehalten. Nun, ich hätte sogar sagen müssen: an allen Regeln der Kunst der Askese. Das Fleisch ist aufgezehrt, geblieben ist der Knochen. Der nackte Knochen als Ausdruck vollendeter Askese. Derart vollendet, dass nur noch die Kunst als Beschreibungsform herangezogen werden kann, um das zu skizzieren, was vor uns auf dem Tisch liegt. Ein Kunstwerk, das akribisch auf das reduziert wurde, was noch als Kunst bezeichnet werden darf. Darum: Kunstaskese, das ist es, was unsere Runde betreibt. Eine derart künstliche Angelegenheit wie die von ihrem Fleisch befreiten Knochen gleicht einer von ihrer Kunst befreiten Askese, also einer Askese, die ausserhalb aller Ordnung der Askese steht. Diese Askese deckt sich zugleich auch nicht mit der Kunst vollendeter Gesprächsführung, der wir uns an diesem Abend zu folgen bemühen. Darum bin ich der Meinung, dass mir ein Schachgrossmeister willkommen ist, der seine ordnende Hand auf unsere, was die Interessen angeht, stark divergierende Runde legt.

Fortsetzung

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