sch-ach-zhe-und

zhe und

 

Der Rennfahrer dachte nach und fragte sich, warum ihm die Schönheit davon lief. Vermutlich hatte es damit zu tun, dass er mit seinem Rennwagen nicht schnell genug fuhr, auch wenn er schon mehrere Rennen gewonnen hatte. Sein Auto war einfach nicht genug schnell.

Da hatte der Rennfahrer einen sehr guten Einfall. Er beschloss, an seinem Wagen dreieckige Räder anzubringen. Diese würden besser auf der Rennstrecke nach dem Teer greifen und so das Auto schneller vorwärts beschleunigen als runde Reifen.

Gedacht, getan. Als aber die Schönheit die Räder sah, die keine runden Räder waren, da musste sie lachen. Sie sagte: „Was willst du mit diesen eckigen Rädern? Nimm dir doch ein Beispiel an meinen Rundungen. Diese führen zum Erfolg.“

Daraufhin änderte der Rennfahrer die Räder an seinem Auto wieder und befestige die runden an seinen Rennwagen.

Da ging die Schönheit aber einen anderen Weg. Sie wählte einen, der über Stock und Stein führte. Die runden Räder glitten an den Steinen ab. Wenn der Rennfahrer die eckigen Räder montiert gehabt hätte, dann hätten diese besser auf diesem Boden Fuss gefasst und der Rennfahrer hätte der Schönheit folgen können.

Diese aber rief: „Alles, was der Mensch schafft, ist immer mit technischen Fehlern behaftet“, und ging davon.

***

Das ist eine hanebüchene Geschichte, eben eine Kurzgeschichte unseres Erzählers.

Erzählers? Woher wissen wir das mit Bestimmtheit?

Er soll solche Einschübe bleiben lassen und sich nicht ständig in das Protokoll hinein schieben, ganz so, als seien diese beiden Geschichten heute Abend erzählt worden, und dies ganz ohne mich, die Protokollistin, zu fragen.

Ein langer Titel rechtfertigt noch lange keine dumme Geschichte, auch wenn diese nur kurz ist. Die Kürze mag von Vorteil sein und hingehen, obwohl der Text kaum länger ist als ein schlecht erzählter Witz.

Da lob ich mir mein Protokoll. Ich führe dieses gewissenhaft und entziehe es so dem Kurzdenken. Das Kurzdenken gibt der Ordnung keine Chance. Damit die Ordnung greifen kann, braucht es Tiefgang. Alles andere wird sehr schnell weg gespült. Mein Protokoll soll über diesen Abend hinaus Bestand haben, damit wenigstens jene Leute dieses lesen, die darin erwähnt werden.

Das sind wir. Ich hoffe, dass du nur Gutes über uns schreibst.

Korrekt über uns als einer mustergültigen Schicksalsgemeinschaft auf Zeit!

Setz nicht aus mit dem Schreiben. Denn mich nimmt wunder, wie ich an diesem Abend bin.

Es ist also höchste Zeit, dass ich mich wieder aufmerksam der Aufgabe zuwende, die ich für heute Abend auf mich genommen habe, und Kurzgeschichten, die sich nicht protokollieren lassen, Kurzgeschichten sein lasse.

Und zudem ist die Geschichte mit dem Rennfahrer wirklich sehr eckig.

Fortsetzung

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