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Mein Loblied auf dein Himmelsgeschenk soll ich auch noch anstimmen? Nein, das lasse ich sein, sagt meine beste Freundin.

Fussg fasst sich kurz: Auch ich werde mich nicht zu deinem Naturtalent äussern.

Hausherr Kurt Schuster macht sich lautstark vernehmbar: So, fertig auf den Mann gemobbt!

Der Lendenlecker, liebe Leute, ist nicht das Mass aller Dinge beim Manne, wendet Wladimir ein. Die Schönheit, meine Damen und Herren, als Gesamtkonzept des Menschen beschränkt sich nicht auf Einzelteile, sondern ergibt sich aus dem vollendeten Zusammenspiel aller Stücke.

Bedenke, mein lieber Wladimir, sagt Kaspar mit Bedacht, die Schönheit hat nicht nur ein Gesicht, sondern verschiedene, zahlreiche, unzählige, ungezählte, eine verschwenderische Menge, eine unüberschaubare Anzahl von ihnen, von denen keines dem anderen gleicht. Jedes steht für sich. Keines ist das Abbild eines Anderen. Jedes glänzt im eigenen Licht.

Wie hehr gedacht! Wir haben aber doch hier unter uns einen, der durch seine Erscheinung alles aussticht, was sich heute in erlauchter Kleidung zur Feier dieses Tages eingefunden hat. Kunststück, dass seine körperbetonte Kleidung, die alle Linien seiner Männlichkeit naturgetreu wieder gibt, zur Messlatte unserer Gespräche wird, wenn es darum geht, im Tanze seinen Körper den Anderen zu präsentieren, bemerkt Fussg.

Naja, ich habe bereits vernommen, dass die Knochen hier an der Latte gemessen werden sollen, die Wladimir so sehr an mir liebt. Es wird ihm diese doch niemand entwenden wollen, indem er mich als Ganzes abwirbt, tanzend verführt und meines vielgepriesenen Knochens wegen weit weg entführt. Wer will einen Knochen stehlen, wenn er hundert davon vor sich auf dem Tisch liegen hat?

Aha, da wird fröhlich abgelenkt. Aus dem Tanz soll nichts werden. Den Eindruck habe ich. Niemand will sich im Tanze mit den anderen messen, wirft meine beste Freundin ein.

Der Tisch wird uns verboten, mein allerbestes Stück wird zum Gespött. Wie soll da ein Tanz, der meinen Lenden Kraft gibt, auf den Tisch gebracht werden können? Diese Frage wirft natürlich Vladidir auf.

Mit wem soll er sich messen, bohrt meine beste Freundin nach.

Das ist ja ungeheuerlich! Jetzt ist es Kurt, der sich einmischt: Ich bitte Sie, Ihrer Messlatte bezüglich Ihres Sprachgebrauchs Mass zu geben.

Meine beste Freundin achtet sich der Worte Kurts nicht und reicht gleich nach: Was willst du mit deinem Mass messen. Die Schönheit misst sich an verschiedenen Ellen. Ich gehe davon aus, dass Vladidirs Elle aufgrund ihrer Güte bei weitem nicht genügt, um der Schönheit das Mass zu geben. Aus einem Knochen hat noch niemand Fleisch erwirkt.

Ich rufe die heilige Ordnung an, damit sie diesen Abend wieder in ein gesundes Gleichgewicht zurück führt. Wir wollen nichts mehr von dieser Messlatte hören, die Arigia und Vladidir und ihr alle uns, Nadja und mir, als Mass eurer Lüste anpreist. Wir befinden uns hier beim Speisen. Das ist Wilhelm.

Damit ein Tisch zurück ins Gleichgewicht findet, muss er zuerst aus dem Gleichgewicht gebracht werden, bemerkt keck meine beste Freundin. Sie kommt auf Touren.

Fortsetzung

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