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Vladidir packt die Gelegenheit beim Schopf und fügt hinzu: Die ganze Angelegenheit ist nicht einmal richtig durch gekocht, so dass sie als anständig vermanschtes Festgericht fertig aus einer Tube gepresst und genossen werden kann. Eine fest gepresste Maronen-Paste, gedrückt mit Anstand und Kraft aus einer Alu-Tube, wäre ein Menü, das ich begrüssen könnte. Aber hier, das ist Allotria an Fäden von der Decke herab gelassen! Die Marone ist von Natur aus vegetarisch. Ihr habt sie in Fleisch eingekocht. Ihr wollt uns nun weismachen, die Marone sei nach wie vor rein pflanzlich beschaffen. Sie ist durch und durch fleischgetränkt. Auf diesen Betrug sollen wir beide herein fallen? Als verkochte Staude sollen wir dieses Fleisch hinnehmen? Dieses Fleisch ist kein Mann, der sich euch nackt wie diese Gans dem Huhn, das Huhn der Wachtel, in seiner ganzen Schönheit und unverhüllt präsentiert. Wir sind keine Bauern, die man fängt. Die mehrfach gevierteilte Marone soll als kulinarisches Kleinod unsere Sinne täuschen, damit wir uns als Plektarier und Vegetarier gemeinsam mit euch über diesen unappetitlichen Fleischhaufen hermachen. Mit getäuschten Sinnen, betört durch eine malträtierte Marone, sollen wir uns beide in dieses Fleisches stürzen. Ich lobe mir die Marone aus der Tube. Die ist ehrlich und unverschnitten und geht von keiner Täuschungsabsicht begleitet in den Magen. Da weiss man, was man hat.

Meinetwegen eine Taube aus der Tube, aber doch nicht eine eingepackte Marone. Herrschaften, wo bin ich da hinein geraten, nun Fussg. Wir erhalten eine Marone mit gesteigertem Wert. Sie nicht zu teilen würde heissen, dass wir wertvolle Wertschriften einfach so aus dem Fenster werfen. Das mit dem Einstampfen der eingepackten Marone, so dass sie in eine Tube passt, mag wirtschaftlich gesehen einen interessanten Ausgangspunkt für vorteilhafte Geschäfte darstellen, die sich möglicherweise wirklich gewinnbringend umsetzen lassen. Doch unter dem Gesichtspunkt der Gaumenfreude verliert der Tubenvorschlag deutlich an Überzeugungskraft. Die vierzehnfach tranchierte Marone bekommt unserer Runde weit besser. Ökonomisch gesprochen: Die Marone bildet die Zinsen für das ganze Spektakel, das uns den ganzen Abend hin gehalten hat, und diese Zinsen wollen wir nicht verachten.

Was ihr Männer immer um den Brei herum reden könnt! Diese eure Fähigkeit versetzt uns Frauen immer neu in Erstaunen. Diese Bemerkung wirft Jette ein.

Stimmt, ich habe wirklich den Eindruck, als würden wir um einen Tisch sitzen und tiefsinnige wie auch überflüssige Erörterungen zu diesem Gänsespektakel anstellen, ganz so, als hätten wir keinen Hunger und als ob wir den ganzen Abend über dies und das scharwenzeln könnten, ganz so, als ob das Reden uns sättigen könnte, meint Janie.

Ja, ich meine, uns hat eine geistige Hungersnot voran getrieben und nicht die Lust nach einem guten, aber inhaltsleeren Treffen. Wenn der Geist uns nicht bekommt, dann soll es wenigstes das Huhn, ergänzt meine beste Freundin.

Fortsetzung

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