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Es ist schon merkwürdig, wie die Natur die Dinge verschieden einrichtet, bemerkt Kunigunde.

Grosse Augenblicke haben es an sich, dass zuweilen seltsame Vergleiche heran gezogen werden, um diesen Moment zu beschreiben.

Zum guten Glück befindet sich keine Anstandsdame unter uns. Sie hätte sich über den eben wieder gegebenen kurzen Wortwechsel sicher genervt und diesen als völlig unpassend für diese Runde bezeichnet. Es sei zurzeit viel zu viel von Haut die Rede, die erst explodiert und dann auch noch reisst.

Na, dann bringen wir’s eben auf den Knochen.

Versteh ich nicht.

Vom Fleisch, das unsere Marone in Hülle und Fülle umgibt, haben wir wahrlich genug an sauberer und fester Masse. In diese kann der Knochen, den der Mann mit seinen Lenden führt, ohne zu zögern gestossen werden, um die Marone zu öffnen. Ja, er wird tief hinein stossen in das feste Fleisch, das den Knochen feurig umgibt.

Das ist wirklich ein grobes Bild für den hehren Augenblick, den wir eben erleben, stellt Kunigunde fest.

Aber schau dir diese Fleischmasse an: Mehr als Becken und Bein zusammen bei der Frau bieten! Dieses Stück ist eine Einladung an den Lendenknochen des Mannes wie auch dieses geöffnete Fleisch, das wir vor uns liegen haben, beharrt Vladidir.

Du stehst nicht auf Frauen, bemerkt Kaspar knapp.

Stimmt, du bist mit den Knochen, wie hart er auch daher kommt, auf dem Holzweg an diesem Tisch. Du wirst dir deinen Knochen nur brechen, wenn du ihn auffährst an diesem Tisch, wirft Gründer ein.

Stimmt, an diesem Tisch hast du keinen Stand mit deinem Knochen, fügt Fussg hinzu.

Jette blickt alle etwas schräg an. Ich verstehe. Sie ist in Begleitung ihres Liebhabers hier. Vermutlich ist ihr die Angelegenheit mit der Haut, die reisst und der Jungfrau den Laufpass gibt, und dem Knochen, der zustösst, aus irgendeinem Grund in der Anwesenheit von Kabar unangenehm. Sie wird wohl denken, dass das mit diesen Häutchenriss ihre eigene Angelegenheit sei. Die Sache habe rein gar nichts mit dem Häubchen in der Mitte unserer fleischernen Platte zu tun. Die Haut ist nun aber einmal ein Stück vom Menschen, das er nicht umgehen werden kann, wenn er als Spezies weiter leben will.

Kunststück, dass uns diese Angelegenheit so sehr unter die Haut geht, dass wir glatt auf die Haut gekommen sind und offenen Blicks bewundernd und gierig der Marone huldigen, die verschlossen vor uns liegt.

Fortsetzung

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