sch-ach-zfo-wie

zfo wie

 

Das ist wieder einer dieser geschwollenen Sätze, von denen wir heute Abend so viele hören. Ich schreibe ihn wortwörtlich nieder, damit man mir nicht im Nachhinein vorwirft, ich hätte ihn erfunden.

Denn der Protokollistin wird, sobald die Niederschrift vorliegt und überprüft ist, jeweils allerhand vorgeworfen. Darum ist es äusserst wichtig, dass sie, wenn sie protokollarisch eine Generalversammlung aufnimmt, anschliessend auch durch deren Präsidentin oder Präsidenten gedeckt wird. Hier hat es von den Beiden weder die Eine noch den Einen. Dafür den Schnitter, der der Gans endgültig den Gar ausmacht, indem er ihren Magen gänzlich ausräumt.

Ja, zugegeben: Der Reim ist von mir ganz und gar schlecht platziert und muss als „misslungen“ eingestuft werden. Denn mir ging es nur um des Reimes Willen. Um den vorgedachten, reimgetragenen phonetischen Abklang auf „Schnitter“ steht es schitter. Mein Stab reimt schlecht. Auf den Schnitt eingestellt, verfing er sich im Stab und platzierte gut gelungen die Ganz, ihr Garen und das Gänzliche. Das mit dem Schneiden jedoch rutschte völlig daneben. Mit „Schnitt! Schnitt!“ hätte mein Reim an Trimalchos „Schneid! Schneid!“ anklingen sollen und Kurt zum schnittigen Schneiden unserer mächtigen Gans antreiben sollen. Allein, mein Reim glitt geradewegs durch die Gans hindurch und entgleiste schlecht gestabt. Der misslungene Reim, gestabt oder geendet, geriet im Rückblick in dieses Protokoll hinein und gehört darum heraus geschnitten. Was hiermit auch geschehen ist. Die Passage ist gestrichen.

 

Der Verlust der Unschuld

 

Jetzt blüht, erglüht in unserer Mitte als Knospe diese Wachtel, die sich für uns öffnen soll. Es steht schon fast für Liebe, wie sie sich in ihrem Bett aus Fleisch präsentiert. Mit dem Messer in so viel Güte den Schnitt anzusetzen, kommt schon fast einem Verbrechen gleich. Der Lust muss aber genüge getan werden. Unser Hunger ist immens.

Kurt, stoss zu, ruft Vladidir ganz unscheu.

Ja, Kurt soll endlich zustechen, fordert auch Janie ungeduldig.

Bitte aber nur mit der notwendigen Würde, die diesem feierlichen Moment entspricht, mahnt Fussg.

Der Augenblick ist erhaben. Kurt gehabt sich souverän.

Fast majestätisch, spottet Wilhelm. Herr Schuster, haben Sie eigentlich das niedliche Küken mit einem Luftballon aufgebläht, damit es so prall wirkt? Passen Sie nur auf: Wenn Sie hinein stechen, wird das Hühnerln explodieren und eine Riesensauordnung anrichten, so eine richtige Sauerei, die sich dem Geflügel nicht würdig zeigt, sondern nur der Sau. An uns allen werden die Reste seiner Haut kleben, gut verteilt auf alle, damit an diesem Abend niemand zu kurz kommt. An Ihrer Stelle würde ich eine Käseglocke über diesen ganzen Verschnitt stülpen, damit das Jungelchen nicht zu weit fliegt, wenn’s aufschreckt.

Fortsetzung

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