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Nun wettert Wilhelm wieder los: Es ist nicht in Ordnung, was Sie sich da geleistet haben, Herr Schuster. Im Büro halten Sie keine Ordnung. Und auch hier werfen Sie die Ordnung der Dinge über den Haufen. Es ist nirgends mehr Ordnung! Wenn dem nicht so wäre, würde diese Gans nicht auf diesem Tisch liegen und mit ihr auch nicht alles, was drin steckt. Sie wissen ganz genau, wo Sie die Idee für diesen Braten her haben. Jetzt kommen Sie mir nun nicht mit einem Ihrer dummen Sprüche wie von Zukunft und Investition, sonst stehe ich auf und rülpse Ihnen die ganze Wahrheit ins Gesicht, stülpse Ihnen das ganze Gericht über den Kopf und den Inhalt schmiere ich Ihnen ins Gesicht. Aber Sie wissen ja nicht, was ein Gericht ist! Vor ein solches gehören gestellt. Dort wird es vielleicht gelingen, was uns nicht gelungen ist, nämlich Ihnen Anstand beizubringen. Dass Sie es überhaupt noch wagen, hier zu stehen und uns die Flaschen vor die Nase zu halten und nicht schon lange das Weite gesucht haben, zeugt davon, wes Geist Sie sind: ein durchtriebener Halunke und nichts anderes. Ich sollte Sie mit Maronen vollstopfen und Sie dann den Schweinen als Nachtmahl vorsetzen und dann auch noch die Flaschen hinten nach werfen, damit die Säue sich besaufen können und so vergessen können, was sie eben gefressen haben.

Jetzt ist es Nadja, die sich der Dinge annimmt: Willi, was ist los? Warum regst du dich auf?

Ungeheuerlich! kommt es lautstark von diesem zurück. Und das an diesem Abend! Ich werde eingeladen, um zu sehen, dass dieser makabre Mistkerl mir mein Menü, ganz einfach und vulgär gesagt, gestohlen hat und mitlaufen liess. Wissen Sie eigentlich, was darauf steht, wenn man geistiges Eigentum klaut? Ewige Verdammnis! Die untilgbare Schmach, vor den anderen bloss gestellt zu werden. Aber solches kümmert Sie wenig. Ich kenne Sie. Ich habe Sie durchschaut. Skrupellos und obenzu dumm. Sie haben zudem kein Schamgefühl. Sie könnten jetzt ebenso gut nackt vor uns stehen, statt mit den Flaschen in der Hand. Das wäre Ihnen völlig egal.

Aber Welmwilli, das ist doch kein Grund, um sich derart aufzuregen. Mein Schnuggipuzzi allerliebst, das so koscher die Leiter zu uns herab gestiegen ist, hat es doch nur gut gemeint.

Arigia hat sich zu Kurt gesellt und streicht dem entsetzten Mann durch das Haar und wechselt anschliessend zu Wilhelm hinüber: Er wollte dir nur eine riesengrosse Freude bereiten, eine ganz grosse. Darum ist die Gans so gross. Wir haben für dich die grösste Gans gewählt, die wir gefunden haben.

Fortsetzung

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