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Worum geht es? Mach endlich vorwärts. Sonst machst du noch schlapp, bevor du etwas zu dir genommen hast.

Pflanzen. Es gibt Leute, die essen nur Pflanzen.

Ist das alles, was du uns mitzugeben hast?

Auch Blumen?

Meinetwegen. Und die nennen sich im Gegensatz zu den Veganern Plantastiker.

Fürchterlich. Davon soll einer leben. Vegetarismus, das wirkt wie Disteln auf die verdauungsaktive Krautkammer eines Fleischessers. Meine Liebe, das Leben bestimmt gewissen Menschen ein fürchterliches Los. Da lob ich mir meinen dicken Bauch, in welchem wirklich nicht zu viele Pflanzen stecken, die sich wie Lianen um die Eingeweide winden können, um diese abzuwürgen. Plantastiker. Hat man je schon so etwas gehört! Der Mensch beschert sich selber zuweilen, eigengemacht, ein erbärmliches Leben. Ich lob mir das Fett, das in uns beiden steckt. Wir beide wissen wenigstens, was wir haben. Wir haben die Übersicht über unsere Körper und nicht über ein Knochengestell, das von Blumen umrankt wird und nach einer Sommersaison verwelkt. Am Ende der Saison hangt und lottert das, was von den Blumen übrig bleibt, schliesslich nur noch als lockere Haut über die mageren Knochen. Wir können unsere Knochen nicht zählen. Dazu sind wir viel zu gut garniert.

Von Pflanzen und Blumen allein kann kein Mensch leben.

Einspruch! Sonnenblumenkerne haben den Ruf, sehr fettig zu sein. Aus ihnen wird das Sonnenblumenöl gewonnen. Das sei gesagt auf die Bemerkung hin über die Oliven, aus welchen ebenfalls Öl gewonnen wird. Oliven und Sonnenblumen gehören zu den unverzichtbaren Grundnahrungsmitteln In einem unterscheiden sich Sonnenblumenkerne und Oliven jedoch ganz gewaltig. Oliven wachsen an Bäumen. Die Kerne der Sonnenblume hingegen stammen von einer Pflanze. Pflanze, Staude, Baum sind dreierlei verschiedene Dinge. Das will ich wohlweislich anmerken. Sonst verwechselt heute Abend noch jemand Oliven- und Sonnenblumenkerne und tischt diese in aller Unwissenheit als Kastanienherzen auf. Besonders die Plantastiker sollen die Finger von meinen Bäumen lassen, sich an ihrem Grünzeug gütlich tun und weiterhin Pfirsichen und Zitronen tunlichst aus dem Weg gehen. Das gilt selbstverständlich auch für die Marone von heute, von der ihr wisst, dass sie nicht von einer Staude oder einer Pflanze stammt.

Wie ist es mit dem Wein? Soll der Plantastiker seine Finger auch vom Wein lassen? Der stammt bekanntlich nicht vom Baum.

Fortsetzung

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